Schloss Bruck schafft Raum für moderne Kunst

Auf einer Fläche von 135 m² sollen künftig Werke von Walchegger, Pirkner und Pedit zu sehen sein.

Im altehrwürdigen Schloss Bruck finden in Zukunft auch viele moderne Arbeiten ihren Platz. Foto: Martin Lugger

Nach der erfolgreichen Ausstellungssaison kehrt im Museum Schloss Bruck über die Wintermonate keine Ruhe ein, sondern wird stattdessen der Schremmhammer ausgepackt. Vom Westtrakt soll nämlich zum Norden hin ein Durchbruch entstehen, der den Haupteingang mit den Museumsräumen verbindet.

Ausschlaggebend dafür ist die neue Raumsituation, die daraus resultiert, weil die 171 Exponate der archäologischen Abteilung der Stadtgemeinde als Dauerleihgabe von Schloss Bruck in das Museum Aguntum übersiedelt wurden.

Für Museumsleiterin Silvia Ebner und den Kulturausschuss der Stadt Lienz ergeben sich dadurch völlig neue Möglichkeiten, weshalb die nun dauerhaft frei gewordenen Ausstellungsräume im Ausmaß von 135 m² jetzt saniert und für einen zeitgemäßen Ausstellungsbetrieb adaptiert werden.

„Die Idee ist, dass wir einen Gegenpunkt zu den altehrwürdigen Gemäuern und den Gemälden von Albin Egger-Lienz setzen, und im neuen Trakt vorwiegend moderne und zeitgenössische Kunst präsentieren wollen“, erklärt Gemeinderat Christian Steininger, Mitglied des Kulturausschusses der Stadt Lienz.

Museumsleiterin Silvia Ebner und Christian Steininger vom Kulturausschuss der Stadt Lienz freuen sich über die Umbau- und Sanierungsarbeiten. Foto: Tobias Tschurtschenthaler

Auch Kooperationen mit anderen Museen und Universitäten sind angedacht. Wenn es nach den Wünschen des Kulturausschusses und Museumsleiterin Silvia Ebner geht, sollten die ersten Ausstellungen namhaften, heimischen Künstlern wie Franz Walchegger, Jos Pirkner und Hermann Pedit vorbehalten sein. „Und zwar deshalb, weil wir das Hauptaugenmerk der Ausstellungssaison 2013 auf Künstlerjubiläen legen wollen“, so Ebner.

Die allgemeinen Eintrittspreise werden dadurch aber nicht erhöht, sondern bleiben gleich. „Für Besucher, welche die Ausstellungen mehrmals in der Saison besuchen möchten, bieten wir ein Dauerticket um 12,50 Euro an“, erklärt Ebner. Ein herkömmliches Tagesticket kostet 7,50 Euro.

Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen rund 80.000 Euro, wobei in diesem Betrag auch die Leistungen des städtischen Bauhofs enthalten sind.

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