Hauser will Landesfonds für Kraftwerksgemeinden

Das Land soll Kosten vorfinanzieren, damit die Gemeinden keine Anteile verkaufen müssen.

Eine Lanze für den Bau kommunaler Wasserkraftwerke brach der St. Jakober Bürgermeister und Tiroler FPÖ-Klubobmann Gerald Hauser am Dienstag, 20. November, bei einem Pressegespräch. „Das Wasser ist unser weißes Gold. Ein echter Schatz, den es zu nutzen gilt“, erklärte Hauser.

Dabei sei es jedoch wichtig, dass der Nutzen aus der Wasserkraft möglichst zu 100 % der heimischen Bevölkerung zugute komme. Um dies zu gewährleisten, regt Hauser einen „Landesfonds für die Vorbereitung regionaler Kraftwerke an“, aus dem die Verfahrenskosten der Gemeinden vorfinanziert werden könnten. „Die bereitgestellte Summe können die Gemeinden dann wieder mit Zinsen zurückzahlen“, so Hauser.

Gerald Hauser spricht sich für die Nutzung des Wassers in Form von Wasserkraft aus.

Nur auf diese Weise werden die Kommunen nicht dazu gezwungen, zur Finanzierung ihres Kraftwerks wertvolle  Anteile verkaufen zu müssen, betont Hauser. Aus diesem Grund habe er bereits im Mai 2012 im Tiroler Landtag einen entsprechenden Antrag eingebracht. Dieser wurde allerdings abgelehnt.

Für Hauser nicht nachvollziehbar, da kaum eine Kommune in der Lage sei, die teuren Genehmigungsverfahren zu finanzieren. „Die Kosten dafür betragen oft hunderttausende von Euro.“

Ganz uneigennützig ist das Ansinnen des St. Jakober Bürgermeisters allerdings dennoch nicht, tragen sich die drei Deferegger Gemeinden Hopfgarten, St. Veit und St. Jakob doch ebenfalls mit dem Gedanken, ein Gemeinschaftskraftwerk zu errichten. Noch vor Weihnachten soll das Projekt vorgestellt werden.

Dafür sei die Talschlussgemeinde St. Jakob bereit, das eigene Projekt im Bereich Patsch aufzugeben. Dieses wurde 2006 eingereicht und sollte nach der Fertigstellung eine Ausbauleistung von 6,2 Megawatt erreichen.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

4 Postings bisher
sonnenstadtler vor 5 Jahren

...ist schon ein teufelswerk diese regelung mit der mindest-wassernutzung bei kw-projekten, weil man damit bei etwas größeren bächlein kostenmäßig sehr schnell über die möglichkeiten der ohnedies mäßigen gemeindefinanzen hinaus schießt - damit ein kleines, feines, unscheinbares krafwerklein praktisch keine genehmigungs-chancen mehr hat; andererseits man sich aber sehr aufwendigen, teueren verfahren verpflichen muss, wo das spielfeld dann nur mehr finanzkräftigen projektbetreibern zugänglich bleibt. ...war zur ausarbeitung dieses regelwerkes nicht eine bekannte planungsfirma eingebunden? irgendwie, so kommt mir vor, hat man es verstanden die klein- und kleinstkraftwerke weiter zu reduzieren = weniger gut, aber was auch erfolgreich gelungen ist, die großen projekte kommen garnicht mehr weiter = recht so :-))

hoidanoi vor 5 Jahren

Eine Volte nach der anderen: War die Fraktion des Gerald Hauser noch in den Schwarz/Blauen Jahren drauf und dran alles, was nicht niet und nagelfest war, höchstpersönlich zu privatisieren, so schickt sich Gerald H. an, den Verstaatlicher zu miemen, wenn auch im Namen der Gemeinden. Was, beobachtet man die Vorgänge im einzigen FP regierten Bundesland just ums Eck, auch eine innere Logik hat. Greift es sich doch weitaus leichter für Regierende auf das Volksvermögen zu, wenn es schon verstaatlicht ist. Einen derartigen Liebesdienst im Namen der Selbstlosigkeit wäre der FPÖ-Riege gar nicht zuzutrauen gewesen. Ist doch nicht davon auszugehen, dass Hauser mit dem gerade sich in den Wind drehenden Federspiel in Regierungsverantworung kommt. Außer Hauser hofft auf Schwarz/Blau auf Landesebene. Was wahrscheinlich auch mehr Wunschdenken ist. - Hauser setzt schon seit geraumer Zeit auf das hochemotionale Thema Wasser: Beginnend mit Heilwasser über Wasser für die Heimat bis zu Inser Karftwerk isch klein, isch ka schön's aber mein. Leisten kann er sich keine der Ideen. Deswegen sollen andere dafür herhalten. Koste es, was Gerald wolle. Ähnliche Formen der Solidaritätsdeutung sind auch von einem anderen Landtagsabgeordneten bekannt. Sie sind sich doch ähnlicher, als ihnen beiden lieb ist. Ließe sich mit all dem Wahlkampfwind den beide Strom gewinnen, so könnte man sich die Energie sparen. Hausers Wort vom "Wer zahlt, schafft an" klingt noch hell in den Ohren. Aber das hat er sicher nicht so gemeint. Wie so oft.

defregger vor 5 Jahren

Sehr starke Idee Herr Mag. Hauser, Respekt und bitte dran bleiben, keinen Schritt zurück in der Vermarktung (Veräußerung) unseres Wassers.!!! Selbsverständlich darf es natürlich auch ein wenig Eigennutz sein, wenn die Defregger auch am Ausbau der Schwarzach basteln. Es ist ja schließlich die Zukunft unserer Kinder und alle nachfolgenden Generationen die davon nachhaltig partizipieren werden.

Herzlichst ihr df

seppl17 vor 5 Jahren

... und sollte auch verhindert werden daß Private Kraftwerke bauen und diese als Geldmaschinen betrachten. Das Bauen von Kraftwerken sollte der Öffentlichkeit bzw. Unternehmen die der Allgemeinheit (Bund, Land, Gemeinde ec.) gehören vorbehalten sein. Gewinne aus solchen Unternehmen sollten klar und übersichtlich für jeden Mann/Frau an die Eigentümer ausbezahlt werden. Verschleierte Geldschiebereien bzw. versteckte Finanzierungen durch die TIWAG (Land) wie sie immer wieder stattfinden, verursachen nur Neid und Misstrauen und rufen Kraftwerksgegner auf den Plan!!