Tirol will touristische Kleinbetriebe schulen

Privatzimmervermieter sollen in Marketing und Betriebswirtschaft geschult werden. 

Das Land will den Vermietern zeigen wie man an Gäste anlocken kann. Foto: Osttirol Werbung

Zwei Drittel aller Tiroler Beherbergungsbetriebe werden von Privatvermietern geführt. Gemeinsam mit den gewerblichen Kleinbetrieben entfallen mit 17 Millionen Übernachtungen 40 % aller Tiroler Nächtigungen auf diesen Bereich.

„Die Privatzimmervermietung und die kleinstrukturierten Beherbergungsbetriebe sind eine tragende Säule im Tiroler Tourismus. Mit der nun startenden Vermieterakademie wollen wir dieses Segment weiter stärken“, erklärt Tourismusreferent LH Günther Platter. Allerdings stünden kleinstrukturierte Beherbergungsbetriebe vor besonderen Herausforderungen, da das notwendige unternehmerische Know-how nur in Ansätzen vorhanden sei. Auch im Bereich Marketing orte man oft Schwächen.

Um dem entgegenzuwirken bietet die neue Vermieterakademie ein gebündeltes Schulungs- und Informationsangebot mit professionellen Trainern an. Von diesen lernt man Wissenswertes über die Preisoptimierung. Aber auch die Vermittlung von Grundkenntnissen im Marketing oder in betriebswirtschaftlicher Kalkulation, bis hin zur individuellen Gestaltung des hauseigenen Angebots und des Internetauftritts stehen auf dem Lehrplan.

Die Schulungen finden direkt vor Ort in den Regionen statt. Die notwendige technische Ausstattung steht in Form eines „mobilen Schulungsraums“ zur Verfügung. Damit können die Schulungen nahezu überall abgehalten werden.

Der Startschuss für die Vermieterakademie erfolgte mit einer Information an alle 34 Tiroler Tourismusverbände. Die können nun das vom Land unterstützte Qualifizierungspaket für ihre klein strukturierten Mitgliedsbetriebe anfordern und dezentral durchführen.

Die Vermieterakademie ist ein Projekt von Land Tirol, Verein Alpine Gastgeber, Privatvermieterverband Tirol, Tirol Werbung und der Wirtschaftskammer Tirol. „Wir haben bereits einzelne Schulungsangebote zu einem Gesamtpaket geschnürt“, sagt Gerhard Föger von der Tourismusabteilung des Landes.

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