King Köll und die Stadt am Speicherteich

Lienz verliert zunehmend an regionalpolitischer Bedeutung. Ein Kommentar.

Andreas Köll. Foto: Martin Lugger

Bei der Aufsichtsratssitzung des TVB Osttirol am 9. September zeigte der Matreier Bürgermeister Andreas Köll einmal mehr, warum ihn das Echomagazin einst „König von Osttirol“ nannte. Mit aller Wucht, die Köll in die Waagschale werfen kann, putzte er die Lienzer Schwimmbadwünsche vom Tisch, bediente zugleich seinen Arbeitgeber Heinz Schultz, schloss die Reihen im Oberland und stellte klar, dass Franz Theurl bestenfalls auf dem Papier den Tourismusverband leitet und auch sonst wenig zu sagen hat.

Gemeinsam mit Vorstandskollege Josef Lugger – ein selten erwähnter und doch zentraler Machtpokerer hinter den Kulissen – drückte Köll weitere fünf Millionen Euro Schulden in das TVB- Budget für 2013, zwei davon für „sein“ Matreier Großschwimmbad.

Als Watschenmänner dürfen Obmann Franz Theurl und Aufsichtsratsvorsitzender Werner Frömel wieder einmal achselzuckend die Wange in den Medienwind halten und den Rechenstift spitzen. Sie müssen zu den zehn Millionen TVB-Schulden fünf weitere dazuzählen und sich bis zur Budgetpräsentation im November eine Bedeckung der Annuitäten austüfteln. Das wird lustig!

Während Bezirksobfrau Olga Reisner den Matreiern kein einziges Darlehen mehr genehmigt, hat deren Bürgermeister gute Chancen, vom Duo  Platter/Föger trotz Säbelrasseln am Ende doch einen Sanktus für den nächsten Millionencoup zu kriegen. Geld für Schultz sitzt immer locker – siehe Rechnungshofbericht – und vor der Landtagswahl liegen die Nerven blank.

Und dann war da noch was …. ach ja, der Rücktritt von Reinhard Tiefenbacher. Er ist ein Symbol für die schwindende regionalpolitische Kraft der Stadt Lienz. Auch Tiefenbacher ist ein Watschenmann, wie die Postings unter der Rücktrittsmeldung beweisen.

Statt in den maßgeblichen Fragen der Regionalentwicklung die Führung zu übernehmen, kraftvoll die eigene Position als Bezirkszentrum zu definieren, mit Professionalität und Planungskompetenz zu punkten, zieht sich die Stadt Lienz immer mehr hinter die eigenen Mauern zurück. Niemand weist Köll in die Schranken, obwohl es ein Leichtes wäre.

Die Lienzer Bergbahnen haben ein gutes Sommerergebnis vorzuweisen. Für die Finanzierung des Speicherteiches auf dem Zettersfeld ist eine Bedeckung durch 0,25 Cent mehr Aufenthaltsabgabe bereits fixiert. Lienz ist im Gegensatz zu Matrei auch nicht praktisch pleite, sondern hat einen recht soliden Haushalt.

Und dennoch hauen die Stadtpolitiker mitsamt Bürgermeisterin Elisabeth Blanik nicht auf den Tisch, wenn der Matreier Machtmensch wieder einmal kräftig zulangt. Wenn jetzt nicht sofort alle Gemeinderatsfraktionen gemeinsam laut und deutlich Klartext in Richtung Matrei sprechen, dann steht das Hallenbad in den Sternen und der Sonnenstadt  bleibt am Ende ein Speicherteich.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

25 Postings bisher
hoidanoi vor 5 Jahren

Penibel könnt man's auch nennen. Und weil ich so genau lese, sei zitiert "die bei dieser kleinen Schrift für mich schwer zu lesen sind" - was Verstehen verunmöglichen kann, wenn schon schwer zu lesen.

CC vor 5 Jahren

Hoi hoidanoi! Da du ja immer alles so genau nimmst.... . Du hast aber schon gelesen und verstanden, dass anton2009 geschrieben hat, dass die kommentare für ihn schwer zu lesen sind.... . In diesem Sinne, hoi hoi hoi

hoidanoi vor 5 Jahren

lieber anton2009 - im rechten unteren Eck Deines Bildschirms kannst du die das Ercsheinungsbild Deines Bildschirms einstellen und bei Bedarf vergrößern. Wie Du allerdings Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit von Beiträgen bemisst, die Du laut eigener Angabe nicht lesen kannst, da ist guter Rat natürlich teuer.

anton2009 vor 5 Jahren

Sinnlos lange Beiträge von "!Mottiga" und "hodanoi", die bei dieser kleinen Schrift für mich schwer zu lesen sind! dolomitenstadt.at sollte die Beiträge auf max. 150 Wörter beschränken! In der Kürze liegt bekanntlich die Würze!

Hilda vor 5 Jahren

@Leonhard Du warst natürlich bei der Sitzung dabei, weil du so genau über jedes Wort Kenntnis hast. Geh, Hartl, wirds dir nicht langsam zu blöd, AK s Ergüsse unter deinem Namen zu bringen?

blubla vor 5 Jahren

@motinger: Ins Treffen führen muss man natürlich auch die, seitens der Tauernregion nicht immer ganz freiwillig erbrachten Nutzungsverzichte beim Nationalpark Hohe Tauern (mögliches Gletscherschigebiet am Großvenediger oder diverse größere Kraftwerke, welche in ganz Nordtirol Impulse der dortigen Tourismusentwicklung waren).

?? was schreibst du da bitte?? welcher Idi...... würde am Großvenediger ein Gletscherskigebiet bauen? Stell dir vor man geht im Sommer ins wunderschöne Innergeschlöß und da würden alles Lifte auf den Venediger hinauf fahren??!! Sicherlich sinnvoll!

