Alpenverein freut sich über Mitgliederansturm

In 195 Sektionen vereint der Österreichische Alpenverein 450.000 Mitglieder.

Über mehr als 35.000 neue Mitglieder konnte sich der Österreichische Alpenverein (OeAV) im Jubiläumsjahr 2012 freuen. Im Bundesländervergleich liegt nur Wien mit 104.464 Alpenvereinsmitgliedern vor Tirol, das 90.940 Mitglieder verzeichnet.

Insgesamt verfügt der Österreichische Alpenverein über 195 Sektionen und 450.000 Mitglieder. „Mit ihnen haben wir die Kraft, uns auch gesellschaftspolitisch ein Mitspracherecht bei alpinen Themen zu erkämpfen“, ist Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora überzeugt.

Beim Österreichischen Alpenverein freut man sich über zahlreiche neue Mitglieder. Foto: Alpenverein/norbert-freudenthaler.com

In der Reihung der mitgliederstärksten Sektionen liefern sich Ost und West seit Jahren ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei der Wiener Verein „Edelweiss“ mit 42.543 Mitgliedern derzeit vor den Bergfreunden aus Innsbruck liegt. Diese zählen 42.101 Mitglieder in ihren Reihen.

Beide verzeichneten 2012 auch den stärksten Zuwachs. Wien begrüßte 6.195 Neumitglieder, während sich Innsbruck über 5.116 neue Bergkameraden freuen durfte. Auch die Sektion Lienz durfte sich über Zugänge freuen. „Unser Verein hat 1.971 Mitglieder, was gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 27 Mitgliedern bedeutet“, erzählt Leo Vigl, Obmann der Sektion Lienz.

Für Ermacora macht die Mitgliedschaft auf vielfältige Weise Sinn: „Unsere Mitglieder nutzen bei ihren Freizeitaktivitäten unsere Wege und Hütten, profitieren von einer soliden alpinistischen Ausbildung und unterstützen unser Engagement für den Schutz der Bergwelt.“

Ohnehin seien die alpinen Wege und Schutzhütten mittlerweile eine Säule des Breiten- und Gesundheitssports sowie des Bergtourismus. „Umso nachdenklicher stimmt es mich, dass die Förderungen trotz steigender Kosten weiter drastisch gekürzt werden“, kritisiert der OeAV-Präsident die fehlende Unterstützung von politischer Seite.

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