Tinnitus nach „DJ Fillini“ und „DJ Spilla“

Nach stampfenden Techno-Beats waren bei elf Besuchern Hörtests fällig.

Für einige Partygäste endete der stimmungsvolle Abend im Krankenhaus Lienz. Foto: Reini Bodner
Für einige Partygäste endete der stimmungsvolle Abend im Krankenhaus Lienz. Foto: Reini Bodner

Die HNO-Station des Bezirkskrankenhauses Lienz zählt an einem Samstagabend nicht zu den überlaufensten Bereichen des Spitals. In der Nacht auf Sonntag, 24. Juni, stellte sich dies jedoch völlig anders dar.

Gleich 16 Jugendliche, die zuvor an der „White Party“ der Jungbauernschaft Außervillgraten im Haus Valgrata teilnahmen, klagten nach den lautstarken Auftritten der DJ's „Spilla“ und „Ivan Fillini“ über Hörschäden. Bei elf Veranstaltungsbesuchern war es so schlimm, dass sie sich direkt im Krankenhaus Lienz untersuchen ließen. Dort stellte man Hörstürze und in manchen Fällen auch Tinnitus fest.

Für den diensthabenden HNO-Arzt Kurt Freudenschuss ein Hinweis darauf, dass entweder die Beats zu laut waren, oder die architektonischen Gegebenheiten des Saals nicht für diese Art von Musik geeignet waren. Es könne nämlich vorkommen, dass manche Räume den Geräuschpegel in der Wahrnehmung zwar dämpfen, aber kaum mindern.

Ob noch mehr Personen Hörschäden davon trugen ist noch unklar. Bei den zwei „White-Party“ Veranstaltungen in den Jahren zuvor, gab es jedenfalls keine Probleme dieser Art.

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1 Posting bisher
Gertrude

"Stimmungsvolle Partyauftritte", darunter stellt man sich etwas anderes vor. In Österreich werden einem vom Staat bei größeren Veranstaltungen jede Menge Vorschriften gemacht, nur beim Lärm, welcher Jugendliche massiv schädigt, wird nichts unternommen. Wäre schön, wenn unsere HNO Ärzte und unser Amtsarzt dazu fachlich Stellung beziehen würden, vielleicht würden solche Veranstaltungen dann besser auf ihre Lärmbelastung überprüft.