Und dem Schwedenhotel würde eine Sanierung eher gut tun, als ein Ausbau... aber ich bin ja kein Fachmann...

hoidanoi vor 5 Jahren

Um soonigs Wunsch gleich zu entsprechen: Danke für mottigers hingebungsvolle Ausführungen, die leider nur keinen Newswert haben. Dankenswerter Weise bestätigt er die Abgänge, die er erst als Behauptung bezeichnet, um dann postwendend zu bestätigen, dass sie real existieren: "gehören somit bereits seit dem heurigen Jahr der Vergangenheit an". Wobei diese Vergangenheitsform eher dem Begriff der Behauptung gerecht wird, wächst die Nächtigunszahl doch weit unter den Erwartungen, die in das Projekt seit Beginn gesteckt wurden. Es wäre höchst wünschenswert, würden sich die Hoffnungen nun mit dem Gradonna Projekt endlich realisieren. Bis dato sind nur die Abgänge real. Für die erst das Land mit berühmt berüchtigten "Marketingbeiträgen" (Allheilmittel für und gegen eh alles) und seit Auflösung des Fusionsvertrages der Gesamtverband aufkommen darf. . Dass die Nächtigungsabgabe nicht mehr erhöht werden kann, liegt vor allem daran, dass sie schon am Höhepunkt des gesetzlich möglichen Spektrums angelangt ist. Insofern muss AK auf die eventuelle Nächtigunszuwächse aus Neu-Betten setzen. Er verkauft diese Nichterhöhbarkeit dann aber flux als quasi generösen Akt. Kann man machen. Fällt aber dennoch auf. . Die von AK erstmals benannten Kriterien sind gute Krierien. Warum mit dem Beschluss von Projekten im Aufsichtsrat derartige Eile an den Tag gelegt wird, wenn in keinem der Fälle die erst angeführten Kriterien erfüllt sind, wird seinerseits nicht erklärt. Dahinter wahltaktische Gründe zu vermuten, liegt nahe. Besonders interessant wird's bei den Ausführungen, dass alle Eingaben an den AR einstimmig vom Vorstand beschlossen worden seien. AK führt nicht aus, warum der Obmann, der dem Vorstand vorsteht, selbst gegen die Abstimmung Position bezieht. AK zieht sich auf die Position der Einstimmigkeit zurück, von der wir nicht wissen, wie sie zustande gekommen ist. Waren nur er und Lugger sich Theurls Abwesenheit einig? . Es wäre schön, ließen sich alle Projekte umsetzen. Sie jetzt aber schon aus wahltatkitschen Erwägungen einem zukünftigen Vorstand aufzwingen zu wollen, ist so peinlich wie unnötig. . Danke mottinger für Deine Ausführungen, die mehr Licht in die Angelegenheit gebracht haben. Mögen sich Deine Hoffnungen erfüllen. Nur sollte Faktenlage nicht mit Wunschdenken verwechselt werden. Auch ist, besonders bei der starken Nähe, die Du zu Andreas hast, ein gesundes Maß an Skepsis bei all seinen Aussagen angebracht. Selig, die nicht sehen und doch glauben, ist ein Grundsatz, der in religiösen Angelegenheiten hilfreich sein mag. In der real existierenden Marktwirtschaft hingegen empfiehlt sich der alte Lenin Sager: Vertrauen ist Gut, Kontrolle ist besser. . P.S.: Copy and Paste ist schon einem weit bekannteren Konservativen zum Verhängnis geworden.

soonnig vor 5 Jahren

bin eifriger dolomitenstadt-leser und würde mir wünschen, dass kommentare eine gewisse 'zeichen'-menge einfach nicht überschreiten dürfen. mottingers wortwucht ist ja nicht mehr zu fassen.

mentos vor 5 Jahren

Mottinger schreibt >> Ich fühle mich daher als Vorstandsmitglied des TVB Osttirol zu folgenden Klarstellungen veranlasst: ... << Da hat wohl dann jemand anderes auf "Kommentar abschicken" geklickt ... als KA in Assling war?!?! ... Investitionen hin oder her ... das tragische am Ende des Tages ist ... dass wieder kein Geld für die Tourismuswerbung übrig ist!!!

Mottinger vor 5 Jahren

Lieber hoidanoi, lieber sewasche!

Auf Ihre Feststellungen, Mutmaßungen und Fragen darf ich gerne antworten:

Ich bin nicht der, den Sie hinter dem Pseudonym „Mottinger“ vermuten, denn der war zum Zeitpunkt meines gestrigen postings gerade in Assling als Landesvertreter bei der dort stattgefundenen Jubiläumsfeier „25 Jahre Sozial- und Gesundheitssprengel“. Ich stelle aber überhaupt nicht in Abrede, zum hochmotivierten „Umfeld“ des Matreier Bürgermeisters zu gehören. Daher bin ich auch gerne bereit, auf der Basis einer persönlichen Nachfrage bei Dr. Andreas Köll die Frage zu beantworten, „wie es denn um die jährlichen Abgänge der Tauernregion aus dem ebenso tollen, wie auch finanzintensiven Förderabenteuer rund um die Ski-Schaukel-Kals-Matrei bestellt sei?“ Das, insbesondere auch vom Matreier Bürgermeister über 2 Jahrzehnte unermüdlich vorangetriebene Schischaukel-Projekt hat sich zwischenzeitlich wohl unbestritten zur Top-Erfolgsstory im Osttiroler Tourismus entwickelt, ist es doch gelungen, mit der Familie Schultz einen Privatinvestor zu finden, welchen man auch in allen anderen zukunftsorientierten österreichischen Tourismusregionen mit offenen Armen empfangen würde. Neben Sillian und St. Jakob in Defereggen haben sich insbesondere die Investitionen in Matrei und Kals, aber auch in Virgen und Prägraten bezahlt gemacht. Ohne die massiven Steigerungen der Winterübernachtungen würden sich die Rückgänge im Sommer noch negativer auf das Gesamttourismusjahr auswirken. Bei der Schischaukel Kals-Matrei wurden von den beiden Vorgängergesellschaften in Matrei und Kals bis 1994 bzw. 2005 rd. 40 Mio. Euro investiert. Die von Andreas Köll nach Matrei und Kals geholte Familie Schultz hat zwischenzeitlich rd. 45 Mio. Euro in das nunmehr größte Osttiroler Schigebiet investiert und setzt derzeit in Kals mit dem Gradonna Mountain Resort gerade die größte Tourismusbaustelle Österreichs um. Auch dort wird man nicht weit von 45 Mio. Euro entfernt sein. Das bedeutet alleine in Matrei und Kals eine Gesamtinvestitionssumme von rd. 130 Mio. Euro, wozu wohl Landesförderungen von rd. 12,5 % wohl mehr als gerechtfertigt sein dürften. Man sollte sich einmal vorstellen, wie sich Osttirol touristisch ohne diese schitechnischen Maßnahmen in Sillian, St. Jakob in Defereggen, aber auch Kals-Matrei entwickelt hätte.

