Impfgürtel soll die Tollwut von Osttirol fernhalten

Über 15 Osttiroler Gemeinden werfen am Montag Flugzeuge Impfköder gegen die Tollwut ab.

Nachdem die Füchse den Köder gefressen haben, geht der Impfstoff auf das Tier über.

Am Montag, 17. September, beginnt in Osttirol letztmalig eine groß angelegte Tollwutimpfaktion für Füchse. Rund 16.000 Impfköder von einem Flugzeug über Abfaltersbach, Amlach, Anras, Assling, Ausservillgraten, Innervillgraten, Kartitsch, Lavant, Leisach, Obertilliach, Sillian, Strassen, Tristach, Untertilliach und Heinfels abgeworfen. Zwei mal pro Jahr wurde diese Aktion seit 2009 durchgeführt.

„Wir haben in den vergangenen drei Jahren konsequent am Schutz vor Tollwut gearbeitet. Die Bemühungen waren erfolgreich“, erklärt LH-Stv Anton Steixner. Am Aufbau des wirksamen Impfschutzegürtels haben auch Kärnten und Italien mitgewirkt, wo ähnliche Aktionen durchgeführt wurden.

Die 20 Gramm schweren Köder bestehen aus einer Kapsel, in denen der Impfstoff in einer graubraunen Masse aus Rindertalg und Fischmehl enthalten ist. Abgeworfen werden die Köder von erfahrenen Piloten, die darauf achten, dass die Köder nicht direkt auf Häuser, Straßen oder Plätze fallen.

So sehen die Köder aus. Sie sind für Menschen und Tiere ungefährlich. Foto: Land Tirol

Sollte es trotzdem vorkommen, dass Köder in bewohntes Gebiet fallen, sollten diese mit einem Plastikhandschuh aufgenommen und in den Tierkörpersammelstellen der jeweiligen Gemeinde abgegeben werden.

Eine Aufnahme der Impfköder durch Haustiere ist ungefährlich, kann aber beim Schlucken der Aluminiumkapseln zu Problemen im Magen-Darm-Trakt der Tiere führen. Vor allem Hundebesitzer sind daher aufgefordert, ihre Vierbeiner in den Auslagegebieten an die Leine zu nehmen.

Die Gefahr für Menschen ist sehr gering. Sollte dennoch der Fall eintreten, dass eine Kapsel platzt und der Impfstoff in Kontakt mit den Schleimhäuten oder mit offenen Wunden kommt, wird empfohlen einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen.

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