Matrei könnte bald ein eigenes Hallenbad haben

Das Hotel Goldried will ein öffentlich zugängliches Nationalpark-Erlebnisbad bauen.

Das Hotel Goldried in Matrei zählt mit seinen 574 Betten zu den größten Tirols. Nun wollen die Hotelbetreiber das Hotel um 200 Betten erweitern und zudem im Bereich des bestehenden Hotels und dem Parkhaus an der Goldriedstraße ein „Regionales Nationalpark-Erlebnisbad“ bauen.

Für beide Ansuchen liegen bereits rechtskräftige Sonderflächenwidmungen vor. „Die Marktgemeinde Matrei würde sich am gegenständlichen Projekt nicht direkt beteiligen, sondern nur diverse Infrastrukturleistungen dazu beitragen“, erklärt Bürgermeister Andreas Köll.

So soll das neue Nationalpark-Erlebnisbad des Goldried-Hotels aussehen.

Einige davon hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom Freitag, 20. Juli, bereits einstimmig beschlossen. So zum Beispiel, dass man für die Bestandsdauer des Erlebnisbades das Wasser für alle Schwimmbecken und Rutschen kostenlos zu Verfügung stellt.  Allerdings nur solange diese Anlagen, gegen Eintritte, auch öffentlich zugänglich sind.

Weiters sei man seitens der Marktgemeinde dazu bereit, die notwendigen Trink- und Abwasserleitungen zu installieren sowie geeignete Straßenbaumaßnahmen zu ergreifen. Zu diesen zählen unter anderem ein Wendekreis und Haltestellen für den Öffentlichen Personennahverkehr. Ein bestehendes Tiwag-Trafogebäude samt 30 KV-Leitung, mit der das Kals-Matreier-Törl mit Strom versorgt wird, könnte man ebenfalls verlegen.

Das Erlebnisbad soll auch der Osttiroler Bevölkerung zugänglich sein.

„Im Zuge der Grabungsarbeiten könnte man von der neuen Bushaltestelle einen unterirdischen Fußgängerzugang schaffen, in dem, auf Öffentlichem Gut, alle Ver- und Entsorgungsleitungen untergebracht sind“, sagt Köll. Ab der Grundstücksgrenze der Hotel Goldried GmbH sei dann diese für alle Errichtungs- und Instandhaltungskosten des Fußgängerzuganges zuständig. Insgesamt würden sich die Kosten für die Gemeinde auf 250.000 Euro belaufen. Geld, das laut Gemeinderatsbeschluss in das Budget 2013 aufgenommen werden soll.

Als Geldgeber für das Millionenprojekt fungiert unter anderem ein Investor, der im Zuge der Aktionärsversammlung in Stockholm Ende Juni 2012, in die Hotel Goldried GmbH eingestiegen ist. Dieser soll allein 10 Millionen Euro Eigenkapital für das Erlebnisbad-Projekt beisteuern. Auch für die rund 10 Millionen Euro teure Hotelerweiterung soll der neue Investor sorgen.

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5 Postings bisher
fb vor 5 Jahren

Objektivität ist gefragt. Wenn das Hotel Goldried so eine Investition plant wäre es wohl fahrlässig, wenn der Ortsbürgermeister da keine Unterstützung anböte, zudem damit den öffentlichen Zugang sichert ( sollte dann allerdings auch so sein ). Ohne Polemik - das GrandHotel in Lienz hat auch genügend Unterstützung von der Stadt Lienz erhalten, warum sollte dann Matrei nicht das Hotel Goldried unterstützen? Das Lienzer Projekt mit dem Jugendhotel hätte ja auch mit Unterstützung rechnen können.

Was generell zu hinterfragen ist - Erlebnisschwimmbad in Lienz: Was wäre die Berechtigung? Von der Tourismusseite wohl die, dass die Region Lienz ja über die Pflichtbeiträge gute Einnahmenaus dem Osttiroler Tourismus erhält und da wohl finanzieren kann. Umgekehrt, Lienz hat ja das einzige Seesschwimmbad, könnte man nicht dies ausbauen und dann eben doch jeweils ein Schwimmbad im Oberland und Iseltal in Kooperation mit Hotels planen?

senf vor 5 Jahren

osttiroler 55@ leider hast du nichts verstanden (ausser Gewehr bei Fuss und schießen, wenns die Obrigkeit befiehlt - der Sinn ist nicht nur bösartig, sondern auch selbst zu hinterfragen).

Faktum 1: vor kurzer Zeit hat Köll die Teilfinanzierung des Badprojektes in Lienz mit Landes- Bedarfszuweisungen über die Gemeinden vorgeschlagen. Er war es, der sich "Einstimmigkeit" erwartete. Nun sollen sogar drei drei Bäder entstehen. Tolles Angebot - fragt sich nur für wie lange! Zu Kölls Ehr: es sollte wohl Druck zum Lienzer Projekt entstehen (Lienz hat bereits reagiert, siehe Bericht in der Dolomitenstadt heute). Ausserdem: das Goldried-Badprojekt wurde uns in den letzten Jahren ja schon zigmal vorgestellt - ist ja nichts neues mehr, auch keine Vision, dafür Wunschdenken.