Ins Treffen führen muss man natürlich auch die, seitens der Tauernregion nicht immer ganz freiwillig erbrachten Nutzungsverzichte beim Nationalpark Hohe Tauern (mögliches Gletscherschigebiet am Großvenediger oder diverse größere Kraftwerke, welche in ganz Nordtirol Impulse der dortigen Tourismusentwicklung waren).

Die von hoidanoi immer wieder behaupteten, jährlichen Abgänge der Tauernregion gehören somit bereits seit dem heurigen Jahr der Vergangenheit an und werden mit Inbetriebnahme von tatsächlich 650 neuen Betten im Gradonna Mountain Resort Kals und im AlpinPark Matrei (wechselseitige Vermietung) mindestens 100.000 zusätzliche Übernachtungen bereits im kommenden Tourismusjahr lukriert, welche wiederum ganz Osttirol zugute kommen. Derartige neuen Kapazitäten bringen daher keine „Eventualeinnahmen“, sondern sind nachweislich besser dazu geeignet, für die Sicherheit von Mehreinnahmen zu sorgen, als die Aufenthaltsabgaben für bestehende Beherbergungsbetriebe zu erhöhen...

Alleine die aus den neuen Betten resultierenden, zusätzlichen Kurtaxeneinnahmen (Beitrag der Gäste für die Infrastruktur) werden rd. 200.000,-- bis 250.000,-- Euro pro Jahr für den TVB Osttirol erbringen. Mit einem Teil davon wird es auch definitiv möglich sein, eine tatsächlich nachweisbare Gegenfinanzierung zum regionalen Projekt „Nationalparkerlebnisbad“ zu leisten. Dieses wird die Gesamtinvestitionssumme im Großglocknerresort Kals-Matrei durch den Einstieg eines privaten Investors im Hotel Goldried auf rd. 160 Mio. Euro erhöhen (rd. 20 Mio. Euro für „Nationalparkerlebnisbad“ und Tiefgaragen sowie rd. 10 Mio. Euro für weitere 200 Betten, womit das Hotel Goldried mit dann 740 Betten zum größten Tiroler Beherbergungsbetrieb aufsteigen wird). Der Privatinvestor wird alleine rd. 10 Mio. Euro Eigenkapital einbringen und den neuen Hotelbau finanzieren.

Auch diese zusätzlichen Übernachtungen werden wieder dem gesamten Osttiroler Tourismus zugutekommen, da beispielsweise mehrere Tausend Gäste des Hotels Goldried pro Jahr u.a. auch den Osttirodler am Hochstein in Lienz und andere Osttiroler Highlights frequentieren oder in die Bezirkshauptstadt zum Einkaufen fahren.

Den Wissensdurst von hoidanoi bin ich gerne auch bereit, durch nachstehende Unterlage zu stillen, welche Dr. Andreas Köll gestern Abend an alle Osttiroler Medien und wichtigen Entscheidungsträger übermittelt ließ. Diese hat weitere sachliche Informationen über zukünftige Bezirksprojekte und deren geplante Mitfinanzierung durch den TVB Osttirol zum Inhalt und ist dazu geeignet, weitere offene Fragen zu beantworten. Dies sollte aber im nachfolgenden, eigenen Beitrag geschehen.

Mottinger vor 5 Jahren

Weiter Antworten auf die Fragen von hoidanoi

„Bei der AR-Sitzung am 09.10.2012 waren neben den 12 Aufsichtsräten (entschuldigt Werner Hamacher und Dipl.-VW. Erich Mair) auch alle 4 (im AR gleichfalls nicht stimmberechtigte Vorstandsmitglieder) anwesend.

In dieser AR-Sitzung wurde eingangs der Tagesordnungspunkt Rechnungsabschluss 2011 im Beisein von Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Mag. Dr. Josef Vergeiner präsentiert und mit nur einer Gegenstimme zur Annahme durch die Vollversammlung empfohlen. Der Abschlussprüfer hielt in seinem Prüfbericht fest, dass durch die, im ersten Quartal 2012 wirksame Rückführung des Aktienpaketes an der Lienzer Bergbahnen AG die bilanzmäßige Überschuldung des TVB Osttirol weitestgehend ausgeglichen werden konnte:

‚Der Abschlussprüfer weist auch ausdrücklich darauf hin, dass nach dem Bilanzstichtag mit Abtretungsvertrag vom 19.01.2012 das Aktienpaket der Lienzer Bergbahnen AG vom Tourismusverein Lienzer Dolomiten an den Tourismusverband Osttirol rückübertragen und damit ein Großteil der Überschuldung beseitigt wurde. Die Überschuldung hat sich nach dem Bilanzstichtag in einem Ausmaß von rd. 6,2 Mio. Euro verringert. Weiters erfolgte im Kalenderjahr 2012 (Buchungsstand 24.9.2012) keine Neuverschuldung und die Finanzkraft des Verbandes wurde durch eine Erhöhung der Aufenthaltsabgabe ab dem Kalenderjahr 2012 um rund € 300.000,-- gestärkt.‘

Per 31.12.2011 wies der TVB Osttirol laut geprüfter Bilanz längerfristige Bankverbindlichkeiten in Gesamthöhe von rd. 8,42 Mio. Euro auf, welche sich wie folgt auf die 4 Regionen verteilen:

Region ‚Lienzer Dolomiten‘: rd. 4,895 Mio. Euro mit einer Jahresannuität 2012 von rd. 584.520,-- Euro Region ‚Hochpustertal‘: rd. 1,195 Mio. Euro mit einer Jahresannuität 2012 von rd. 145.300,-- Euro ‚Nationalparkregion Hohe Tauern‘: rd. 2,2 Mio. Euro mit einer Jahresannuität 2012 von 324.360,-- Euro sowie Region ‚Defereggental‘: rd. 136.000 Euro mit einer Jahresannuität 2012 von 24.152,-- Euro.

