Bücherei-Leiterin schlägt neues Kapitel auf

Elisabeth Ziegler-Duregger hört auf und hat viele Pläne.

Elisabeth Ziegler-Duregger hört als Büchereileiterin auf. Foto: Tobias Tschurtschentaler.

Am Sonntag, 4. März, feierte Elisabeth Ziegler-Duregger Abschied von der städtischen Bücherei. Die Übersiedlung aus dem Kloster in neue Räume macht sie nicht mehr mit und damit endet eine Ära.

Ungezählte Ideen und Projekte hat Ziegler-Duregger in fast 40 Jahren zwischen den Bücherregalen im Lienzer Franziskanerkloster geboren. 1974, gleich nach der Matura, warb sie Pater Basilius Bric als Bibliothekarin an. Kurz darauf wurde aus der Pfarrbücherei durch Zusammenlegung mit der Stadtbücherei  – damals noch im Iselturm angesiedelt – die „Öffentliche Bücherei Lienz“. Liesl Duregger war erste Büchereileiterin der Stadt und entwickelte ihr papierenes Reich immer weiter.

Schon 1976 wurde eine zweite Mitarbeiterin eingestellt. Heute arbeiten vier hauptberufliche, zwei geringfügig beschäftigte und viele ehrenamtliche MitarbeiterInnen an der Katalogisierung und Weiterverbreitung des Medienbestandes von mittlerweile 20.000 Büchern, CDs und DVDs.

Die Zahl der Veranstaltungen hat sich seit den Gründerjahren verzehnfacht. Internetplätze, Buchflohmarkt, Literaturcafé, Leihe von Univeristätsbibliotheken, Bücheroase im Schwimmbad, Osttirol-Bibliothek, „Osttirol hat viele Seiten“ … die städtische Bücherei wurde Schritt für Schritt vom Buchverleih zur innovativen Kultur- und Bildungseinrichtung.

Fort- und Weiterbildung war in den letzten Jahren ein Kernthema der rührigen Bibliothekarin. Sie gründete die „Interessensgemeinschaft Weiterbildung“, ermöglichte erstmals die Studienberechtigungsprüfung in Lienz, absolvierte gleich selbst einen universitären Lehrgang und holte zuletzt die Uni mit Live-Übertragungen aus Graz und Innsbruck nach Lienz. Ziegler-Dureggers Ruhestand wird keiner sein.

Die Gründerin des Vereins „Bildung bringt Frieden“ hat eine lange Liste an Vorhaben auf ihrer Agenda und wird endlich mehr Zeit für eine Passion finden: Mit einfühlsamen Texten und Feiergestaltungen Trost für Trauernde zu spenden. Stadtkultur-Chefin Heidi Fast beschreibt Elisabeth Ziegler-Duregger so: „Sie hat scheinbar unerschöpfliche Energie, immer eine Idee, soziales Engagement, Spiritualität, ein Gespür für unentdeckte Talente und große Hartnäckigkeit.“ Daraus lässt sich auch in Zukunft etwas machen.

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1 Posting bisher
peter raneburger vor 5 Jahren

...und elisabeth war auch dann noch da, wenn andere schon längst weg waren...danke . alles beste . peter