TVBO: Föger gibt Pargger Beton statt Millionen

Tourismusbeamter nennt Wünsche des Lienzer Vizebürgermeisters „etwas frivol“.

Gestern forderte der Lienzer Vizebürgermeister Meinhard Pargger in einer geharnischten Aussendung Geld vom TVB Osttirol für das Lienzer Hallenbad-Projekt. Die ÖVP-Fraktion reklamierte bereits Anfang Februar im Stadtparlament überraschend die Integration einer 1,5 Millilonen Euro teuren Kletterhalle in die Projektplanung und argumentierte, durch Sanierung statt Neubau würden ohnehin Mittel frei, außerdem sei der TVBO in die finanzielle Pflicht zu nehmen.

Weil Bürgermeisterin Elisabeth Blanik auf TVB-Geld verzichten will, wirft ihr Pargger „ein gestörtes Verhältnis“ zu den Tourismusverantwortlichen vor und will selbst nach den Millionen fragen. Die Erfolgsaussichten stehen allerdings schlecht. Auf Parggers Vorstoß reagierte heute nämlich der Leiter der Tourismusabteilung des Landes, Gerhard Föger. Er beantwortete eine Anfrage von dolomitenstadt.at mit folgendem Schreiben, das wir ungekürzt veröffentlichen:

Gerhard Föger reagiert wie gewohnt im Klartext und schreibt dem Lienzer Vizebürgermeister Meinhard Pargger allerhand ins Stammbuch. Foto: Martin Lugger

„Ich möchte mich eigentlich gar nicht zu Parggers Aussagen äußern, aber es fällt zunehmend schwer, die touristische Palme, die er sukzessive aufstellt, nicht zu besteigen. Schon seine Wortmeldungen zur Tarifpolitik am Hochstein oder zu seiner Spontan-Kletterhalle waren doch recht verwunderlich und nur bedingt hilfreich.

Jetzt allerdings den Tourismusverband in die Pflicht für die Revitalisierung des Schwimmbades in Lienz nehmen zu wollen, obwohl bereits ein Szenario ohne TVB-Beteiligung im Raum steht, ist doch etwas frivol. Offenbar ist die intensive Diskussion der letzten Jahre betreffend erforderlicher Sanierung des TVB Osttirol an Pargger vorbeigegangen. 

Die wenigen Spielräume, die der TVB bei infrastrukturellem Engagement noch hat, sind sehr sorgsam zu nutzen. Dies war auch der Tenor in der letzten Aufsichtsratssitzung des TVB, die sehr konstruktiv verlaufen ist. 

So wurde einhellig die Überzeugung vertreten, der TVB möge Sorge tragen, den Fortbestand des Flugplatzes Nikolsdorf vorerst zu gewährleisten, sich dann jedoch geordnet aus diesem Engagement zurückziehen. Diese Haltung kann die Tourismusabteilung mittragen. 

Weiters wurde ein klares Bekenntnis zur dringend erforderlichen Beschneiung Zettersfeld abgegeben, zumal dieser touristische Angebotsbaustein relevant für den gesamten Großraum Lienz ist – es wird schwierig genug sein, hier einen finanziellen Beitrag des TVB aufzustellen. Doch auch diese Notwendigkeit wird von der Tourismusabteilung grundsätzlich erkannt. Auf dem Zettersfeld ist prioritärer Handlungsbedarf.

Die touristische Bedeutung des Schwimmbades Lienz hingegen tendiert gegen Null. Wer zum Schwimmbad Lienz nun nach TVB-Geldern ruft, der gefährdet letztlich den touristisch sinnvollen Kraftakt auf dem Zettersfeld. Eine Million TVB-Darlehen da, eine Million dort, das geht schlichtweg nicht. 

Denn es liegt auf der Hand: die Tourismusabteilung als Aufsichtsbehörde wird äußerst strenge Maßstäbe anlegen, um den Verschuldungsgrad des TVB im Rahmen zu halten und letztendlich Mittel für das immer noch stiefmütterlich ausgestattete Marketing frei zu bekommen.

