Petra Navara schreibt „E-Mails aus Kampala“

Wir begrüßen eine neue Kolumnistin mit Wurzeln in Osttirol.

Petra Navara auf dem Markt von Kampala, mit ihrem Fleischlieferanten Joseph, „der den weißen Kittel extra für das Foto über sein Blut bespritztes Hemd gezogen hat“. Fotos: Mattea Prenner

Dolomitenstadt.at beginnt das Jahr 2013 nicht nur mit guten Vorsätzen, sondern auch mit frischen journalistischen Formaten und noch mehr inhaltlicher Qualität. Gleich zum Auftakt begrüßen wir eine neue Kolumnistin in unserem Team: Petra Navara, geboren als Petra Unterluggauer in Lienz und derzeit in Kampala zu Hause, der Hauptstadt Ugandas. Navara hat Völkerkunde und Afrikanistik studiert. Seit 22 Jahren arbeitet sie für verschiedene Organisationen in der Entwicklungshilfe.

„Afrika hat schon immer eine Faszination auf mich ausgeübt, von klein auf“, erzählt uns Petra, „der Gedanke an den finsteren Dschungel, die wilden Tiere, die schwarzen Leute, ihre Tänze und Lieder machten mir Gänsehaut und begeisterten mich gleichzeitig. Das hat sich bis heute nicht geändert.“

Navara managte in den vergangenen Jahrzehnten Entwicklungsprojekte in verschiedenen Ländern Lateinamerikas und in Afrika, leitete unter anderem Horizont 3000 und die „AG Globale Verantwortung“, einen Dachverband österreichischer Entwicklungshilfe-NGOs. Sie lebte zwei Jahre auf den Kapverdischen Inseln, reiste Dutzende Male dienstlich in die Länder südlich der Sahara und war immer wieder auch als Touristin in Afrika.

„Der Kontinent hat dennoch für mich nie an Reiz verloren“, erzählt die Lienzerin, „es ist wohl die Vielfalt der Kulturen, die hier so anders – und doch oft so vergleichbar mit der unseren – funktionieren. Je mehr Einblick ich in die eine oder andere bekomme, desto neugieriger werde ich. Wie sehen die Leute ihre Welt? Woran glauben sie? Wonach streben sie? Und wie organisieren sie ihr Leben?“

Die Antwort auf diese Fragen gibt Petra Navara den Dolomitenstadt-Lesern ab sofort in ihrer Kolumne „E-Mail aus Kampala“. Seit August lebt sie mit Mann und Tochter in ‚K’la‘, wie die Einheimischen ihre Hauptstadt respektlos abkürzen, als ‚Muzungu‘ – Weiße – in einer rastlosen afrikanischen Metropole mit mehr als drei Millionen Einwohnern.

„Kampala hat alles zu bieten: Superreiche auf den grünen Hügeln, Slums in den Sümpfen; Verkehrschaos in den Einzugsgebieten und Naturwunder im Zentrum; lukullische Highlights und Speisen zum Abgewöhnen; Society, Kunst und kongeniale Erfindungen, … ein unerschöpflicher Fundus für Geschichten, die ich euch im Laufe des Jahres erzählen werde“, schreibt Petra an die Redaktion.

Liebe Petra, wir freuen uns darauf und starten am 11. Jänner mit der ersten Folge!

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