Dazu kamen noch kurzfristige Verbindlichkeiten für den Gesamtverband in Höhe von rd. 584.000,-- Euro, womit sich gesamt rd. 8,9 Mio. Euro ergeben (inklusive diverse Annuitätenbeitragsverpflichtungen).

Zu diesen Bankverbindlichkeiten werden in den Rechnungsjahren 2012 bis 2014 laufende Annuitäten geleistet, wobei die Schuldentilgungen 2012 rd. 772.000,-- Euro, 2013 rd. 800.000,-- Euro und 2014 rd. 830.000,-- Euro unter der Annahme gleichbleibender Zinssituation betragen werden. Ohne Darlehensneuaufnahme wird somit der Schuldenstand des TVB Osttirol (längerfristige Bankverbindlichkeiten) jedenfalls um rd. 2,4 Mio. Euro reduziert werden können.

Seitens der Tourismusabteilung des Amtes der Tiroler Landesregierung unter Leitung von Dr. Gerhard Föger wurde der TVB Osttirol mehrfach aufgefordert, neben anderen - sich vor allem aus der Fusion ergebenden Konsolidierungsmaßnahmen, welche zwischenzeitlich weitestgehend erfolgreich umgesetzt werden konnten - auch einen mittel- und langfristigen Infrastrukturplan mit zeitlicher Prioritätenreihung auszuarbeiten und der Aufsichtsbehörde vorzulegen. Darin sollten nur jene, von den vier Teilregionen zu nominierenden Infrastrukturvorhaben aufgelistet werden, welche von bezirksweiter Bedeutung sind und nur deshalb überhaupt für eine TVB-Beteiligung in Frage kommen würden.

Aufgrund der bestehenden Finanzsituation war allen Beteiligten klar, dass – im Unterschied zu den 5 Jahren der noch laufenden Funktionsperiode 2008 bis 2013 – nur mehr die wichtigsten Vorhaben mit der höchsten touristischen Relevanz bedienbar sein werden.

Gemäß, im Aufsichtsrat des TVB Osttirol beschlossener, neuer Geschäftsordnung und daraus resultierender Grundsatzbeschlüsse, dürfen zukünftig Beiträge zu Infrastrukturvorhaben nur mehr unter den klaren Bedingungen erfolgen, dass für jedes einzelne Projekt ein nachgewiesener Gesamtfinanzierungsplan mit schriftlichen Förderzusagen, verbindliche Angebote, alle erforderlichen behördlichen Bewilligungen sowie eine aufsichtsbehördliche Genehmigung im Falle einer Darlehensaufnahme, Aufenthaltsabgabenerhöhung oder eines einzugehenden Beteiligungsvertrages vorliegen müssen.

Der wichtigste Punkt der neuen Budgetgrundsätze liegt aber darin, dass jede der vier Teilregionen im Falle von erforderlichen Darlehensaufnahmen für Infrastrukturvorhaben nachweisen kann, dass die dafür anfallenden Annuitäten in voller Höhe durch eine zweckgebundene Gegenfinanzierung bedeckt werden können: Dies kann einerseits durch eine entsprechende, anteilige Erhöhung der Aufenthaltsabgaben erfolgen (womit auch Gäste in Form der Ortstaxe einen Beitrag zur bezirksweiten Infrastruktur leisten) oder aber durch entsprechende Mehreinnahmen im Bereich der Aufenthaltsabgabe durch neue Beherbergungskapazitäten (Nächtigungssteigerungen) oder entsprechende, nachweisbar getroffene, regionsrelevante Einsparungen. Pflichtbeiträge dürfen somit für die Finanzierung der neuen Infrastruktur nicht mehr herangezogen werden.

Mit diesen einstimmig beschlossenen Budgetierungsgrundsätzen sollte gewährleistet werden, dass es durch neue Beiträge für Infrastrukturleistungen zu keiner Mehrbelastung bzw. Verschlechterung der Finanzsituation für den TVB Osttirol kommen kann und eine zunehmende Schwerpunktsetzung bzw. Mittelumschichtung in Richtung Marketing möglich ist.

In weiterer Folge wurde am 23.07.2012 ein bezirksweiter Infrastrukturplan mit zeitlicher Prioritätenreihung und Einstufung der jeweiligen touristischen Relevanz für die einzelnen Projekte einstimmig im Vorstand beschlossen und gleichfalls einstimmig in der AR-Sitzung vom 26.07.2012 genehmigt: Darin sind alle, seitens der vier Teilregionen gemeldeten Vorhaben von bezirksweiter Bedeutung angeführt.

In der AR-Sitzung vom 09.10.2012 wurden nunmehr – gleichfalls über einstimmigen, schriftlich vorliegenden Antrag des Vorstandes – folgende Punkte auf die Tagesordnung gebracht, worin es bereits um die konkrete Umsetzung der vier zeitnächsten beantragten Vorhaben (je eines pro Teilregion) gehen sollte.

I) Region ‚Lienzer Dolomiten‘: 1,5 Mio. Euro für Ausbau der Beschneiungsanlagen im Schigebiet ‚Zettersfeld‘, Darlehensaufnahme Ende 2013, 15 Jahre Laufzeit mit erster, budgetrelevanter Halbjahresannuität per 30.06.2014 – anteilige Erhöhung des Aktienkapitals und der Aufenthaltsabgabe unter der Bedingung einer Finanzierungsbeteiligung seitens der Stadtgemeinde Lienz in Höhe von mindestens 1,0 Mio. Euro. Die anteilige Gegenfinanzierung soll über Vorschlag der Region ‚Lienzer Dolomiten’ über eine zweckgebundene, anteilige Erhöhung der Aufenthaltsabgabe in Höhe von 0,25 Euro ab dem Jahre 2014 erfolgen. Die Investitionskosten dürfen laut ergänzendem Antrag eines AR-Mitgliedes den Betrag von 4,2 Mio. Euro nicht übersteigen.

II) Region ‚Hochpustertal’: 1,5 Mio. Euro für Ausbau des Schigebietes ‚Golzentipp’ mit einer 8-er Einseilumlaufbahn, Darlehensaufnahme 2015, 15 Jahre Laufzeit mit erster, budgetrelevanter Halbjahresannuität per 30.06.2015 – stiller Beteiligungsvertrag mit jährlich anteiliger Abschreibung im Verhältnis zu den Darlehenstilgungen – Bedeckung durch anteilige Erhöhung Aufenthaltsabgabe in der dazu erforderlichen Höhe ab dem Jahre 2015.