Es mag parteipolitischen, populistischen Erwägungen geschuldet sein, dass Pargger über die Medien derartige Botschaften aussendet. Es wäre aber jedenfalls konstruktiver, in den sachlichen Diskurs mit den TVB-Gremien und der Tourismusabteilung einzutreten, um auszuloten, wo die aktuell sehr überschaubaren Möglichkeiten des TVB Osttirol enden.

Es gibt so etwas wie eine Gesamtverantwortung für den Bezirk. Dazu gehört die Gesundung und die Erstarkung des Tourismusverbandes Ostirol. Dies sollte auch Pargger ein Anliegen sein.“


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15 Postings bisher
hoidanoi vor 5 Jahren

@ fb: Zu Fögers Schweigen im Rahmen der Vollversammlung kann ich nichts sagen, wobei ich hier nicht unterstellen will, dass Schweigen automatisch Zustimmung bedeuten würde. Denn die ablehnende Haltung der Tourismusabteilung gegenüber des finanziell im Moment schwer umsetzbaren Wunschzettels manifestierte Föger schon im Vorfeld, im Oktober 2012. Er tat dies, kurz nachdem diese Prioritätenliste höchst eigenwillig in einer Soloperformance mit Beisitzern vom Obmannstellvertreter (damals wie heute die gleiche Person) präsentiert wurde. Der Obmannstellvertreter reagierte auf Fögers Abfuhr verschnupft, vielleicht auch deshalb, weil sich solcher Widerstand wahlkampftechnisch nicht gut macht. Daraufhin berief der Tourismusreferent Platter einen runden Tisch ein - auch auf Drängen des Parteifreunds, der sich schon im Wahlkampfton übte.

Als Resultat ist offiziell eine 3 Punkte-Plan bekannt - Konsolidierung, Projektaufbereitung und Prüfung durch das Land, Neuwahlen noch im Dezember 2012. So weit, so schwammig. Da kein Siegesgeheul zu hören war, ist davon auszugehen, dass der Tourismusreferent auf seine Art Föger den Rücken gestärkt hat. . Was die Mehrheitsverhältnisse in Vorstand wie Aufsichtsrat angeht, so wird sich zeigen, ob und wie Schlitten gefahren wird. Es steht den Mandataren frei, sich Mehrheiten zu suchen und die Gremiums-Mitglieder zu überzeugen. Sich den Obmann und seinen Stellvertreter als ein in Idee, Vision und Umsetzung innig verbundenes Paar vorzustellen, fällt mir schwer. Dazu scheint die von beiden oft und gern zur Schau gestellte Abneigung gegenüber dem jeweils anderen zu groß zu sein.

Die Prioritätenliste ist nun per se nicht schlecht. Der Haken an der Sache ist, ob und wie sie umsetzbar ist. Finanziell stößt der Verband auch wegen hoch ambitionierter Vorhaben in der Vergangenheit an seine Grenzen. Er kann sich ein Mehr an Schulden bei einer stagnierenden Nächtigungsentwicklung nicht leisten. Glaubt man Platter, was einigen sicher schwer fällt, aber wagen wir einmal das Experiment, dann kann und wird das Land nicht zustimmen, wenn es zu weiteren Darlehnsaufnahmen kommt.

Die Nächtigungszahlen am Ende der Wintersaison werden zeigen, ob endlich der seit Jahren erhoffte Rückfluss in besonders einer Region erzielt wird, die noch mehr will. Wobei dort der Anstieg an Nächtigungen sprunghaft nach oben gehen müsste, um die dafür notwendigen Beträge einzuspielen.

