Vorsichtige Entwarnung nach Felssturz in Hopfgarten

Mehrere 1000 Kubikmeter Gestein drohen noch abzustürzen.

Am Dienstag, 23. Oktober, stürzten um 10.30 Uhr im Ortsgebiet von Hopfgarten im Defereggental aus 150 Metern Höhe einige große Felsbrocken in die Schwarzach. Die Felsen hatten mehr als 100 m³ Kubatur und blieben zwar im Bachbett liegen, die Gemeindeführung befürchtete jedoch eine Gefährdung des Kulturzentrums, das gegenüber der Abbruchzone im Ortszentrum liegt.

Auf Ersuchen von Bürgermeister Franz Hopfgartner organisierte die Landesgeologie Dienstagnachmittag über die Landeswarnzentrale in Innsbruck einen Erkundungsflug mit einem Polizeihubschrauber. Am Hubschrauberseil hängend beurteilte und fotografierte Landesgeologe Werner Thöny die Abbruchzone aus unmittelbarer Nähe.

Er ortet im sehr steilen Gelände labile Gesteinsmassen mit einem Volumen von geschätzt mehreren 1000 m³, die sich in den letzten Tagen und Stunden aus dem festen Felsverband abgelöst haben und abzustürzen drohen.

„Da die Schwarzach in einem relativ tiefen Bett fließt, reicht nach Meinung des Landesgeologen die Gegensteigung des Hanges am Nordufer aus, dass eine Gefährdung des Siedlungsraumes nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten ist“, informiert dazu das zuständige Regierungsmitglied Anton Steixner.

Die Landesgeologie wird die Situation in engem Kontakt mit dem Bürgermeister weiter beobachten und prüft derzeit unter anderem auch die Möglichkeit des Einsatzes von unbemannten Flugobjekten (Drohnen) zur Überwachung des potentiellen Abbruchbereiches.

So sieht der Felssturz aus der Nähe aus. Wo diese Brocken herkommen, gibt's noch mehr. Fotos: Land Tirol
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