Meilenstein für das Schultz-Imperium

Riesiges Gradonna-Ressort steht kurz vor der Eröffnung.

Wenige Tage vor der Eröffnung wird auf der größten Tourismusbaustelle des Landes noch emsig gewerkelt. Das Gradonna-Ressort des Schultz-Konzerns sprengt alles, was in Osttirol je an touristischen Impulsen gesetzt wurde. Mit 500 Betten, hochklassiger Gastronomie, direkter Anbindung an die ebenfalls zum Schultz-Imperium zählende Seilbahn und einem Hochhaus im Glocknerdorf zieht das Zillertaler Unternehmen alle Register.

Niemand zweifelt am wirtschaftlichen Belebungsfaktor des Mega-Hoteldorfes in Kals, inklusive aller „Nebenwirkungen“. Einen Erfolg vorausgesetzt, winken jährlich bis zu 100.000 zusätzliche Nächtigungen – immerhin 5% der Osttiroler Gesamtübernachtungen – und hundertausende Euro an Aufenthaltsabgaben für die Kassen des schuldengeplagten TVBO.

Firmenchef Heinz Schultz baut mit dem Gradonna seine touristische Vormachtstellung im Bezirk weiter aus und wird zum zentralen Player in allen touristischen Gremien, unabhängig davon, für welche Liste der Nordtiroler votiert. Weil er über diverse Liftgesellschaften, Adlerlounge und Sporthotel Heinfels mehrere Mandate in den starken Stimmgruppen 1 und 2 auf sich vereint, ist der Nordtiroler sowohl von der Liste Franz Theurls als auch vom Team Osttirol umworben.

Fotos: Expa/Groder

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5 Postings bisher
hoidanoi vor 5 Jahren

@ wiederdahoame: Das Bohren dicker Bretter gehört zur Marketing-Arbeit in Osttirol dazu. Insofern bliebe Fete-Blanche möglicherweise in Fragen der Innenwerbung nahe dem Voksmund. - Das Projekt selbst ist ein Hoch-Risiko-Geschäft, das sich nach den üblichen Eröffnungsangeboten spätestens nächstes Jahr preislich zu beweisen haben wird. Sapnnend wird vor alle dem, ob wirklich zusätzliche Nächtigungen lukriert werden oder es zu einem Verdrängunswettbewerb innerhalb der Region kommen wird. Bleibt das Gradonna Resort bei seinen offiziell genannten Preisen, sollte Letzteres nicht der Fall sein. In der Liga spielt kaum ein Betrieb in Osttirol. Sollte es jedoch zu Dumping-Angeboten kommen - was aufgrund der Marktsituation nicht auszuschließen ist - dann wird sich weisen, was die zusätzlichen, hochwertigen Betten für den Bezirk bedeuten. Es ist zu hoffen, dass sich der unternehmerische Mut der Familie Schultz auszahlt: für sie, für den Bezirk und alle, die wissen, dass ein starker Mitbewerber nicht nur Konkurrent, sondern auch Zugpferd sein kann.

wiederdahoame vor 5 Jahren

Eines muss man dem Schulz-Imperium aber zugestehen - hervorragende Pressearbeit. Noch nicht mal eröffnet, so fand man in diversen deutschsprachigen Zeitschriften schon Artikel über das Hotel. Ob jetzt Kurier, Standart, Woman, Myself, Bunte ... überall Lobeshymnen auf das Hotel, das noch nicht mal eröffnet hat. Inkl. wunderschöner Bilder, die Lust auf einen Urlaub machen.

Da kann sich das Fete-Blanche-Osttirol-Werbungs-Team eine Scheibe abschneiden. Ich wage zu zweifeln, ob die Zielgruppe weiß, was eine Fete-Blanche ist...meine Kollegen mussten googeln..

spitzeFeder vor 5 Jahren

Also mir gefällt es.

Ich wünsche dem Ressort viel Erfolg. Allen Unkenrufen zum Trotz wurde hier etwas geschaffen, das von vielen nicht für möglich gehalten wurde. Gratulation! Die Hoffnung ist, dass diese Infrastruktur nun gut genützt wird,

meint spitzeFeder

sonnenstadtler vor 5 Jahren

...es gibt ja eh nur noch ein vorwärts und schon lange kein zurück mehr; ...wer nicht wagt, der nicht gewinnt, werden sich die anführer sicherlich gedacht haben?!

ein projekt, bei dem ich nur das beste wünsche und dass am ende für das tal sich daraus was positives entwickeln kann, das auch bleibt!!! in der dimension kaum zu fassen, ein projekt der superlative, klar und somit sicherlich mit "nebenwirkungen" auch klar - hoffentlich überwiegen die positiven, hoffentlich!!!

nun noch etwas für mein verständniss: > bis zu 100.000 nächtigungen/jahr würden ja 500 x 200vollbelegungen verlangen, liege ich da richtig? > erwartet man das von so einem profi-betrieb dass er im schitt doppelt so gut ist wie alle anderen, oder hab i einen rechenfehler? > wer kann mir da helfen?

wuzel vor 5 Jahren

Alles gut und schön. Aber für Kals und Osttirol eine Dimension zu groß. Abgesehen von der Architektur. Nicht identisch mit Kals und seiner Umgebung. Schade!!!!!!!!!!! Wurde da die Kalser Bevölkerung einfach übergangen???? Die Leute die sich einen solchen Urlaub leisten können ,kommen nicht nach Osttirol und schon gar nicht nach Kals, Diese Anlage wurde leider um 20 Jahre zu spät gebaut, Beispiel Andermatt in der Schweiz wo ein Großunternehmer auch ein neues Dorf baut und große Probleme hat .Trotzdem wünsche ich der Gruppe Schultz alles Gute für die Zukunft. Solche Unternehmer braucht dass Land Tirol.