III) Region ‚Nationalpark’: 2,0 Mio. Euro für ‚Nationalparkerlebnisbad’ beim Hotel ‚Goldried‘, Darlehensaufnahme Ende 2013, 15 Jahre Laufzeit mit erster, budgetrelevanter Halbjahresannuität ab 30.06.2014 – stiller Beteiligungsvertrag an der neuen Badgesellschaft mit jährlich anteiliger Abschreibung im Verhältnis zu den Darlehenstilgungen – Bedeckung durch Mehreinnahmen Aufenthaltsabgabe infolge gesicherter Ausweitungen der Bettenkapazitäten in Kals und Matrei um mindestens 650 Betten ab Dezember 2012, mit jährlichen Mehreinnahmen von mindestens rd. 200.000,-- Euro ab dem Jahre 2014.

IV) Region ‚Defereggental’: 0,15 Mio. Euro (0,3 Mio. Euro bereits beschlossen) für ‚Therme Defereggental’, Darlehensaufnahme im Rechnungsjahr 2012, 15 Jahre Laufzeit mit erster, budgetrelevanter Halbjahresannuität ab 30.06.2013 – Bedeckung durch Mehreinnahmen Aufenthaltsabgabe bzw. anteilige Erhöhung der Aufenthaltsabgabe in der erforderlichen Höhe ab dem Jahre 2014.

Zu diesen Anträgen des Vorstandes lagen bei den Projekten ‚Erweiterung Beschneiung Zettersfeld’ und ‚Nationalparkerlebnisbad’ auch zwei ergänzende Anträge der berührten Regionen ‚Lienzer Dolomiten’ und ‚Nationalpark Hohe Tauern/Osttirol’ vor, wobei seitens der Region ‚Lienzer Dolomiten’ nur ein Grundsatzbeschluss für das ‚Zettersfeld’ beantragt wurde und der Antrag aus der ‚Nationalparkregion’ deckungsgleich mit jenem des Vorstandes war.

In der Abstimmung über die Punkte ‚Erweiterung Beschneiung Zettersfeld’, ‚Ausbau des Schigebietes Golzentipp’ und ‚Therme Defereggental’ konnte in offener Abstimmung jeweils Einstimmigkeit erzielt werden.

Trotz eingehender Plädoyers, sich auch beim ‚Nationalparkerlebnisbad’ an die jeweils einstimmig getroffenen Vorbeschlüsse (Grundsatzbeschluss zur Prioritätenreihung) zu halten, um nach außen hin weiterhin Geschlossenheit und bezirksweite Solidarität für jedes Wirtschaftsprojekt in Osttirol an den Tag zu legen, gab es bei diesem Punkt einen Antrag auf geheime Abstimmung seitens des AR-Mitgliedes Josef Kreuzer. Obwohl auch dieser Antrag mit 7 : 4 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen wurde, kam es daraufhin zur Mitteilung des AR-Mitgliedes Reinhard Tiefenbacher, Regionalausschussobmann ‚Lienzer Dolomiten’, dass dieser mit sofortiger Wirkung sein Aufsichtsratsmandat im TVB Osttirol sowie alle weiteren touristischen Funktionen zurücklegen werde. Eine diesbezügliche, schriftliche Mitteilung ist allerdings bis dato nicht erfolgt.

AR-Mitglied Reinhard Tiefenbacher begründete nach der Sitzung sein Abstimmungsverhalten und seine Reaktion auf das Ergebnis der geheimen Abstimmung in zahlreichen Medien dahingehend, ‚dass er es nicht mehr verantworten könne, dass die Bankverbindlichkeiten des TVB Osttirol durch diese Beschlüsse nunmehr auf rd. 16 Mio. Euro ansteigen würden…’.

Aus dieser Mitteilung ist vielfach der Eindruck entstanden, dass Reinhard Tiefenbacher auch gegen die drei Darlehensaufnahmen der Teilregionen ‚Lienzer Dolomiten’, ‚Hochpustertal’ und ‚Defereggental’ in Gesamthöhe von 3.150.000,-- Euro gestimmt hätte, was jedoch nicht der Fall war.

Ich fühle mich daher als Vorstandsmitglied des TVB Osttirol zu folgenden Klarstellungen veranlasst: Der Schuldenstand (Bankverbindlichkeiten) des TVB Osttirol wird per 31.12.2014 jedenfalls durch die vorangeführten Tilgungen um rd. 2,4 Mio. Euro niedriger sein als derzeit, dies für den Fall, dass ab sofort keinerlei bezirksrelevanten Infrastrukturprojekte seitens des TVB Osttirol mehr durch weitere Darlehensaufnahmen unterstützt werden könnten oder keine aufsichtsbehördlichen Genehmigungen für die bereits vorliegenden AR-Beschlüsse erteilt würden.

Die Frage, ob diese Vorhaben dann überhaupt realisierbar wären, muss sicherlich in jedem Einzelfall gesondert gestellt werden. In der dafür erforderlichen Einzelbeurteilung in Bezug auf die Tourismusrelevanz wird man insbesondere auch davon ausgehen müssen, welche touristischen Impulse im Bereich von Übernachtungen, bezirksweiter Wertschöpfung und damit verbundenen höheren Einnahmen für den TVB Osttirol ausgelöst werden. Für den Fall der aufsichtsbehördlichen Genehmigung der Darlehensaufnahmen für die Projekte ‚Beschneiungsteich Zettersfeld’ und ‚Nationalparkerlebnisbad’ würde der Schuldenstand des TVB Osttirol per 31.12.2014 rd. 9,8 Mio. Euro betragen, also eine Nettoneuverschuldung von rd. 1,4 Mio. Euro, welche allerdings in voller Höhe durch entsprechende Mehreinnahmen bedeckt werden kann, sodass es zu keiner Mehrbelastung des Tourismusverbandes gegenüber dem status quo kommen würde.

Auch die zusätzliche Darlehensaufnahme für das Vorhaben ‚Therme Defereggental’ wird zu keiner nennenswerten Neuverschuldung führen und ist gleichermaßen durch entsprechende Mehreinnahmen darzustellen.

