Im Zeitraffer vom Traum zur Wirklichkeit

In neun Wochen Bauzeit wurde das Eltern-Kind-Zentrum in Lienz großräumig erweitert.

Familien begleiten, stärken und entlasten – so lautet das Motto des Eltern-Kind-Zentrums in Lienz, das seit 22 Jahren als Treffpunkt für Eltern, Babys und Kleinkinder dient. Gegründet als Elterninitiative verfügt das „Ekiz“ mittlerweile über 30 Mitarbeiter aus dem medizinischen, pädagogischen, sozialen und administrativen Bereich.

Seit Schulanfang befindet sich auch der Integrative Kindergarten unter dem Dach des „Ekiz“, weshalb der vorhandene Platz von 200 Quadratmetern erweitert werden musste. „Als uns zunächst die Bitte ereilte, dass wir den Integrativen Kindergarten in unserer Struktur aufnehmen sollen, fühlten wir uns im ersten Moment außerstande, dem Wunsch nachzukommen“, gab Geschäftsführerin Bärbl Ebner zu.

Im neuen Eltern-Kind-Zentrum fühlen sich auch die kleinen Osttiroler richtig wohl.

Dennoch rang man sich dazu durch, die Probleme der fehlenden Platzverhältnisse, der Finanzierung, der bürokratischen Hürden und juristischen Herausforderungen zu meistern. „Immer wenn es eng wurde, erspähten wir wieder ein Licht am Ende des Tunnels“, so Ebner.

Ein solcher Hoffnungsschimmer war Dr. Christian Wurnig, der dem engagierten Team die Räumlichkeiten im Nachbarhaus des bestehenden „Ekiz“ zu Verfügung stellte. Für Architektin Bärbel Scherzer eine echte Herausforderung, da das Verbinden zweier Gebäudegrenzen genauso für Probleme sorgte, wie die verschieden hohe Bauweise. „Die Decken der beiden Häuser verliefen nicht auf der selben Höhe, sondern unterschieden sich um 60 cm, was die Planung für eine Rollstuhlgerechte Rampe anfangs erschwerte“, so Scherzer.

Doch auch diese Schwierigkeiten konnten bewältigt, und der Bau in nur neun Wochen fertiggestellt werden, wodurch weiter 200 Quadratmeter hinzugewonnen wurden. „Zusätzlich hat uns Christian Wurnig auch die Nutzung des 200 Quadratmeter großen Gartengrundstücks erlaubt“, freute sich Ebner.

„Ekiz“-Obmann Robert Kovacic, Bärbl Ebner, Christian Pramstaller (Obmann des Integrativen Kindergartens), Elisabeth Blanik und Christian Wurnig (v.l.) freuten sich bei der Segnung über die schön gestalteten Räumlichkeiten.

Rund 170.000 Euro haben die Umbaukosten verschlungen, für Bürgermeisterin Elisabeth Blanik jedoch eine lohnende Investition. „Der Kindergarten für alle, war auf stürmischer See unterwegs, doch umso schöner ist der Hafen, in den er jetzt einlaufen konnte“, schwärmte Blanik.

Beeindruckt zeigte sich auch Pater Raimund Kreidl, der die Segnung der neuen Räumlichkeiten vornahm. „Hier gelangte der Traum in Zeitraffer zur Wirklichkeit“, so der Geistliche.

Obwohl das „Ekiz“ in der Bezirkshauptstadt angesiedelt ist, handelt es sich dennoch nicht um eine reine Lienzer Angelegenheit. „Im Jahr 2011 waren 26 Gemeinden aus Osttirol im Eltern-Kindern-Zentrum vertreten, wobei nur 50 % der Kinder aus Lienz sind“, so Ebner.

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