Alpenverein fordert mehr Geld für Wegerhaltung

Das Wanderwegenetz könne man auf Dauer nur mit finanzieller Unterstützung erhalten.

Ein gut ausgebautes Wanderwegenetz ist für den Osttiroler Wandertourismus unabdingbar. Allerdings ist die Erhaltung der Wege äußerst kostspielig. In der Region des Nationalparks Hohe Tauern werden die Wegearbeiten zwar zu 70 % gefördert, doch ansonsten bleibt der Alpenverein auf den Kosten sitzen.

Aus diesem Grund fordert der Alpenverein in Tirol mehr öffentliches Geld für Schutzhütten und das alpine Wegenetz. Immerhin findet man alleine im Bezirk Lienz rund 2.500 km Wanderwegstrecke und 120 Alm- und Schutzhütte vor.

In Osttirol gibt es ein Wanderwegenetz von 2.500 Kilometern Länge.

„Der Erhalt der Wege ist für Tirol von unschätzbarem Wert, allerdings auch teuer und mit einem hohen Personalaufwand verbunden“, erklärt Gerald Aichner, Vorsitzender des Tiroler Alpenvereins.

Vom Land Tirol erhält der Alpenverein dafür jährlich 67.000 Euro. Allerdings nicht nur für den Bezirk Lienz allein, sondern für das gesamte Bundesland. Zum Vergleich: Allein für die Wegeerhaltung im Nationalpark Hohe Tauern schüttet die Tiroler Verwaltung des Schutzgebietes jährlich 70.000 Euro aus.

Aichner hofft darauf, dass das Land seinem Ansuchen entgegen kommt, da die Erhaltung der Wege und Hütten der Allgemeinheit und der Tourismuswirtschaft diene. „Mehr als 50 % der Sommerurlauber in Österreich kommen um in den Bergen zu wandern“, so Aichner.

Wandern und Bergsteigen wird für den Tourismus immer wichtiger, weshalb auch das Wegenetz gut ausgebaut sein muss.

Nur durch tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit und hunderttausenden Euro habe der Alpenverein die Berginfrastruktur bislang aufrecht erhalten können. Aichner: „Ohne die zusätzliche Unterstützung des Landes und der Tourismuswirtschaft ist die Instandhaltung der Wege und Hütten auf lange Sicht gefährdet.“

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