Bademodenkauf soll Matreier Arbeitsplätze retten

Außerdem will Osttirols ÖGB-Vorsitzender eine Arbeitsgruppe für Betriebsansiedelungen.

Osttirols ÖGB-Vorsitzender Willi Lackner fordert die Osttirolerinnen dazu auf, Bademoden der Matreier Firma Anita zu kaufen. Foto: Martin Lugger

Um die Arbeitsplätze der Beschäftigten in der Matreier Firma Anita auch weiterhin zu erhalten, appelliert Osttirols ÖGB-Vorsitzender Willi Lackner an alle Osttirolerinnen, beim Kauf von Bademoden auf Anita-Produkte zurückzugreifen. „Es ist wichtig, die heimische Wirtschaft zu stärken und damit auch Arbeitsplätze abzusichern“, so Lackner.

Der Fall des Schwedenbombenherstellers Niemetz habe gezeigt, wie wertvoll der Konsum einheimischer Produkte für den Arbeitsmarkt sei. „Zudem produzieren die Näherinnen im Osttiroler Werk hochwertige Qualitätsprodukte“, so Lackner.

Auch für Osttirols ÖGB-Regionalsekretär Harald Kuenz ist der fortlaufende Verlust von Arbeitsplätzen in Osttirol, der zu einer Arbeitslosenquote von 11,4 Prozent geführt hat, äußerst bedenklich. „Im Iseltal ist die Situation der Arbeitnehmer düster. Der Arbeitsmarkt in der Region gibt fast gar nichts mehr her“ so Kuenz.

Aus diesem Grund sieht Lackner dringenden Handlungsbedarf und fordert die Politik dazu auf, eine Arbeitsgruppe zur Betriebsansiedelungspolitik in Osttirol ins Leben zu rufen. „Die Standortagentur ist zu weit weg und unsere Probleme zu akut um abzuwarten. Man benötigt eigene Kräfte um das Problem zu lösen“, so Lackner, der betont, dass er gerne mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Ähnlich wie im Fall von Niemetz sollen heimische Konsumenten beim Bademodenkauf vorrangig auf Produkte der Matreier Firma Anita setzen, um das Werk zu stabilisieren.
Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

3 Postings bisher
Bessawissa vor 5 Jahren

Die "Wirtschaftskopetenz" des Hr. Lackner ist mir bisher noch nie aufgefallen. Sein Beitrag ist wohl als "Pflichmeldung" zur teilweisen Schließung der Matreier Miederwarenerzeugung zu sehen. Im vorigen Jahr habe ich mich im Outlet in Matrei umgesehen. Leider wurde keine aktuelle Ware zum Verkauf angeboten. Insgesamt muss ich feststellen, dass der Beitrag der SPÖ zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Osttiroll äußerst dürftig, bis nicht vorhanden, ist. Mit Forderungen allein schafft man keine Arbeit. Ich denke noch mit Grausen zurück an die Bedenken (zu geringer Stundenlohn!) der Herren Dr. Horvath und Ailex zum Liebherr-Werk im Lienzer Gemeinderat. Hubert Huber war mit seiner ÖVP-Mannschaft Gott sei Dank schlauer und schneller! Den Vorschlag, bei heimischen Erzeugern zu kaufen, kann ich nur unterstützen. U. a. denke ich hier an die Neuanschaffung von Fenstern, erzeugt und montiert von unseren ausgezeichneten (!) Osttiroler Fachbetrieben. Die Unterstützung dieser Unternehmen (bei Ausschreibungen) wäre ein wirksamer Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung. Leider denken Kunden und Sanierer nur zu häufig an Kunststofferzeugnisse von auswärts. Beginnenn müssen wir bei uns selbst, bei unseren Einkaufsgewohnheiten. So ist nicht einzusehen, warum z. B. die gute einheimische Butter - in der blauen Verpackung - um 70 Cent teurer ist als Ware aus anderen Regionen. Zudem wird der Erzeuger bei Eigenmarken oft verschleiert und hinter der Anschrift des Handelsriesen versteckt. Herr Lackner, setzen Sie sich dafür ein, dass diese Verschleierungstaktik bald ein Ende findet. Als Konsumentin willl ich wissen, von wem und woher die Ware kommt.

adlerauge vor 5 Jahren

Sehr geehrter Herr Lackner! Nachdem die Kündigungen schon längst ausgeteilt wurden, die Arbeitsplätze bereits weg sind, muss ich mich fragen wo ihre Organisation vorher in dieser Angelegenheit tätig wurde? Selbst wenn jeder Österreicher jetzt Produkte dieser Firma kaufen würde wäre es für mich mehr als Hohn den betroffenen Ex-Mitarbeitern gegenüber! Ihr Aufruf und ihre Unterstützung (wenn es denn eine geben sollte) kommt leider zu spät! Keiner dieser Arbeitsplätze wird deswegen erhalten, es gibt sie bereits nicht mehr! Dieser Aufruf von Ihnen am heutigen Weltfrauentag ist an Zynismus nicht mehr zu übertreffen! Wo war die Politik in dieser Angelegenheit vertreten? Traurig anzusehen welch Schmierentheater hier auf Kosten der Betroffenen vorgegaukelt wird. Falsche Informationen in den Medien, Aufrufe zur Solidarität die mehr als zu spät kommen.... Ich würde mir zumindest mehr Respekt für die ehemaligen Angestellten erwarten!

bergfex vor 5 Jahren

Lieber Herr Lackner, damit werden diese Arbeitsplätze nicht gesichert. Wenn die Firma zusperren will, macht sie es trotz gutem Umsatz. Soll ich nun deshalb 10 Badeanzüge kaufen um damit in das desolate Hallenbad gehen. Vielleicht sollte ich sie nur so zum Spass kaufen. Wo ist Köll mit seinem Allwissen, oder geht ihm das am A....vorbei. Könnte ja der Schultz kaufen.