Ein Besuchermagnet wurde noch anziehender

Am 7. Juli wurde der neue „Natur-Kraft-Weg“ an den Umbalfällen feierlich eröffnet.

Volksfeststimmung herrschte heute am 7. Juli, ab 10.15 Uhr bei den Umbalfällen in Prägraten. Vom Parkplatz in Ströden wanderten zahlreiche Besucher, darunter auch die Landtagsabgeordnete Bgm. Elisabeth Blanik, Bezirkshauptfrau Olga Reisner, Prägratens Bürgermeister Anton Steiner, Bgm. Dietmar Ruggenthaler (Virgen), Bgm. Klaus Unterweger (Kals) und Nationalparkdirektor Hermann Stotter sowie Wolfgang Retter, Franz Theurl, Werner Frömel und Klaus Michor, zur Islitzer Alm und zu der Pebellalm, um dort, am Fuße der Umbalfälle offiziell den neuen „Natur-Kraft-Weg“ zu eröffnen.

Seit rund 10.000 Jahren gräbt sich die Isel ihren Weg durch das Umbaltal im hintersten Teil von Prägraten. Jahr für Jahr schliffen sich seit dem Ende der letzten Eiszeit die tosenden Wassermassen, vom Gletscherschliff leicht milchig gefärbt, durch das harte Gestein der Hohen Tauern und formten ein Tal und viele Kolke. Letzteres sind Löcher und Mulden in den Felsen, die vom Wasser zu verschieden großen Becken gewaschen wurden.

Heute zählen die beeindruckenden Stufenfälle, neben dem Großglockner, zu den wichtigsten Aushängeschildern Osttirols und des Nationalparks Hohe Tauern. Um die Schönheit dieses Osttiroler „Wahrzeichens“ allen Besuchern näherzubringen, errichtete Wolfgang Retter 1976 dort den 1. Wasserschaupfad Europas.

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Nun, 36 Jahre später wurde das beliebte Ausflugsziel, das jährlich rund 50.000 Besucher anzieht, um mehrere Baumaßnahmen erneuert. „Nachdem der ursprüngliche Pfad in die Jahre gekommen war, wollten wir diesen `Hot Spot' des Nationalparks Hohe Tauern, im Einklang mit den Grundbesitzern, den Beteiligten vor Ort und dem Naturschutz so erneuern, dass er für die Besucher auch weiterhin ein echtes Erlebnis darstellt“, erklärt Projektbetreuer Floian Jurgeit von der Nationalparkverwaltung Tirol.

Dem pflichtete auch Nationalpark-Direktor Hermann Stotter bei der offiziellen Eröffnung des „Natur-Kraft-Weges“ bei. „Mit der Erneuerung des Weges wollen wir einen weiteren Baustein zu einem erfolgreichen Nationalpark- und Naturerlebnistourismus setzen“, so Stotter.

Ein Umstand, den Bürgermeister Anton Steiner zu schätzen weiß. „Viele Osttiroler Gäste planen in ihren Urlaub einen Ausflug nach Prägraten fix ein“, so Steiner. Allerdings kritisierte er, dass der Nationalpark die Gemeinde Prägraten bei Tourismusprojekten bislang eher stiefmütterlich behandelt habe.

Dies ist nun ein wenig anders, denn dass man die Umbalfälle jetzt noch näher bestaunen kann, verdankt man auch dem Nationalpark. Auf mehreren Stahlbalkonen und Aussichtskanzeln aus Cortenstahl kann man nun direkt über den tosenden Fällen stehen und durch die Gitter im Boden in den Schlund der Isel blicken. Ein Erlebnis, dass sich die Besucher bei der Eröffnung nicht entgehen ließen.

Insgesamt kostete der „Natur-Kraft-Weg“ 300.000 Euro. Die Kosten dafür teilen sich die EU, das Land Tirol, das Lebensministerium und der Nationalpark Hohe Tauern. Sämtliche Aufträge wurden an heimische Firmen vergeben.

Für alle die nicht vor Ort sein konnten, machte Expa-Fotograf Hans Groder tolle Bilder.

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