Nun hat auch Osttirol eine Bienenzucht-Station

Im Gemeindegebiet von Anras steht Osttirols erste Bienenzucht-Station.

In Osttirol werden nicht nur Pferde und Hunde gezüchtet, sondern ab sofort auch Bienen, um die Qualität und den Fortbestand der Insekten zu sichern. Im Kristeinertal wurde am Samstag, 21. Juli,  die erste „Reinzucht-Belegstelle“ des Bezirkes eröffnet, geleitet von Max Unterweger.

Voller Stolz eröffnete der Bezirksobmann der Raiffeisengenossenschaft, Abteilung Bienenzucht,  Klaus Steiner, die Fortpflanzungsstätte der fleißigen Honigproduzenten. „Früher mussten die Osttiroler Imker immer in benachbarte Regionen fahren, um ihre Königinnen von Zuchtdrohnen begatten zu lassen. Nun können die 180 Imker des Bezirks einen der 300 Zuchtkästen im Kristeinertal nutzen“, freut sich Steiner.

Als Standort eignete sich das Kristeinertal im Gemeindegebiet von Anras optimal. „Für eine neue Belegstelle muss ein bienenfreier Radius von einigen Kilometern eingehalten werden“, erklärt der Imkermeister. Gezüchtet werden Carnica-Bienen. „Wegen ihrem hohen Honigertrag, aber besonders wegen ihrer Sanftmütigkeit, zählen diese Bienenvölker nicht nur in Europa zu den beliebtesten Bienen“, weiß Imker Thaddäus Stocker.

Daher werden die gezüchteten Königinnen aus dem Kristeinertal weit über die Landesgrenzen hinaus verkauft. Rund 30 Euro müssen Interessenten für eine Königin bezahlen. Diese wird dann auf dem Postweg verschickt, in einem Plastikbehälter mitsamt Proviant und in Begleitung von fünf Bienen ihres Volkes.

Pfarrer Rupert Roalter segnete die neue Belegstelle, während die Bürgermeister Andreas Goller (Anras) und Bernhard Schneider (Assling) als Geschenk eine Statue des Heiligen Ambrosius mitbrachten. Dieser gilt als Schutzpatron der Imker. Dolomitenstadt-Fotograf Tobias Tschurtschenthaler hielt mit seiner Kamera die besten Eindrücke für unsere Leser fest.

In der Sommerausgabe unseres Printmagazins „Dolomitenstadt“ erklärt Imker Klaus Steiner wie alt Bienen werden, welche Aufgaben die Drohnen erfüllen und warum ihnen zum Sommerende hin ein grausames Schicksal blüht. Ist auch der Bezirk Lienz vom rätselhaften Bienensterben betroffen? Wieviele Bienen leben eigentlich in einem einzelnen Stock? Und wie teilen die „Spurbienen“ den „Arbeiterinnen“ mit, wo es ein lohnendes Blütenparadies gibt? All das verrät Steiner im neuen Dolomitenstadt-Magazin. Es ist im Osttiroler Zeitschriftenhandel erhältlich, mit vielen exklusiven Stories aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Szene, auf 132 wunderschön gestalteten Seiten. Man kann das Magazin übrigens auch bequem online abonnieren!


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