Das Vorhaben ‚Erweiterung Schigebiet Golzentipp’ würde erst im Rechnungsjahr 2015 budgetwirksam und ist ebenso durch entsprechende Mehreinnahmen im Bereich der Aufenthaltsabgaben zu bedecken, wie die Eventualverbindlichkeit ‚Ausbau Thurnthaler’ in Sillian: Dazu gibt es einen entsprechenden Vorbeschluss des früheren Tourismusverbandes ‚Hochpustertal’, sich unter bestimmten Bedingungen mit einem Beitrag von 1,2 Mio. Euro an der Schigebietserweiterung in Richtung ‚Hochrast-Taffin’ zu beteiligen. Selbiges gilt auch für die, im bezirksweiten Prioritätenplan gleichfalls einstimmig gereihten Vorhaben ‚Hallenbad Lienz’ und ‚Freizeitzentrum Sillian’, für welche allerdings in der AR-Sitzung vom 09.10.2012 noch keine konkreten Anträge bzw. Unterlagen vorgelegen sind.“

LandOsttirol vor 5 Jahren

http://www.youtube.com/watch?v=PRu03ZnT3IA

fb vor 5 Jahren

@ Rückgrat: man darf zumindest bezweifen, wieweit und ob sich Rückgrat Platter und Föger unterscheiden.

halihalo vor 5 Jahren

Zu "Kostruktivist" sei nur zu sagen:

Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft !!!!! Ja, Ja, der Neid ist ein Luder!!!!

hoidanoi vor 5 Jahren

Kommentare kommentieren hat was zirkuläres. Besonders, wenn es sich immer wieder um die gleiche Thematik dreht. Mottinger sei Dank bekommt der interessierte Leser Einblick in die semantischen Abgrenzungs-Taktiken des köllschen Umfelds. Für Matrei ist es zu begrüßen, dass die Aufsichtsbehörde, anders als aus dem öffentlich gemachten Maßnahmenkatalog erwartbar, sich entschlossen hat, die Geldströme wieder fließen zu lassen. Das bild des Gelds, das in den Gulli rinnt bleibt. Wie auch immer das zustande kam, mittlerweile muß man Andreas Köll auch schon wundertätige Kräfte nachsagen oder dem Landeshauptmann ein Rückgrat, das eine Qualle als Wirbeltier erscheinen lässt. . Dass sich durch den hahnebüchernen AR-Beschluss die Schuldenlast des TVB nicht schlagartig um 5 Mio Euro erhöht hat, da hat Mottinger zweifellos recht. Unterliegen doch alle aufgelisteten Wünsche der Prioritätenliste der - wunderbare Parallele, ohne Frage - der aufsichtsbehördlichen Genehmigung unterliegt. Die Aufsichtsbehörde in Tourismussachen ist - wunderbare Parallel Nummer Zwo - der Weisungsgewalt - suprise, suprise - dem Tourismusreferent Platter, dem vom ÖAAB introhnisierten Landeshauptmann, weisungsunterworfen. Es wird interessant sein zu sehen, ob der Leiter der Tourismusabteilnung, dem man wiederum eine ganze Menge Rückgrat nachsagen kann, sich dieses in dieser Angelegenheit bewahren wird. . Dass die Budgetwirksamkeit der Beschlüsse erst im Jahr 2014 zu tragen käme, so es denn zu einer Genehmigung der mutigen Vorhaben käme, auch damit hat Mottinger recht. Darin liegt die eigentliche Perfidie der gefassten Beschlüsse: Das monetäre Wunschkonzert wird einem neuen Vorstand, einer neuen Verbandsführung aufgebürdet. Jetzt wäre das Gedankenspiel angebracht, zu fragen, ob etwaigen Interessenten an der Restrukturierung des Verbandes durch Beschlüsse, die den Verband auf Jahre über Gebühr belasten, die Lust an der Veränderung genommen werden soll. . Da Mottinger sich derart informiert zeigt, sei an ihn die immer wieder gestellte, aber weder vom Vorstand, noch vom AR noch von sonst jemand bis jetzt befreidigend beantwortete Frage gerichtet, wie es denn um die jährlichen Abgänge der Tauern Region aus dem ebenso tollen wie auch finanzintensiven Förderabenteuer rund um die Ski-Schaukel-Kals-Matrei bestellt sei. Kals entwickelt sich mittlerweile prächtig, dennoch ist nicht zu erwarten, dass damit schon die Abgänge der Vergangneheit ausgeglichen sind. Vielleicht kann Mottinger uns an seinem offensichtlich vorhandenem Hintergrundinformationen teilhaben. . Der Schuldenstand des TVB, der auch nicht bei 10 Mio Euro liegt - korrekt - dafür aber die 8 Mio Marke reißt, ist mehr als bedenklich. Semantik hilft da auch nicht. Beschlüsse, die noch mehr Schulden bedeuten, erst recht nicht. Was übrigens journalistische Ungenauigkeiten angeht, so sind die Andreas scheinbar relativ egal, solange die lettre d'amour vom Verehrer seines Vertrauens - der immer brav, total exklusiv und knallig Unsinniges zum Besten gibt - im Berzirks-Kleinformat einer sonst angesehenen Tageszeitung veröffentlicht werden. Dass ob soviel Schelmerei einem sonst sehr differenziert berichtenden Redakteur im Rahmen eines nota bene Kommentars der Kragen platzt, dafür habe ich Verständnis. Mottinger, der gleich auch noch zwischen den Zeilen juristische Schritte seitens der Gemeinde Matrei in den Raum stellt, tut sein Übriges, zu erklären, warum Köll nicht gerade die Herzen zufliegen. . Zum anderen ist aber auch zu begrüßen, dass Mottinger sich wenigstens um Sachlichkeit bemüht, auch wenn er gerne, wie der ihm wohl nahestehnde Tauerngemeinden Bürgermeister, nur manche Aspekte beleuchten will. Was er gerne tun kann. Nur zu glauben, dies würde nicht bemerkt, da unterliegt er einem Trugschluss, ähnlich wie das Schwergewicht der überschaubaren Osttiroler Politszene.

