Tirol baut kräftig Schulden ab

Der Landesregierung gelang es, ein ausgeglichenes Budget zu erstellen.

Bei der Budgetklausur legte die Tiroler Landesregierung die Schwerpunkte für 2013 fest. V.l.: Ida Hintermüller, Abteilung Finanzen, LR Gerhard Reheis, LH-Stv Hannes Gschwentner, LH Günther Platter, LH-Stv Anton Steixner, LR Beate Palfrader, LR Patrizia Zoller-Frischauf, LR Bernhard Tilg, LR Johannes Tratter.

Am Dienstag, 14. August, beschlossen die Mitglieder der Tiroler Landesregierung den Budgetvoranschlag für den Landeshaushalt 2013. Dieser  sieht im ordentlichen Haushalt Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von jeweils 2.966.400.900 Euro vor. Im Oktober soll dieser Entwurf im Landtag abgesegnet werden. Damit sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung von 401 Euro im heurigen Jahr auf 395 Euro im Jahr 2013. Insgesamt soll der Schuldenstand im nächsten Jahr auf rund 278,5 Millionen Euro reduziert werden.

Damit erreicht das Land Tirol im Jahr 2013, und somit ein Jahr früher als geplant, das angestrebte Nulldefizit. „Wir sind in Sachen geordneter Finanzen und bei der Einhaltung des Stabilitätspakts ein echter Musterschüler im Bundesländervergleich“, strahlte Finanzreferent, Landeshauptmann Günther Platter, deshalb nach der Regierungssitzung.

Seit 1992 erzielt Tirol damit erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt. Und das obwohl die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Steuerreform 2008 die Budgets der vergangenen drei Jahre stark belastet hätten.

Zurückzuführen ist das prophezeite Nulldefizit auf den 2010 beschlossenen Budgetpfad, der für den Landeshaushalt unter anderem Ausgabenobergrenzen bei den Pflichtausgaben festlegt hat. Trotzdem will man weiterhin Akzente in den Bereichen Kinderbetreuung, Infrastruktur, Arbeitsplätze und öffentlichen Nachverkehr setzen. Auch in Forschung, Bildung und Soziales soll trotz strengen Sparkurses weiter investiert werden.

Wie der genaue Budgetvoranschlag der Tiroler Landesregierung für das Jahr 2013 aussieht, sehen Dolomitenstadt-Leser hier:

Download Landesbudget 2013 PDF

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2 Postings bisher
wisdom of crowds

Bei dem Tempo ist Tirol dann in ca 70 Jahren schuldenfrei, wenn nichts dazwischenkommt. Vielleicht kann dann ja auch mehr in Kunst und Kultur investiert werde, wofür ein etwas armseliges Budget zur Verfügung steht.

Pflanzerl

Große Schlagzeile - wenig dahinter! Zunächst einmal plant die Landesregierung ein Nulldefizit, und wie das mit Planungen so ist kann da viel dazwischenkommen. Von einem kräftigen Schuldenabbau kann aber ohnehin keine Rede sein. Nur weil es keine Neuverschuldung geben soll wäre das noch kein "kräftiger Schuldenabbau".