Zu wünschen wäre eine solche Entwicklung all jenen, die mit viel Mut zum Risiko in ihre Häuser investiert haben. Ihnen wäre besonders zu wünschen, dass mittels optimierter Marketinginstrumente ein Mehr an Gästen, Umsatz und hoffentlich auch Gewinn erreicht wird. Sonst wird der altbekannte Marketingzuschuss zum Dauerbrenner.

fb vor 5 Jahren

@senf: Mir wurde gesagt, dass man in den wichtigen Entscheidungen im Vorstand und TVBO mit dem Team Osttirol Schlitten fährt, da man ja sowohl im Vorstand als auch im AR Stimmenmehrheit hat. So gesehen ist die Wunschliste einbetoniert.

senf vor 5 Jahren

fb@ vielleicht meinte föger stillschweigend, dass die wunschliste vom AR, insbesonders von köll nach der GV ohnehin vom neuen AR aufgehoben wird. man kennt ja die taktik von köll, in letzer minute zu überraschen, neue fakten zu schaffen um andere dann zu überrumpeln - es hat ja funktioniert, der tvb hat - sofern das alles "schlagend" wird, damit den schuldenstand des tvb von 9 auf 16 mio euro (= 221 mio ATS!) erhöht. und niemanden fällt das auf, am wenigsten anscheinend den herren kuenz und schett . nachdem ja die beiden neuen sich in einen politischen wirbel begeben haben, gibt es wohl kein zurück mehr. köll ist bestätigt, für das matreier ganzjahreshallenbad stehen 2 mio bereit - egal, welcher betreiber zu welchen bedingungen das geld letztlich bekommt. franz schaut geduldig zu, wird nicht aktiv und solidarisiert sich. oder ist mir da etwas entgangen? . nur blanik hat die triste situation erfasst, sie verzichtet auf tvb-geld weil sie zu genau weiss, dass keines da ist. sie sucht nach anderen quellen um nach zehnfachen winterschlaf ihres vize endlich weiter zu kommen. eines darf sie freilich nicht vergessen: für die vermarktung des sanierten/neuen hallen- und freischwimmbades nach innen und aussen ist dann der tvb zuständig, schließlich zahlen ja alle osttiroler betriebe brav ihren promillesatz an diese körperschaft, die ja für die bewerbung osttirols mitsamt allen touristischen angeboten zuständig ist. . das wusste föger immer schon und Franz ab heute.

fb vor 5 Jahren

@hoidanoi: Wie ist das zu deuten, dass Föger bei der GV und davor keine Worte zum Beschluß der Wunschliste der Regionen, wo auch ein Schwimmbad als touristisch wichtig gehalten wird, findet. Theurl Franz hat ja in der GV treuherzig versichert, dass er sich an im Vorstand und Aufsichtsrat gefasste Beschlüsse halten muss, also wohl auch zur Realisierung der Wunschliste verpflichtet fühlt. Deshalb finde ich das Foto gut gewählt, vermittelt eher das Bild eines (selbst)gefälligen Paten als das eines sich verpflichtend fühlenden Beamten.