Faktum2: Es kann keine Markenzeichen "Nationalpark - Wildwasserfluss im Erlebnisbad" geben, es sei denn, man errichtet das Bad in der Iselschlucht oder im Oberlauf des Bretterwandbaches - Natur pur, viel Spass!

Faktum 3: nicht die Iseltaler Gemeinden wurden erwähnt, sondern die "Iseltaler Bürger", denen man die Abwassergebühren für kostenloses Badewasser dann aufbrummt - es sollte ja ein regionales, öffentlich zugängliches Erlebnisbad werden und da sollte doch jeder seinen Beitrag leisten.

Übrigens: vier Iseltaler Gemeinden haben die Baukosten für das kleine Klärwerk in der Unterhube bezahlt, auf den Baukostenbeitrag der Defregger Gemeinden Hopfgarten und St. Veit hat man großzügigerweise politisch sogar verzichtet - das viel zu große Klärwerk sollte ja schließlich optimal genutzt werden. Und auch das zahlen letztlich die Bürger der vier Gemeinden über die jährlichen Abwassergebühren. War wohl auch die Begründung dafür, den Geschäftsführergehalt (rund 78.000,-- €/pa) nach dem Bauabschluss neben dem BM-Job nicht zu kürzen.

In Relation zu den üblichen politischen Machenschaften auf überregionaler Ebene ist das eigentlich alles vernachlässigbar, wäre da nicht die "Wohlstandstatistik Osttirol", die ja den Bezirk mit ein Minus von 18% gegenüber der nächsten, vergleichbaren Tiroler Region auszeichnet. Also weiterhin Gewehr bei Fuss!

Osttiroler55 vor 5 Jahren

'Hallo Senf!' Gehörst wohl auch zu jener Spezies von Osttirolern, die alles an innovativen Ideen gleich einmal unreflektiert in 'Grund und Boden' kritisieren, ohne sich seriös und regional unvoreingenommen damit auseinanderzusetzen? Warum sollte es in einem Erlebnisbad in einer Nationalparkgemeinde keinen 'Nationalparkwildwasserfluß' geben, welcher sich zwischen Felsen über mehrere Etagen an Höhenunterschied hinunterstürzt und zu einem der Markenzeichen des neuen, regionalen Hotelhallenbades werden könnte? Der schwedische Architekt hat jedenfalls europaweit über 40 Erlebnisbadanlagen erfolgreich umgesetzt und weìß mit Sicherheit besser als Du, was bei internationalen wie heimischen Badegästen, vor allem Familien mit Kindern ankommt! Solltest Deinen Senf daher besser für Dich behalten oder nur kulinarisch im Würstchenbereich einsetzen, damit Du Dich nicht in den Kreis jener perspektiven-und visionslosen 'Mitbürger ' einreihst, die tagtäglich nur damit beschäftigt sind, Kerzenlichter in Osttirol sofort wieder auszublasen, sobald sie angezündet worden sìnd: Dieses 'weitblickende', evolutionär eigentlich nicht zielführende Verhalten ist nämlich einer der Hauptgründe dafür, warum wir in unserem Bezirk seit Jahren auf der Stelle treten und uns touristisch wie wirtschaftlich noch nicht so weiterentwickelt haben, wie landschaftlich - offenbar aber nicht von ihrer Mentalität her - vergleichbare Regionen...Und so einen Blödsinn, daß ausgerechnet Iseltaler Gemeinden Abwassergebühren in einer anderen Gemeinde bezahlen müßten, habe ich überhaupt noch nie gehört: Das ist einfach nur bösartig...

senf vor 5 Jahren

Kann bitte jemand sagen, was ein "Regionales-Nationalpark-Erlebnisbad" ist? Soll der Nationalpark Hohe Tauern hier zum Zahler werden (wär wohl ein schlechtes Marketingargument), solls ein Aquarium für Wasserkälber mit öffentlichen Zutritt werden, oder kommt dann sogar das "Mölltaler - Nationalpark - Urvieh" mit der Zieharmonika zur Eröffnung?

Jetzt wirds sowieso spannend. Ein Erlebnisbad für Lienz, eines für Sillian, eines für Matrei und wer sonst noch will, braucht sich nur bei Köll melden - er hilft gerne und gibt Ratschläge (z. Bsp: die laufenden Wasserkosten sollen die Matreier Gemeindebürger gemeinam zahlen - siehe Bericht oben ...). Und für die Abwasserkosten samt Anschlussgebühren? Diese dürfen dann sicher still und leise alle Iseltaler Gemeindebürger über die jährlichen Kanalgebührenvorschreibungen bezahlen - dem Herrn Geschäftsführer und BM wird dazu schon was einfallen.

Minerva vor 5 Jahren

Vielleicht bringen sie ja wenigstens in Matrei ein neues Schwimmbad zustande, dann brauchen wir wenigstens in Lienz keins mehr....