Osttirol „schrumpft“ als einziger Tiroler Bezirk

Hauptgrund für Rückgang ist die negative Wanderungsbilanz.

Osttirol ist zwar noch lange nicht menschenleer, verzeichnet aber als einziger Tiroler Bezirk einen Rückgang der Wohnbevölkerung. Foto: Miriam Raneburger

Im 10-Jahres-Vergleich ist Osttirol der einzige Tiroler Bezirk, dessen Einwohnerzahl rückläufig ist. Zwischen 2001 und 2011 sank trotz positiver Geburtenbilanz die Zahl der in Osttirol lebenden Menschen von 50.365 auf 49.568. Das zeigen die soeben aktualisierten Daten zur Bevölkerungsentwicklung in Tirol, die man sich praktisch und umfassend auch von der Landeswebsite downloaden kann. Das Minus beträgt 797 Personen oder noch nicht dramatische 1,6 Prozent. Allerdings wuchsen die meisten anderen Tiroler Bezirke, etwa Kufstein um 7,7 oder Schwaz um 5,7 Prozent.

Hauptverantwortlich für die Abwärtsentwicklung des Bezirkes ist der negative „Wanderungssaldo“, sprich der niedrige Anteil an Zuwanderern. So zogen etwa 2011 exakt 167 Menschen mehr aus dem Bezirk weg als zu. 1266 Inländer wanderten im Vorjahr ein, aber 1433 aus. Bei den Ausländern hielt sich die Bilanz mit 193 Ein- und Auswanderern exakt die Waage.

In Osttirol leben zudem weit weniger Ausländer als in allen anderen Tiroler Regionen. Ende des Vorjahres waren es 1802 oder magere 3,6% der Bevölkerung. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund beträgt in Osttirol nur 6,1 %. In Landeck, dem Bezirk mit den zweitwenigsten Migranten, ist deren Anteil mit 11,6% fast doppelt so hoch und in Innsbruck-Stadt hat mit 25,7 % gut ein Viertel der Einwohner einen Migrationshintergrund.

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1 Posting bisher
Knoepfe vor 5 Jahren

Bei den beruflichen Möglichkeiten und den supertollen Gehältern (wobei das Leben nicht weniger kostet als woanders) o Wunder!!!!