Osttiroler Grüne: Alemagna endgültig vom Tisch

Die Osttiroler Grünen freuen sich über die jüngsten Entwicklungen innerhalb des italienischen Parlaments. Mit großer Sorge beobachtete Straßenprojekte wie etwa die „Alemagna“, eine Autobahn durch Osttirol könnten demnach endgültig ad acta gelegt werden.

Nach jahrelangem Ringen hat Italien schon im letzten Frühjahr 8 der 9 Durchführungsprotokolle zur Alpenkonvention ratifiziert – es fehlte nur noch das Verkehrsprotokoll. Vergangene Woche hat das italienische Parlament auch diesen Teilbereich unterzeichnet und das Verkehrsprotokoll besitzt somit in Italien Gesetzescharakter.

Italien verpflichtet sich damit, „auf den Bau neuer hochrangiger Straßen für den Alpen querenden Verkehr“ zu verzichten. Auch inneralpine Straßenprojekte sind nur unter klar beschriebenen Voraussetzungen möglich.

Thomas Haidenberger, Sprecher der Osttiroler Grünen, ist überzeugt: „Transitstraßen sind kein Standortvorteil für die regionale Wirtschaft. Wenn die Provinz Belluno einen Teil der bereits für den Straßenbau eingeplanten Gelder in stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit und überregionalen öffentlichen Verkehr verwendet, kommt für uns alle mehr heraus.“

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

1 Posting bisher
defregger vor 5 Jahren

...die grünen sprechen von "gecancelt". verstehe ich nicht, wenn ich nachfolgenden bericht lese.

für mich ist da noch lange kein stop eingebaut.

Alemagna“ wird nach Norden ausgebaut

Wie der ORF heute online berichtet, soll die A 27 – auch als „Alemagna“ bekannte und vor allem in Osttirol gefürchtete Autobahn – um 22 Kilometer Richtung Norden verlängert werden. Die Umweltverträglichkeitsprüfung sei für das Projekt ausgegangen, werden Zeitungen aus dem Veneto zitiert. Der Bau des Teilstückes, der in vier Jahren fertiggestellt sein soll, werde europaweit ausgeschrieben und ein Betreiber gesucht, der dann die Konzession hält.

http://de.wikipedia.org/wiki/Autostrada_A27