Osttirols Schüler sollen wieder mehr lesen

Flashmob, Flaschenpost und Buchstabenbrezen sollen zum Lesen animieren.

Wollen im Bezirk Lienz für mehr Lesekompetenz sorgen: Maria Bürgler, Sigrid Troger, Martin Sorko, Edith Lanser, Elisabeth Bachler, Alexandra Haider, Lukas Frey und Albert Male (v.l.).

Prächtig entwickelt sich die Großveranstaltung „L.E.S.E.N.13 – Osttirol liest“, die vom 24. bis 27. April in allen 59 Osttiroler Pflichtschulen, vielen Kindergärten und den acht weiterführenden Schulen durchgeführt wird.

„Bisher gibt es 100 gemeldete Schulprojekte, die im Rahmen von Osttirol liest stattfinden“, freut sich Bezirksschulinspektorin Elisabeth Bachler. Eingetragen sind diese auch in einem digitalen Veranstaltungskalender. „Wir sind zuversichtlich, dass zu den bestehenden Projekten noch 50 bis 100 weitere hinzukommen“, ist Lesekompetenztrainerin Maria Bürgler überzeugt.

Ziel des Projekts ist es, die Kinder wieder vermehrt für das Lesen zu begeistern und zeitgleich die Lesekompetenz der Osttiroler Schüler zu festigen und zu steigern.

Am Montag, 4. März, stellten Vertreter von teilnehmenden Schulen einige ihrer Programmschwerpunkte vor. So soll in Matrei nicht nur die Geschichte der Gemeinde „erlesen“ werden, sondern auch ein „Flashmob“ für Aufmerksamkeit sorgen. Im Defereggental finden Lesemarathons und Autorenlesungen statt, während in Assling unter anderem Buchstabenbrezen aus Brotteig gebacken werden. Auch im Lienzer Talboden finden zahlreiche Projekte statt. Bei einem schicken die Kinder der Volksschule Debant den Schülern der Volksschule Dölsach eine Flaschenpost.

Einen weiteren Schwerpunkt von „L.E.S.E.N.13“ bilden die Lesepatenschaften. Bei diesem bezirksweit einzigartigem Pilotprojekt im Bereich der Leseförderung, üben an der Volsschule Lienz Nord 30 pensionierte Lehrpersonen und Mitglieder des „Rotarier-Clubs Lienz“ mit 24 ausgewählten Kindern. „Wir wollen die Schüler fördern und fordern, denn davon profitiert letztlich die ganze Gesellschaft“, erklärt Lukas Frey von den „Rotariern“.

Das Lesepaten-Projekt wird auch wissenschaftlich begleitet, wobei erste Untersuchungen zeigen, dass die geförderten Schüler über ein wesentlich höheres Leseniveau verfügen, als andere Kinder in ihrem Alter.

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