5,3 Millionen Euro für die Sicherheit Prägratens

Die Verbauung Timmelbach soll Prägraten vor Lawinen und Muren schützen.

In zehn Jahren soll das 5,3 Millionen teure Sicherheitsprojekt fertig sein.

Seit dem verheerenden Lawinenunglück im Jahr 1951, bei dem eine Person getötet und zahlreiche Gebäude beschädigt wurden, sorgt sich die Prägratener Bevölkerung vor der drohenden „Timmelbach-Lawine“. „Die Timmelbach-Lawine gilt als ‚schlafende Lawine’“, erklärte am Freitag, 30. November, LH-Stv. Anton Steixner bei einer Begehung mit Bürgermeister Anton Steiner. „Das heißt, dass zwar nur selten Ereignisse vorkommen, wenn aber, dann mit einer extremen Wirkung.“

Aus diesem Grund entsteht  in den nächsten zehn Jahren um 5,3 Millionen Euro ein Schutzbau, der die Großvenedigergemeinde nicht nur vor Lawinen, sondern auch vor Muren schützen soll. „Der Timmelbach hat keine Geschieberückhalteverbauung, weshalb es bei großen Regenmengen zu Vermurungen kommen kann“, warnt Steixner.

Hans Peter Pussnig (m.) beschreibt LH-Stv. Anton Steixner (r.) und Siegfried Sauermoser (l.) die Schutzkonstruktion. Fotos: Expa/Groder

Um die drohenden Gefahren zu entschärfen, musste das Team rund um den Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Tirol, Siegfried Sauermoser, einige technische Rätsel lösen. „Die große Herausforderung bei der Projektierung war es, ein ganzheitliches Schutzkonzept vor Lawinen sowie einer wildholzbelasteten Mure zu erarbeiten“, so Sauermoser.

Gelöst werden soll dies durch eine Anbruchverbauung im Bereich der „Wunwand“ unterhalb des Venediger Höhenweges, einem Mur- und Lawinenbrecher aus Stahlbeton im Bereich des Schwemmkegelhalses und durch zwei Lawinenauffangdämme aus Erde entlang des Timmelbaches. Vor allem dem Mur- und Lawinenbrecher kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, da dieser den Verlauf der Mure beeinträchtigt und auch einer Lawine die zerstörerische Energie nimmt.

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