Verdächtige sprangen in die reißende Isel

Von den mutmaßlichen Serieneinbrechern im Virgental fehlt bislang jede Spur.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Virgen leuchteten mehrere Stellen entlang der Isel aus. Fotos: Expa/Groder

Als am Donnerstag, 23. August, knapp vor 23 Uhr in Virgen nach einem Starkregen die Sirenen aufheulten, vermuteten viele schon wieder ein Murenunglück. Doch für die katastrophengeprüften Gemeindebürger gab es bald Entwarnung. Zwar hatte der Einsatz für die Polizei und die Feuerwehr auch mit Wasser zu tun, aber weniger mit einer Mure, als vielmehr mit einer gewagten Flucht von zwei von vier Verdächtigen durch die Hochwasser führende Isel.

Im Vorfeld wurden die vier Männer von einem Einheimischen mittels Lichthupe angeblinkt, da diesem das Verhalten der Männer verdächtig erschien. Sofort ergriff das Quartett die Flucht, weshalb der Mann die Polizei in Matrei verständigte. Diese reagierte umgehend, da es in den Tagen zuvor immer wieder zu Einbrüchen im Virgental gekommen war.

Die Polizeibeamten fuhren daraufhin im Virger Ortsteil Niedermauern an die Isel, wo sie die vier Burschen sichteten. Diese bemerkten die Polizisten jedoch ebenfalls und flüchteten in jeweils verschiedene Richtungen.

Trotz aller Anstrengungen verlief die Suche bislang erfolglos.

Zwei der Männer sollen dabei versucht haben, den Wasserweg über die Isel zu nehmen, was sich in der Hochwasser führenden Isel, die um diese Uhrzeit den Großteil des Gletscherwassers mit sich führt, und auch noch vom Starkregen genährt wurde, als nahezu unmöglich erwies. Augenblicklich sollen beide abgetrieben worden sein. Sofort forderte die Polizei die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Virgen und der Osttiroler Wasserrettung an, um die Beamten bei der Suche zu unterstützen.

Obwohl die Feuerwehren mehrere Stellen der reißenden Isel mit großen Scheinwerfern ausleuchteten, konnten die Gesuchten bis in die Vormittagsstunden des 24. August noch nicht gefunden werden. Aus diesem Grund wird heute die Suche mit dem Polizeihubschrauber Libelle fortgesetzt. Die beiden anderen Männer sind ebenfalls noch flüchtig. Die Fahndung läuft auf Hochtouren.

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7 Postings bisher
hoidanoi vor 6 Jahren

@ wolf-c: . Ohne Seppl und Hubert zu nahe treten zu wollen - wer würde das bei soviel mitmenschlicher Größe auch in Erwägung ziehen -, so drängt sich der Verdacht auf, dass sie unter Umständen den Versprechungen des Gott-Hab-Ihn-Selig J.H. und seiner Apostel des "Nehmen ist seliger denn Geben"-Dogmas Glauben schenken und weniger ihr Charma im Blick haben. Vielleicht gehören sie eher seiner in zwei bis quasi 3 Klepotmanisektionen zerfallenen Glaubensgemeinschaft im Namen der Anständigen und Fleißigen an, als dass sie an die Wiedergeburt glaubten. Wobei das eine das andere nicht zwingend ausschließen muss. Dennoch, Wiedergeburt und Jenseitiges, ausländischer Hokuspokus geradezu, können einen aufrechten Hilfeverweigerer im Geiste nicht schrecken, ganz besonders in der Güterabwägung zwischen Menschenleben und Monetärem. Ob sie wirklich so weit gingen, einen Menschen ersaufen zu lassen, wage ich zu bezweifeln. Diese Wahrscheinlichkeit halte ich für gering. Pikant wäre die Möglichkeit, dass beide den Law-And-Order-Versprechern rechts der Seitenlinie gerne die Stimme geben, um diesen wiederum die Möglichkeit zur Selbstbedienung frei Haus zu liefern. . Was aber alles nur graue Theorie ist, kennen wir doch die beiden nicht. Weswegen eine derartige Punzierung ungerecht, böse und gemein wäre. Was wir jedoch bis jetzt von ihnen kennen, lässt ein Kennenlernen wenig reizvoll erscheinen. . Frau Ruggenthalers Kommentar in Sachen Hirnlosigkeit findet sich übrigens nicht mehr in der Online-Ausgabe der KZ . Vielleicht, weil wieder Verstand in die Redaktionsstube eingezogen ist. Was ihr sehr zu Wünsche wäre.

wolf_c vor 6 Jahren

... vielleicht kommen der seppl und der hubert das nächste Mal in Albanien oder Somalia auf Welt ... viel Glück dann auch ...

seppl17 vor 6 Jahren

kleinformat hin kleinfomat her - es waren offensichtlich (menschen) die sich auf kosten fleisiger virgentaler bürger bereichern wollen - außerdem haben sie sich freiwillig in lebensgefahr begeben. aber @hoidanoi es hindert dich niemand nachzuspringen und sie zu retten damit sie dich bei nächster gelegenheit bestehlen können.

hoidanoi vor 6 Jahren

@ Melissa . Kleinformatige finden sich, wie weiter unten zu sehen ist. Ob Seppl oder Michaela, beide setzen dem Ganzen die Krone auf, womit sich medial wie menschlich Kreis im Kleinformat schließt.

MelissaM vor 6 Jahren

Zwei junge Männer – im schlimmsten Fall kleine Diebe – springen in einen reißenden Fluss und die Kommenatorin der Kleinen Zeitung regt sich über die Sirene bei der Alarmierung der Feuerwehr auf! Da bestand doch Lebensgefahr. Aber die selbst ernannten Seppl-Sheriffs schreiben "Verbrecher" und wollen die Rettungsaktion abblasen! Fehlt nur noch, dass ihr einen 21 Jahre jungen Mann, der ganz sicher ein armer Teufel ist kläglich ersaufen lasst, weil er womöglich 400 Euro geklaut hat, wie man jetzt nachlesen kann! Ich für meinen Teil hoffe, dass die Retter und Feuerwehrleute weiterhin so konsequent versuchen, Menschenleben zu retten, ohne nach Nationalität oder Strafregisterauszug zu fragen.

hubert vor 6 Jahren

@ seppl17: Bin ganz deiner Meinung! Heutzutage schaut ma schon mehr auf die Verbrecher, als auf die Opfer.... leida!

seppl17 vor 6 Jahren

Frau Ruggenthaler schreibt in der Kleinen Zeitung wie Hirnlos die Sirenenarlamierung in diesem Fall ist. Ich möchne noch nachsetzen muss man für Verbrecher die selbst in die Hochwasserführende Isel springen überhaubt die Feuerwehr alarmieren?