„Stiller“ Protest gegen Innervillgrater Hotelbau

Geplantes Hotelprojekt mitten im Dorf sorgt seit Monaten für gespaltene Lager.

Mit einem stillen Protest taten einige Anrainer bei der zweiten Bauverhandlung bezüglich des Hotelprojekts ihren Unmut kund.

Seit Monaten sorgt das geplante Hotelbauprojekt von Martin Fürhapter im Zentrum von Innervillgraten für Spannungsfelder. Während die einen darin eine Aufwertung des Ortes sehen, befürchten mehrere Anrainer eine Senkung ihrer Lebensqualität. Hauptkritikpunkt ist die Größe des Projekts, das mitten im Ort auf dem Areal des ehemaligen Zollhauses entstehen soll.

Am Dienstag, 22. Jänner, fand die zweite Bauverhandlung für das geplante „Natur Resort Innervillgraten“ statt. Einige Bürger protestieren „still“ dagegen. Stellung bezogen sie nur mit einer Botschaft auf einem großen Schild: „Nehmt uns bitte nicht den letzten freien Raum im Dorfzentrum“.

Projektbetreiber Martin Fürhapter, der in Innervillgraten gemeinsam mit seiner Gattin Irmtraud eine Pension betreibt, gab sich nach der Bauverhandlung bedeckt. „Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, möchte ich mich dazu nicht äußern“, bat Fürhapter um Verständnis.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen den Hotelbau wollen der Tiroler Landesregierung in den nächsten Tagen jene 200 Unterschriften von Gleichgesinnten übergeben, die sie in den letzten Wochen gesammelt haben.

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2 Postings bisher
jesasmaria vor 5 Jahren

Lieber Hüttenwirt: Was ich weiß geht es hier nicht einem Projektbetreiber Steine im Weg zu legen und kein einziger Villgrater wird ein Hotelprojekt je verhindern wollen. Du musst nur genau lesen was auf dem Transparent steht, es geht um den Standort mitten im Dorfzentrum, es handelt sich um den letzten freien Raum mitten im Dorfzentrum das Areal ist Gemeindegrund also gehört es allen Gemeindebürgern und sollte deshalb auch für die Allgemeinheit genützt werden.

Huettenwirt vor 5 Jahren

Auf den ersten Blick ist es verständlich, daß sich eine gewisse Skepsis breit macht. Aber ich denke, man sollte dem Projektbetreiber keine Steine in den Weg legen, sondern seinen Mut unterstützen. In der heutigen wirtschaftlichen Situation kann man derartige Investitionen nur bewundern. Es bringt dem gesamten Dorf Nutzen. Es ist eine Chance für Innervillgraten bzw. für das gesamte Villgratental.