Chris Lohner will keinen Seniorenteller!

Mit hinreißendem Humor widmet sich die 67-Jährige am 25.08. dem „Älterwerden“.

Es wird ja viel für ältere Menschen – vornehm ausgedrückt: Senioren – getan. Es gibt viele Seniorenabende, Seniorenreisen, sogar eine Seniorenpartei – und eben Seniorenteller. Immerhin handelt es sich hierbei um eine Gruppe mit hoher Kaufkraft. Chris Lohner mag das alles nicht. Sie sieht sich einfach nur als Mensch und will sich nicht in eine werberelevante Zielgruppe einordnen lassen. Sie fühlt sich mit ihren mittlerweile 67 Jahre noch immer jung.

Chris Lohner kennt eigentlich fast jede/r ÖsterreicherIn: Wenn nicht von ihrer erfolgreichen Karriere als Model, Schauspielerin, ORF-Sprecherin und Moderatorin her, so vielleicht als Schriftstellerin oder als die unverwechselbare Stimme, die sogar Zugverspätungen angenehm erscheinen lässt.

Als der Regisseur und Autor Uli Brée erstmals das Buch der englischen Journalistin, Kolumnistin und Buchautorin Virginia Ironside „Nein, ich will keinen Seniorenteller. Das Tagebuch der Marie Sharp“ in die Hände bekam, dachte er, dass man diese Geschichte unbedingt auf die Bühne bringen müsste. Aber erst als er Chris Lohner traf, hatte er die perfekte Interpretin dafür gefunden. In der Buchvorlage freut sich die Titelheldin darüber, dass sie 60 wird und nun keine Volkshochschule besuchen muss. Oder andere Dinge, die Senioren angeblich so tun. Sie hasst vielmehr umtriebige Senioren. Die Hauptfigur stürzt sich viel lieber ins Vergnügen, in ihre Rolle als Großmutter und in eine neue Romanze mit ihrem alten Jugendschwarm. Es ist das humorvolle aber auch nachdenkliche Tagebuch einer Frau, die sich einerseits weigert, so zu tun, als wäre sie noch immer noch zwanzig, andererseits auch keinen Grund darin sieht, nur noch auf den Tod zu warten. Soweit die Buchvorlage, die in der Bearbeitung von Uli Brée und Chris Lohner nun auch in Lienz als szenische Lesung zu sehen ist. Der österreichweit beliebte rote Pagenkopf nimmt sich dieses Themas mit hinreißendem Humor und wunderbarer positiver Lebenseinstellung an.

„Nein, ich will keinen Seniorenteller“: Ein Abend, der jung macht am Samstag, 25. August 2012, um 20 Uhr im Schloss Bruck, Lienz.

Karten für den Abend sind im Bürgerservicebüro in der Liebburg und an der Abendkasse erhältlich. Infos und Reservierung unter 04852/600-513 oder auf der Stadtkultur Homepage www.stadtkultur.at. Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Saal der Musikschule statt, ab 19.00 Uhr ist am Veranstaltungstag wieder das bewährte „Schlechtwettertelefon“ unter 04852/600-306 besetzt.

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