Asylwerber waren schneller da als Baubescheid

Aus Gründen der Bauordnung heißt es für 24 Asylwerber in Osttirol: Bitte warten! Obwohl mit dem Haus „Sinnron“ zwischen Dölsach und Nikolsdorf ein Heim für die Aufnahme von 26 Asylwerbern bereit steht, konnten die 24 Flüchtlinge aus Syrien, dem Iran, Tschetschenien und Serbien dort am Mittwoch, 28. November, nicht Quartier beziehen. Und zwar aus Gründen der Bauordnung.

Da der Antrag auf Änderung des Verwendungszwecks zu spät erfolgte, findet die Bauverhandlung darüber erst am Dienstag, 4. Dezember, statt.

Bis zu der endgültigen Entscheidung werden die fünf Familien und das iranische Ehepaar im Gasthaus Mühle in Nußdorf-Debant untergebracht. „Die Kosten dafür trägt das Land Tirol“, erklärt Janette Schneider, die sowohl das Asylwerberheim in der Angerburg, als auch das Haus „Sinnron“  leiten wird.

In jedem Fall kann Schneider die erste Enttäuschung der Asylwerber nachvollziehen. „Nachdem die Frauen, Kinder und Männer zuvor in Traiskirchen und dann in Fieberbrunn untergebracht waren, hofften sie nun endlich irgendwo hin zu kommen, wo sie bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens bleiben können“, so Schneider. In wenigen Tagen soll dieser Wunsch aber Realität sein. „Man sagte uns, dass wir in sieben bis zehn Tagen übersiedeln können“, freut sich Schneider.

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