Übungsflugverbot im Nationalpark bleibt

Das Schutzgebiet der Hohen Tauern bleibt für Übungsflüge auch weiterhin tabu.

Den tragischen Unfall des Matreier Alpinpolizisten Franz Franzeskon, der bei einem Bergeeinsatz im Gebiet des Großvenedigers Ende April ums Leben kam, nimmt FPÖ-Klubobmann, Bürgermeister Gerald Hauser zum Anlass, um wiederholt gegen das Verbot von Übungsflügen im Nationalpark Hohe Tauern einzutreten. „Es geht dabei nur ums Üben und nicht um das permanente Befliegen des Schutzgebietes“, erklärt der Politiker aus St. Jakob in Defereggen.

Hauser fordert, dass das Nationalparkgesetz dahingehend geändert werden müsse, dass das Üben der Bergetechnik zwischen Hubschrauberpiloten, Notärzten und Flugsanitätern gestattet werde. Außerdem könnten diese dadurch das Einsatzgebiet besser kennen lernen.

Eine Sichtweise, die LH-Stv. Hannes Gschwentner nicht teilt. Dieser betont, dass er vom Tod Franzeskons zwar betroffen war, darin jedoch keinen „kausalen Zusammenhang“ mit dem Tiroler Nationalparkgesetz und dem damit verbundenen Übungsflugverbot für Hubschrauber erkenne.

Bergrettungsübungen mit Hubschraubern wird es im Nationalpark auch in Zukunft nicht geben.

Auch in Zukunft werde man, obwohl im Rahmen eines Rettungseinsatzes das Flugverbot für Hubschrauber aufgehoben ist, keine einsatzähnlichen Übungen im Schutzgebiet erlauben. „Und es sind auch keine Ausnahmen vorgesehen“, so der Naturschutzreferent.

Gschwentner versteht nicht, warum man jetzt plötzlich zu Übungszwecken das Nationalparkgebiet einbeziehen muss. „Außerhalb des Schutzgebiets ist das Üben von Einsatzsituationen uneingeschränkt möglich, was bedeutet, dass Hochgebirgseinsätze der Flugrettung unter realistischen Bedingungen auch außerhalb des Nationalparks geübt werden können“, so der Naturschutzreferent.

Hauser will sich damit jedoch nicht zufrieden geben und kündigte bereits an, dass er auch weiterhin für eine Aufhebung des Verbots eintreten will.

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1 Posting bisher
ManD

Ja super und warum darf dann das bundesheer ? Denn diese Übungen bringen wohl keinem was ausser vom Steuergelder bezahlter Urlaub für die Ausbildenden