Konstruktivist vor 5 Jahren

Quo vadis ÖVP? bei der derzeitigen Performance dieser "ehemalig allein regierenden" Partei wäre es eigentlich schon sensationell, wenn sie den einzug in den Landtag überhaupt noch schaffen. wahlen sind allerdings keine Momentaufnahme, sondern lediglich zu einem geringen Teil von aktuellen Entwicklungen beeinflusst. Viel mehr ist es so, dass man die ÖVP wählt weil man immer schon die ÖVP wählt. (dies gilt natürlich auch für alle anderen Parteien) Man denkt an einen Herrn Wallnöfer oder einen Hubert Huber und bekommt einen Herrn Pargger oder eine Frau Steiner oder gar einen Herrn Kashofer...... Die Sache mit der Frau Remmler wird nachhaltigen Schaden bringen, denn eine so grauenhafte Vorstellung auf allen politischen Bühnen (Staatssekretariat, Landtag, Gemeinderat) kann einfach auch bei den UrÖVP Wählern nicht unbemerkt bleiben. Die so hochgelobte Frau Remmler (Frau Machne hat sie in einem Fernsehinterview als ideale Kandidatin bezeichnet die sich auf dem rutschigen Parkett der Bundesregierung sicherlich zurecht finden wird.) wird zum Sargnagel für die ÖVP. Ein Herr Köll lässt keine Gelegenheit aus um sich im Rampenlicht zu präsentieren - ganz egal auf wessen Kosten - hauptsache im Rampenlicht. Anstatt dass sich Herr Pargger jetzt in der Vorwahlkampfzeit die Mühe macht und nachdenkt bevor er so populistisch in die Gegend donnert, läuft er direkt in eine "mediale Schelte" vom Compagnon seines ÖAAB Kollegen Platter. Ist es wirklich zuviel verlangt, dass man sich als Wähler vorausdenkende Politiker erwartet. Es klingt natürlich super für uns Steuerzahler wenn aus der Gemeindekasse weniger Geld für ein Schwimmbad aufgewendet werden muss, aber um welchen Preis? In einem Jahr muss dann wohl die Gemeinde wieder den TVB subventionieren.... ist am ende nicht alles Geld, mit dem die Politiker so großartig hantieren, Steuergeld? Also unser Geld!? Ich bin froh, dass Herr Föger die Grenzen aufzeigt und auch sagt was geht und was nicht. selbst wenn es nicht seine Aufgabe ist als Beamter. Mit Sicherheit ist es aber seine moralische Verpflichtung als Steuerzahler, dass man solchen politischen Irreführungen einen Riegel vorschiebt. Seine Stimme hat mehr Gewicht als viele Andere und ich sage hier und heute Danke, dass er sie für uns genützt hat.

le corbusier vor 5 Jahren

bin eigentlich schon der meinung, dass der tvb sich an einem bad sowie einer kletterhalle, ja wirklich kletterhalle, beteiligen sollte. anscheinend ist es aber kein problem, oder führt zumindest zu weniger aufruhr, wenn der tvb sich an super spannenden und für den tourismus in osttirol besonders wichtigen projekten wie dem eisenbahnmuseum und der flugplatz sanierung beteiligt.

zur kletterhallenthematik, es stimmt, dass in lz zwei hallen, mit hsv sogar drei hallen vorhanden sind, davon aber nur eine öffentlich zugänglich ist. diese ist aber in einem so schlechten zustand, dass es für eine stadt in den dolomiten eigentlich zum schämen ist. eine kletterhalle ist für den ganzen bezirk eine längst überfällige einrichtung und ist wie ein schwimmbad teil des touristischen gesamtpaketes.

dolo vor 5 Jahren

Obwohl im Tourismusverband die Millionen bereits seit Jahren in falschen Kanälen landen, hat Föger hier absolut Recht. Pargger zeigt wiedermal in eindrucksvoller Weise weshalb praktisch das ganze Land an Politikverdrossenheit leidet! Wenn schon er und seine Partei es in den letzten 10 jJahren versäumt haben das leidige Schwimmbadthema; vor allem für die Osttiroler Bevölkerung; zur Zufriedenheit zu lösen, kommt jetzt der ganz normale politische Wahnsinn: Eine Kletterhalle!!! Mitten in den Alpen und direkt in der Vielfalt der Dolomitenkletterouten eine Kletterhllae für eine gute Million Euro. Schliesslich gibt es ja auch erst 2 Kletterhallen in Lienz. Ein weiteres Pretigeprojekt der VP? Nach dem grandiosen Osttirolder, der sich ja sichtlich im Winter größter Beliebthiet erfeut (Ganzjahresrodelbahn); scheint nun die VP ihre Stärke erneut unter Beweis stellen zu wollen. Man merkt es handelt sich bei dem Protagonisten Pargger um einen gestanden Tourismus- und Finanzexperten, ein typischer Politiker! Die können einfach alles.

bergfex vor 5 Jahren

Halloooooooo, Pargger und ander "Stadtler", aufwachen, der Fasching ist vorbei.

