Ist ein Iselkraftwerk trotz Natura 2000 möglich?

Gleich zwanzig Kraftwerke in oder an Natura 2000 Gebieten listeten die Veranstalter des ersten diesjährigen „Iselrates“ im Virgental auf, um zu beweisen, dass sich Schutzgebiet und Wasserkraftnutzung nicht ausschließen. Kamp, Lech und Traun finden sich unter den Flüssen, die von den Kraftwerksprojektanten als Beispiele genannt werden. Ursprünglich wurde der Iselrat als Gremium für eine offene Diskussion des Wasserkraft-Großprojekts der INFRA in den Gemeindegebieten von Virgen und Prägraten proklamiert.

Nach dem demonstrativen Auszug der Kraftwerksgegner wird das Forum zunehmend zum PR-Instrument für die Pro-Argumente der Betreiber. Vor diesem Hintergrund ist die intensive Beschäftigung mit Natura 2000 gleich bei der ersten Sitzung des Jahres 2013 auch ein Indiz für die Relevanz des Themas, das erst kürzlich durch einen Brief aus Brüssel wieder in die Schlagzeilen rückte. Die geplanten Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna erfüllen aus der Sicht der Kraftwerksplaner die Vorgaben von Natura 2000 und würden beispielsweise ausreichend Schutz für den Lebensraum der Deutschen Tamariske bieten.

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