Stadt Lienz optimiert Schnittstelle zum Bürger

Das Liebburg-Erdgeschoss wird zur Servicezone umgebaut.

Nicht herrschaftlich sondern offen will die Liebburg sein. An ihrer Rückseite beobachtet Josef II die Reformbemühungen. Foto: Wolfgang C. Retter

In den achtziger Jahren baute der Innsbrucker Architekt Dieter Tuscher die Lienzer Liebburg behutsam zu einem modernen Rathaus um und erhielt dafür 1990 das Diplom „Europa Nostra“, eine europäische Auszeichnung für Denkmalpflege. Jetzt plant der mittlerweile über Siebzigjährige das Erdgeschoß des Lienzer Wahrzeichens um.

Der gesamte Ostsektor des Gebäudes soll zum Mittelgang hin geöffnet und in mehrere barrierefreie Servicezonen unterteilt werden. 130.000 Euro sind für den Umbau budgetiert. Die Pläne zeigte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik am 3. Dezember den Medien und erläuterte auch gleich, welche Funktionen für die neuen Räume geplant sind: „Künftig soll nur noch der Akt und nicht der Bürger durch's Haus wandern.“

Gemeinsam mit dem Zentrum  für Verwaltungsforschung KDZ arbeitet die Stadt an einer effizienteren, bürgernäheren Abwicklung aller Anliegen. Egal ob Sportpass oder Grabstätte, Beihilfe, Wohnbauförderung oder Veranstaltungsanmeldung – künftig sollen speziell geschulte MitarbeiterInnen bereits im Eingangsbereich der Liebburg die Anliegen der Bürger entgegennehmen und auf kürzestem Weg in die Bearbeitung schicken. „Das müssen Generalisten sein“, erklärt Blanik.

Der Auftrag an Tuscher sei bereits im Stadtrat vorbeschlossen und soll demnächst vom Gemeinderat abgesegnet werden. Neben dieser Servicedrehscheibe im Erdgeschoss arbeite man an weiteren Optimierungen im Haus. So soll beispielsweise auch die Öffentlichkeitsarbeit einzelner Abteilungen koordiniert und verbessert werden.

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