Keine Peggetzwohnung für Diakon Kobro

Kosakenvertreter kommt öfter nach Lienz, Stadt braucht Quartiere.

Georg Kobro, Russischprofessor und Erzdiakon der russisch-orthodoxen Kirche. Foto: Dang Tran

Er war gerade erst zu Besuch in Lienz, der Russischprofessor und Erzdiakon der russisch-orthodoxen Kirche, Georg Kobro. Gemeinsam mit Erzbischof Michael Donskoff gestaltete Kobro die diesjährige Messe zum Gedenken an die Kosakentragödie von 1945.

Im Rahmen der Feier auf dem kleinen Kosakenfriedhof im Lienzer Stadtteil Peggetz wurde auch der Grundstein für eine Gedenkkapelle gelegt. Das mag der Grund sein, warum Kobro bei der Stadt um eine Mietwohnung in den „städtischen Reihenhäusern“ neben dem Friedhof ansuchte. In den beiden ebenerdigen, kellerlosen Gebäuden sind je vier Wohnungen untergebracht.

Direkt an den Kosaken-Friedhof in der Peggetz grenzen die beiden "Reihenhäuser" der Kategorie C mit je vier Wohnungen.

Kobros Ansuchen wurde abgelehnt, weil die Stadt die Wohnungen brauche, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik am 3. Juli: „Wir haben zu Sommerbeginn immer ein Ansteigen der Delogierungsfälle und brauchen diese Wohnungen.“ Demnächst soll mit der Sanierung der Kategorie C-Quartiere begonnen werden. Sie werden zu Kategorie B upgedatet und dann rund 280 Euro Miete kosten.

Die Häuser am Tristachersteg werden saniert und auf Kategorie B aufgewertet.

Dafür bekommt man ca. 70 Quadratmeter Fläche mit familienfreundlichem Grundriss und Garten. Möglich wird die Sanierung, weil einige Wohnungen derzeit leerstehen. Auch einen Abriss und Neubau zog die Stadt ins Kalkül. Weil Substanz und generelle Lebensqualität aber nicht schlecht seien, entschied sich das Bauamt für die Sanierung der beiden Gebäude am Tristachersteg.

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