MelissaM vor 5 Jahren

Föger ist die rechte Hand von Landeshauptmann Platter und dessen Mann für das Grobe. Dass er dem ÖAABler und Lienzer Vizebürgermeister Pargger eine schallende Watschen mitten in Wahlkampfzeiten in aller Öffentlichkeit herunterhaut, ist doch kein Zufall. Pargger ruft ohne Absprache in den Medien nach TVB-Millionen. Dafür gibt es eine Platter-Föger-Abreibung. Pargger wird daraus aber nichts lernen, sondern gemeinsam mit Kashofer das nächste Fettnäpfchen suchen – und finden.

hoidanoi vor 5 Jahren

Beobachter 52 stellt zu Recht die Frage, wo denn die Tourismusabteilung war, als die gewählten Funktionäre aus dem Raum Lienz fortgesetzt Unsinniges bewerkstelligten. Dabei erwähnt er auch die Fuison und sugeriert, diese sei für die Fehlleistungen im Talboden verantwortlich. Betrachtet man die Entwicklungen bei den LzBB sowie die never Ending Story der Hallenbadsanierung, dann ließe sich diese Geschichte auch völlig ohne Fusionierung denken. Wobei schon richtig ist, im Rahmen der Fusion kamem in jedem Fall weitere Facetten nicht ganz gekonnter Funktionärsarbeit hinzu.

Beobachter52 schilt Dr. Föger, dass er sich erlaubt habe, auf die Presseausendung des ÖAAB-Funktionärs und Lienzer Vizebürgermeisters Pargger - auf mediale Nachfrage - in einem zur Veröffentlichung freigegebenen Schreiben zu antworten. Entscheidungen gewählter Gremien seien von Beamten wenn auf gesetzliche Konformität zu überprüfen, sonst stehe es Staatsdienern nicht zu, sich zu Wort zu melden, schon gar nicht öffentlich.

Jetzt könnte man unterstellen, Dr. Föger habe aus der Phase gelernt, in der man die gewählten Gremien einmal machen ließ. Er wartet nicht mehr ab, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Er wird präventiv tätig. Er tut dies nicht nur im Talboden, wobei der besondere Aufmerksamkeit verdient, wie Beobachter52 richtig bemerkt. Er macht klar, dass aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen, eine Genehmigung von Geldern für ein Vorhaben, das vom TVB selbst als nachrangig angesehen wird, auszuschließen ist. Er tut dies auf seine pointierte Art. Das mag für einen Beamten ungewöhnlich sein, ob aber ungehörig, ist fraglich. Möglicherweise wird seine Art als überheblich angesehen.

Beobachter52 meint, Föger solle derartige Äußerungen direkt an Pargger richten. Vielleicht empfindet er Fögers Kritik als ungehörig, weil Parggers Äußerung in engem Zusammenhang mit den anstehenden Landtagswahlen zu betrachten ist und wie käme ein Landesbeamter dazu, quasi in den Wahlkampf einzugreifen. Sein Forderung an Föger " schreite dann ein, wenn es in deine Kompetenz fällt … – und nicht, wenn es dir politisch opportun ist" scheint dies zu unterstreichen.

Vielleicht tut Föger genau das von Beobachter52 Geforderte. Weil er aus Erfahrung gelernt hat. Weil er weiß, was politisch Opportunes bewirken kann. Gerade in Wahlkampfzeiten. Wie schon bei den LzBB. Politisch opportune Infrastruktur? Politisch opportun schien es in jedem Fall Pargger, so zu tun, als gelinge es seiner Fraktion urplötzlich die Hallenbadsanierung samt Kletterhallen-Appendix auf dem Verhandlungswege mit dem TVB in die Tat umzusetzen.

