Sponsoren für Gipfelkreuz am Großvenediger gesucht

Kreuz wurde aus Sicherheitsgründen abgebaut. 

Die Bergrettung Prägraten am Großvenediger betreut seit über 30 Jahren das Gipfelkreuz auf dem Großvenediger (3.666). Immer wieder musste das sieben Meter hohe Gipfelzeichen überstellt werden. Seit 2005 findet es in einer Holzumfriedung Halt, die mit Schnee und Eis gefüllt war.

Am 20. August 2012 informierte ein Virger Bergführer die Bergrettung Prägraten, dass das Kreuz unterhalb der Umfriedung bereits stark ausgeapert sei, und erhöhter Handlungsbedarf bestehe.

Da die Gefahr drohte, dass das Kreuz umstürzen könne und dadurch auch Menschen in Mitleidenschaft gezogen würden, stellte man umgehend bei der Polizei ein Ansuchen um Gefahrenvorsorge. Alpinpolizist Franz Riepler und sechs Mitglieder der Bergrettung Prägraten flogen mit dem Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“ zum Lokalaugenschein auf den Gipfel.

Dort bot sich den Männern ein besorgniserregendes Bild. Der Fußsockel befand sich bereits 1,50  Meter über dem Boden. Umgehend wurde das Kreuz mit Stahlseilen gesichert. Dabei wurden nordseitig mittels Dampfsonde Löcher in das Eis geschmolzen um eine stabile Verankerungen zu erhalten.

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Die sieben Jahre alte Holzumfriedung wurde abgetragen, da auf dem Gipfel kein Firn mehr für die Stabilisierung des Kreuzes vorhanden war. Das Gipfelkreuz selbst wurde am 24. August vom Sockel geholt.

Nun will die Prägratner Bergrettung das Kreuz im Bereich des endenden Westgrates, der ebenfalls eisfrei wurde, im Fels zu verankern. Die Entfernung vom alten zum neuen Standort beträgt lediglich 15 Meter.

Da für die Wiedererrichtungsarbeiten mehrere Transportflüge mittels Hubschrauber notwendig sind, bemüht sich die Bergrettung derzeit um die entsprechenden Genehmigungen.

Mit der Wiedererrichtung des Kreuzes und der Verankerung im Fels sind hohe Kosten verbunden. Allein für  die Sicherungsarbeiten und Niederlegung des Kreuzes wurden über 160 Stunden aufgewendet.

Daher bittet die Bergrettung Prägraten all jene um finanzielle Unterstützung, denen das Kreuz am Gipfel des Großvenedigers am Herzen liegt. Die Kontonummer lautet 2.218.170, BLZ 36378, Raiffeisenbank Matrei i.O./Filiale Prägraten a.G., Stichwort: Wiedererrichtung Gipfelkreuz am Großvenediger.

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2 Postings bisher
thomas vor 5 Jahren

Ein Trauerspiel ist das mit dem Gletscherschwund. Es hat Zeiten gegeben, da konnte man fast auf dem Querbalken des Gipfelkreuzes sitzen und jetzt muss es umgelegt werden um nicht abzustürzen! Einfach brutal, bald ist der Gipfel des Venedigers auch noch eisfrei...

wiederdahoame vor 5 Jahren

Wir waren selbst 2010 am Gipfel des Großvenedigers und es hat mich jetzt echt erstaunt, wie weit hier die Gletscherschmelze fortgeschritten ist, sodass das Fundament freigelegt wurde.

Ein Gipfelkreuz sollte eine Selbstverständlichkeit sein, nur ob es reicht, all jene um Unterstützung zu bitten, denen das Kreuz am Herzen liegt, scheint mir fraglich. Hier wären die Nationalparkregion Großglockner-Großvenediger, die Nationalparkverwaltung und auch das Land Tirol gefordert, schnellstmöglich die finanziellen Mittel bereit zu stellen. Alles andere, das an Spenden einlangt, sollte der Bergrettung zugute kommen, die oft genug für Wanderer und Bergsteiger in dieser Region ihr Leben riskiert.