Kurt vor 5 Jahren

Die Analyse von Dr Pirkner trifft es wieder punktgenau. Mit der Macht ist es eben seltsam.Nimmt man sie den einen weg ("nicht alle Macht in einer Hand" als Motto von Blanik das ihr jetzt bei jeder Gelegenheit als Ausrede dient : "ich hab ja keine Mehrheit" ) so verschwindet sie nicht einfach, sondern es holt sie sich ein anderer, in unserem Fall jetzt ungebremst der Herr Dr Köll. Das kann er aber nur wenn die anderen sie ihm geben, sprich mitspielen.Manchen Lienzer Aufsichtsräten im TVB braucht man nur vorwerfen sie wären nicht bezirkssolidarisch wenn sie bei Matreier Wünschen nicht dabei sind, schon heben sie die Hand und schon ist ihnen wurscht woher das Geld kommt.Danach regen sie sich darüber auf, dass der Theurl zuwenig Geld fürs Marketing hat oder der TVBO pleite geht. Ein ganz besonderer Lienzer AR ist dabei unser Herr Pepi Kreuzer, der zwar immer für eine öffentliche starke Ansage und Kritik gut ist, dann aber im Aufsichtsrat wie man hört die geheime Abstimmung beim Köllschen Anliegen verlangte, damit er bloß nicht offen Farbe bekennen muß sondern still seinen Gönner unterstützen kann. Und ich wette, die die sich hier im Forum gegen den Tiefenbacher ereifern, einen der Tag und Nacht mit Familie hart in seinem Betrieb buggelt stammen großteils auch aus Lienz und Umgebung. Bei so einem Zusammenhalt hat es ein Dr Köll eben nicht schwer.

sewasche vor 5 Jahren

Lieber Mottinger - ich beneide dich um dein Detailwissen, das in Umfang und Inhalt bereits bekannter Aussendungen um nichts nach steht und erinnere mich dabei mit Genuss an die 24seitige Sonderbroschüre "Quo vadis Osttirol" und vieler anderer Publikationen aus der von mir sehr geschätzten Tauernkommune. Ich gehe aber davon aus, dass du nicht der bist, nachdem der Aufsatz klingt, wohl aber in dessen Auftrag handelst.

Egal, sei's drum. Unter "Kommentar" veröffentlichen Journalisten ihre rein persönliche Meinung, die sehr wohl subjektiv sein kann. Günther Hatz oder Michaela Ruggenthaler machen zB. dasselbe in der "Kleinen Zeitung". Dass diese persönliche Meinung polarisiert, ist mitunter auch beabsichtigt, aber vollkommen legitim. Eine angedrohte "Klagsführung wegen Rufschädigung" klingt jetzt erschreckend, führt aber zu rein gar nichts - schließlich ist Meinungsfreiheit ein ziemlich hohes Gut in unserem Rechtsstaat. Natürlich steht es Dr. Köll steht frei, den Rechtsweg zu bestreiten. Warum er das nicht schon früher gemacht hat, wird wohl er selbst am besten wissen.

Eh klar - Heinz Schultz ist nicht der Arbeitgeber von Dr. Köll, das hat der Matreier Bürgermeister in "Mottinger"-Art seitenweise schon mehrmals erklärt. Vielleicht bemüht sich jemand, mir dann die Aussage von Heinz Schultz im dolomitenstadt.at - Interview vom 19. 11. 2011 zu erklären: “Einer unserer Mitarbeiter ist Andreas Köll” oder "Köll steht auf meiner Gehaltsliste" (TT, Juni 2009).

Ich bin jetzt schon sehr neugierig darauf, ob und wann wer nun kritische Journalisten klagen wird: Der Matreier Gemeinderat, der Bürgermeister persönlich oder einfach nur der "Mottinger". Im letzteren Fall wäre es sogar spannend, wer sich hinter den Pseudonym verbirgt ;)

teatime vor 5 Jahren

Danke Hr. Pirkner für diesen aufklärenden Artikel! Weiter so und nicht einschüchtern lassen von angedrohten Klagen usw...... Genial das es endlich ein Medium in Osttirol gibt wo Meinungs- und Pressefreiheit herrscht und ein Artikel nicht zuerst durch den "köll'schen Zensurstift" geht!

soonnig vor 5 Jahren

Super Sache, der Mottinger hat wieder einmal was zu sagen! Ich werde das Gefühl nicht los, dass er zu jenen gehört, die die eigene Wahrheit für die einzig richtige halten und deshalb auch auf Teufel komm raus und mit allen Mitteln durchzusetzen versuchen. Na servas ...

Leonhard vor 5 Jahren

Bravo Mottinger. Pirkners wieder einmal tendenziös matreifeindlichen Artikel haben Sie mit stichhaltigen Argumenten erwidert. Ich frag mich immer und immer wieder, von wem oder was ein Dr. Pirkner getrieben wird, über komplizierte Sachverhalte seine Abneigung gegen die Tauerngemeinde auszuleben. Wäre es nicht vielmehr Aufgabe eines Mediums, objektiv und ohne den persönlichen Geschmack einfließen zu lassen, zu berichten.

Dr. Pirkner und dolomitenstadt.at diskreditieren sich mit derartigen Artikeln selbst. Womit haben die Matreier das verdient, dass sie von einem Lienzer Medienmenschen dauernd angegriffen werden und dass sogar der gesamten Tourismusregion Nationalpark - wie in diesem Fall - Projekte geneidet werden.

Herr Dr. Pirkner, soll im Iseltal nicht mehr investiert werden, nur weil Sie den Dr. Köll nicht mögen?

Mottinger vor 5 Jahren

Der neueste „Kommentar“ von Dolomitenstadt-Herausgeber Dr. Gerhard Pirkner strotzt wieder einmal vor Unwahrheiten, die mit Sicherheit jederzeit für eine erfolgreiche Klagsführung wegen Rufschädigung geeignet wären. Trotzdem dürfen diese Behauptungen auch in diesem Forum entgegnet werden und kann man gespannt sein, ob diese im Sinne angeblicher journalistischer Objektivität dieses Online-Mediums auch gebracht werden (zur Überprüfung, ob diese Gegendarstellung auch wirklich gebracht wird, erfolgt auch eine Weiterleitung an diverse andere Medien):

Die „Lienzer Schwimmbadwünsche“ waren kein Thema der Tagesordnung der AR-Sitzung vom 9. Oktober, da weder ein Antrag, noch Unterlagen dazu vorgelegen sind. Der Dölsacher Bürgermeister stellte zwar den nachträglichen Antrag auf einen Grundsatzbeschluss im Aufsichtsrat, doch wurde in der Folge darauf verwiesen, dass ein solcher bereits einstimmig in Form der, von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenen Prioritätenliste vorliegt und für eine konkrete Darlehensaufnahme kein Antrag eingebracht worden sei.

