Experten beobachteten Osttiroler Helfer

15 Experten aus Schweden „studierten“ das Lienzer Krisenmanagement bei Katastrophen.

Die Experten aus Schweden „studierten“ drei Tage lang die Vorgehensweisen der Osttiroler in Katastrophenfällen. Foto: Martin Presslaber

Im Rahmen eines Projekts der Vereinten Nationen wurden 2011 die Stadt Lienz und das Land Tirol für ihre Vorbildrollen im Sektor des Risikomanagements und der Katastrophenvorsorge ausgezeichnet.

Weltweit unterstützen 1.298 Städte die UN-Kampagne. Zielsetzung ist die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Katastrophen durch innovative Lösungen zur Risikoreduktion. Dabei vertritt die Stadt Lienz Österreich als vorbildliches Beispiel im Bereich des kommunalen Risikomanagements für Städte und Gemeinden.

Aus diesem Grund organisierten Oskar Januschke und Martin Presslaber von der Abteilung Umwelt- und Zivilschutz der Stadt Lienz für 15 schwedische Experten einen Erfahrungsaustausch, bei dem sie sich über die Konzepte, Strategien und Maßnahmen des kommunalen Risikomanagements informieren konnten.

Drei Tage lang brachten Führungskräfte der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz Tirol und Mitarbeiter des Innsbrucker Forschungs- und Entwicklungszentrums „alpS“ den schwedischen Besuchern ihre Schwerpunkte näher.

Vor allem die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Isel, vorgestellt von Harald Haider und Walter Hopfgartner, sowie der Verlauf der Rettungskette im Fall von Lawinenunglücken interessierte die Teilnehmer. Zum besseren Verständnis wurde an der Dolomitenhütte ein solches Szenario von der Bergrettung Lienz nachgestellt.

Die schwedischen Teilnehmer zeigten sich von der Effizienz der Osttiroler Einsatzorganisationen sehr beeindruckt. Vor allem vor dem Hintergrund, dass in Österreich, im Unterschied zu Schweden, der Zivil- und Katastrophenschutz überwiegend von freiwilligen Rettungs- und Hilfsorganisationen geleistet und getragen wird.

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