Osttirols Almbauern drohen keine Strafzahlungen

Da Almfutterflächen geschätzt werden, sind Korrekturen entschuldbar.

„Auf da Alm, do gibts koa Sünd!“ Dies sieht auch die EU so und erklärt, dass bei rechtzeitigen Flächenkorrekturen den Almbauern keine Strafen drohen. Foto: Expa/Groder

Aufatmen können Osttirols Almbauern laut Agrar-Landesrat Anton Steixner. Dieser verkündete bei einem Treffen der Agrarreferenten, dass die Europäische Union zwar bis zur endgültigen Überprüfung der Almflächen die Fördergelder einbehalte, aber bei „rechtzeitigen Flächenkorrekturen“ nicht mit Strafzahlungen zu rechnen sei.

Die Problematik kam auf, als der Europäische Rechnungshof das österreichische Fördersystem überprüfte und dabei bemerkte, dass sich in einigen Fällen die angegeben Flächen von den tatsächlich existierenden Flächen stark unterschieden.

Für Martin Diemling, Osttiroler Bezirksstellenleiter der Landwirtschaftskammer Tirol, jedoch kein Problem der Bauern im Bezirk Lienz. „Das lag vorrangig daran, dass in der Steiermark sogar Waldgebiete als Futterflächen ausgewiesen wurden“, so Diemling.

Wenn es im Bezirk Lienz zu falschen Angaben gekommen sein sollte, dann deshalb, weil Almflächen nur schwer exakt auszuweisen sind. „100 Quadratmeter Almläche sind nicht gleichzeitig 100 Quadratmeter Futterfläche“, betont Diemling. Geröllfelder müssten dabei ebenso abgezogen werden wie Wege, Strauchgebiete oder Waldflächen, weshalb es durchaus zu kleineren Abweichungen kommen könne.

Laut Kataster gibt es in Osttirol 78.286 Hektar Almfläche, von denen allerdings nur 31.515 Hektar als Futterfläche ausgewertet wurden.

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