Der Matreier Bürgermeister hat sich im Gegenteil – und darüber wurde auch auf dolomitenstadt.at ausführlich berichtet – gemeinsam mit dem Sillianer Bürgermeister (in der Funktion als jeweiliger Planungsverbandsobmann) für eine „Bezirkslösung“ beim Lienzer „Bezirksbad“ eingesetzt, insbesondere, was dessen mögliche Berücksichtigung aus dem Gemeindeausgleichsfonds sowie aus Mitteln des Tourismusverbandes betrifft. Der diesbezügliche Vorschlag von Schiffmann und Köll ist nach wie vor auf dolomitenstadt.at nachzulesen. Es muss in diesem Zusammenhang einmal mehr darauf hingewiesen werden, dass die Marktgemeinde Matrei ihr bisheriges kommunales Hallenbad im Schulzentrum, an welchem gesamt 7 Schulsprengelgemeinden beteiligt waren, per Gemeinderatsbeschluss auf Dauer geschlossen hat. Beim geplanten „Nationalparkerlebnisbad“ handelt es sich um ein öffentlich zugängliches, aber privatwirtschaftlich betriebenes Hotelhallenbad.

„Heinz Schultz“ ist nicht Arbeitgeber von Andreas Köll, sondern ist dies seit dem Jahre 1988 (also lange vor der Mehrheitsübernahme durch die Familie Schultz im Jahre 1994) die Matreier Goldried Bergbahnen GmbH & Co KG, an der auch eine heimische Minderheitsbeteiligung besteht, welche auf Dauer einen „heimischen Geschäftsführer“ nominieren kann. Diese Funktion wird derzeit von Dr. Andreas Köll ausgeübt.

In der AR-Sitzung vom 9. Oktober – in welcher kein einziges aller vier anwesenden Vorstandsmitglieder (also auch nicht Andreas Köll) stimmberechtigt waren, hat es überhaupt keinen Antrag betreffend Heinz Schultz gegeben.

Das „TVB-Budget für 2013“ war gleichfalls nicht Thema der AR-Sitzung vom 9. Oktober und liegt diesbezüglich auch noch kein Vorstandsantrag vor, weshalb die Behauptung, „Köll drückte weitere 5 Millionen Euro Schulden in das TVB-Budget für 2013, zwei davon für sein „Matreier Großschwimmbad“, eine weitere, absolute Unwahrheit darstellt: Es gibt keinerlei, für 2013 budgetrelevante Darlehensaufnahmen, mit Ausnahme jener für die „Therme Defereggental“ ab dem Jahre 2012. Selbst wenn beide Darlehensaufnahmen für „Beschneiungsteich Zettersfeld“ und „Nationalparkerlebnisbad“ aufsichtsbehördlich genehmigt werden sollten, würden beschlussgemäß deren erste Annuitäten erst im Jahre 2014 budgetrelevant!

Völlig unrichtig ist die Mitteilung, dass es im TVB Osttirol „10 Millionen Euro Schulden“ gäbe: In der TVB-Bilanz 2011 (gerade erst vom Aufsichtsrat mit nur einer Gegenstimme beschlossen und von Wirtschaftsprüfer Mag. Dr. Josef Vergeiner geprüft) scheinen per 31.12.2011 rd. 8,17 Mio. Euro an längerfristigen Bankverbindlichkeiten auf. Auch „5 weitere“ sind absolut unwahr!

Eindeutig kreditschädigend für die Marktgemeinde Matrei in Osttirol dürfte weiters die „Mitteilung“ von dolomitenstadt.at sein, dass „Bezirksobfrau Olga Reisner „den Matreiern“ kein einziges Darlehen mehr genehmigt habe: Mit Datum 1. Oktober 2012 wurde der Marktgemeinde Matrei ein Großteil der, für heuer geplanten Darlehensaufnahmen im Wasserleitungs- und Kanalbereich aufsichtsbehördlich ordnungsgemäß genehmigt und kann man schon gespannt sein, welche weiteren Schritte die Marktgemeinde Matrei in Osttirol gegen derartige, aber auch andere Falschbehauptungen einleiten wird...

max24 vor 5 Jahren

Bin nur neugierig ,wie sich solch ein Verhalten auf das Landtagswahlergebnis auswirken wird.Köll wirft alles in die Waagschale,angesichts der schlechten Performance der Schwarzen im Bezirk. Blanik scheint mir schon fast auf Kuschelkurs mit Köll. Daher auch kein lauter Aufschrei. Die Gegengeschäfte kennen wir ja noch nicht.Mit Sicherheit gibt es sie aber.

Konstruktivist vor 5 Jahren

den Flugplatz Nikolsdorf auf Eis legen ist wahrscheinlich eh gar nicht so blöd, denn der Herr AK plant sicher schon einen in Matrei... aber sicher für Jets...

weitere mögliche Projekte wären ein Eurodisneyland in Matrei, eine Fachhochschule (vielleicht gar für Politikwissenschaften - mit Pflichtfach "das Köll´sche Diktaturprinzip") usw... und dann endlich, endlich der große Traum der Tauerngemeinde - ein eigenes Kraftwerk!!!!!

viel Erfolg!!!

nanny vor 5 Jahren

Wow, was für ein guter Kommentar, Herr Pirkner. Trifft aber schon punktgenau. Nur nützt es wahrscheinlich nichts, aufzuschreien. Macht ist Macht, gestützt durch anscheinend äußerst reißfeste Drähte zur Landespolitik. Warum Lienzer Politiker aller Coleurs nicht aufschreien ist mir ein Rätsel.

bergfex vor 5 Jahren

Köll, eine Marionette von Schultz. Auch der wird irgendwann nicht mehr auf den Beinen aufkommen, dann hat er aber Schmerzen. Die Zeit ist nahe.