Hoffnungsschimmer für die Schulwerkstatt

In Ainet haben die Verantwortlichen der Bildungseinrichtung passendes Haus gefunden.

Nach nervenaufreibenden Monaten der Herbergsuche können Schulwerkstatt-Leiter Norbert Feldner und sein Betreuerteam endlich wieder lächeln.

Nach zehn Jahren Schulwerkstatt kam es zuletzt zum Worst-Case-Szenario: die reformpädagogische Gesamtschule hat kein Schulhaus mehr. 38 Kinder haben sich fürs kommende Schuljahr schon angemeldet. Eltern und Kinder sowie Schulleiter Norbert Feldner und sein sechsköpfiges Betreuerteam richteten daher zum Ende des Schuljahres einen Hilferuf an die Öffentlichkeit, der ein starkes Medienecho hervorrief.

Dieser Appell drang bis nach Ainet vor, wo sich eine Hausbesitzerin mit einem geeigneten Objekt sofort an Feldner wandte. Am 12. Juli wurde das Haus besichtigt. „Das Gebäude ist ideal für unser pädagogisches Konzept und erfüllt alle unsere Wünsche. Es ist wie ein Wunder!“ freut sich Schulleiter Feldner. Die behördlichen Abnahmen stehen noch bevor, spätestens Mitte August sollten die Bewilligungen vorliegen. Feldner steht dieser noch bevorstehenden Hürde positiv gegenüber: „Bürgermeister Karl Poppeller hat uns schon herzlich willkommen geheißen.“

Das leistbare neue Domizil in Ainet könnte zur langfristigen Heimat der Schulwerkstatt werden und nicht, wie bisher, zeitlich begrenzt und nur vorrübergehend nutzbar. „Wir sind noch ganz benommen von der plötzlichen positiven Wende,“ so Feldner, „aber ab Montag beginnen wir mit den Arbeiten am neuen Haus!“ Wenn das neue Schulhaus ab Herbst auch als solches zugelassen wird, kann sich die Gemeinde Ainet mit der Schulwerkstatt als wichtige Alternative zur allgemeinen Regelschule für alle neun Schulstufen über einen neuen Anziehungspunkt in der regionalen Bildungslandschaft freuen.

Ainets Bürgermeister Karl Poppeller zum von der Politik bislang eher wortkarg kommentierten Thema: „Die als ‚Mischgebiet‘ ausgewiesene Liegenschaft ist für eine derartige Widmung zulässig. Für die Gemeinde ist vor allem positiv, dass das betreffende Objekt nun einer neuen Verwendung zur Verfügung steht.“ Es sei nur positiv zu bewerten, so Poppeller, dass sich die über Jahre gewachsene und namhafte Bildungseinrichtung in Ainet etablieren möchte.

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