dorfwirt vor 5 Jahren

@seppi17 - Es stimmt zwar, dass in gewissen Pauschalen, ein Hallenbadeintritt inkludiert ist, das heißt aber noch lange nicht, dass dieser gratis ist. Der TVB zahlt den Eintritt, bzw. eigentlich der Gast selbst, ist halt ein Teil einer Pauschale. Nicht mehr und nicht weniger! Und zu argumentieren, weil die Vermieter und der Tourismusverband den Hallenbadeintritt solcherart quersubventioneren und damit für mehr Frequenz im Hallenbad und mehr Eintrittsgelder sorgen, sollen sie auch noch die Renovierung mitzahlen, ist dann doch nicht mehr sooo schlüssig. Vielleicht kommt dann noch einer und sagt die Sportpass-Inhaber und die Jahres- und Saisonkartenbesitzer müssen auch was mitzahlen, weil die nutzen ja auch ab dem Tag X das Hallenbad gratis. Lieber seppi17 umgekehrt wird ein Schuh daraus!

beobachter52 vor 5 Jahren

Ganz schön dreist, der Herr Föger! Herr Föger ist Beamter und hat als solcher zu achten, dass die Gesetze eingehalten werden. Für Entscheidungen sind vorerst wohl die gewählten Gremien zuständig. Seine persönliche Meinung zu einer Wortmeldung eines Politikers gleich per Medien verbreiten (und als einzig gültige Wahrheit verkaufen zu wollen) finde ich gelinde gesagt kühn. Außerdem, wo war der oberste Tourismusexperte, pardaon -beamte Föger, als im Zuge und nach der vom Land angeordneten (Zwangs-)Fusionierung der Osttiroler Tourismusverbände vor allem im Raum Lienz so vieles schief gelaufen ist? Also, lieber Dr. Föger, bleib bei deinen Leisten: Wenn du dich schon zuständig fühlst, Vzbgm. Pargger "zu warnen", mach das doch "persönlich" und spiele nicht mediengeil deinen Brief den Medien zu! Ansonsten, erfülle deine Aufgaben als Beamter des Landes und schreite dann ein, wenn es in deine Kompetenz fällt ... - und nicht, wenn es dir politisch opportun ist!

seppl17 vor 5 Jahren

Herrn Föger und Frau Blaink dürfte entgangegen sein, dass Osttirolurlauber teilweise das Schimmbad in Lienz kostenlos benutzen. Also ist es doch legitim, dass der TVB bei der Renovierung etwas mitzahlt!

atomsix vor 5 Jahren

Die Stadt-ÖVP mit Pargger an der Spitze hat tatsächlich schön längere Zeit einen absolut schlechten Lauf. Ich denke mal, dass es wohl an den handelnden Personen liegen muss. Es ist an der Zeit, mal einen Einkehrtag zu veranstalten damit die Herren/Frauen mit fachmännischer Beratung mal in sich gehen können. Vielleicht wird dem einen oder anderen dann bewusst, dass man - obwohl schon längst unterirdisch unterwegs, tatsächlich noch immer abgehoben ist. Man hat zwar im Gemeinderat die Mehrheit und eigentlich das Sagen - macht aber zumindest nach Außen hin eine derart holprige Oppositionspolitik, dass es schon weh tut.

Die Hallenbadgeschichte ist wiedermal ein Paradebeispiel für diese Unzulänglichkeiten und inzwischen schon mehr als peinlich. Der Titel dieser Geschichte passt perfekt.

So long - die Blanik wird's freuen - wahrscheinlich noch lange ...

hubert vor 5 Jahren

... dass die Aussagen der Politiker meist frivol sind, ist ja nichts Neues. Nur, wenn ich als Politiker von einem Tourismusexperten, und das ist der Dr. Föger zweifelslos, eine derartige Inkompetenz über die Medien bescheinigt bekomme, dann würde ich zurücktreten! ... tu aber eh kein Politiker mehr. Warum denn auch? Das Wählervolk vergisst ja eh schnell, leider!!