Tour de France Sieger radelt durch Osttirol

Am 16. und 17. April ist der Bezirk Lienz medial der Nabel der Radsportwelt.

Immer wieder zieht es die Sportstars nach Osttirol. So wie Radlegende Francesco Moser (l.) und Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer. Franz Theurl (r.) freut sich schon jetzt über die Werbewirksamkeit für Osttirol.

Wenn am 16. und 17. April der „Giro del Trentino“ durch Osttirol rollt, findet man mit dem Briten Bradley Wiggins erstmals einen aktuellen Tour de France-Gewinner und Olympiasieger im Fahrerfeld. Auch der Italiener Vincenzo Nibali hat sich angekündigt. Nibali kam im Vorjahr bei der Tour de France als Gesamtdritter ins Ziel.

Das Engagement bei verschiedenen Radrundfahrten, wie dem „Giro d’Italia“ und der „Internationalen Österreich Rundfahrt“ bescherte der Tourismusregion Osttirol in den letzten Jahren zweistellige Zuwachsraten im Radtourismus. „Gerade die Steigerungen der Übernachtungszahlen aus dem italienischen Raum sind beachtlich“, freut sich Tourismusobmann Franz Theurl. „In den letzten acht Jahren haben wir den Anteil unserer italienischen Gäste von 4 auf 18 Prozent gesteigert.“

Nicht weniger beeindruckend ist die Zahl der Tagesgäste aus Italien. „In den Sommermonaten kommen Tausende Gäste zu uns. Lienz ist ein Magnet für italienische Urlaubsgäste geworden“, sagt Theurl.

Ein Trend, der sich fortsetzen soll. „Für uns ist das Engagement beim Giro del Trentino mit Bradley Wiggins ein Lottosechser“, strahlt Theurl. Zwei Tage lang gastiert die Rundfahrt in Osttirol, wobei die Rennen „live“ auf „RAI 2“ und „Eurosport“ übertragen werden.

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3 Postings bisher
senf vor 5 Jahren

ein bekannter osttiroler hotelier hat seinen eins so hoffnungsvollen und teuer angeschafften fahhradfurpark verschenkt und gemeint, dass er sich nur an einen "Radausleihergast" erinnern kann, der nach seiner radtour schwitzend gemeint hat "einmal und nie wieder, fahrräder sind flachlandgeräte, für das gebirge brauch ich bergschuhe, denn es muß erwandert werden, wenn man spass und erholung haben will". die etwa acht jahre alten, aber neuwertigen fahrräder wurden einer sozialen organisation geschenkt. welchen schluß kann man daraus ziehen? . osttirol wird nie ein "radeldorado" wie es uns gerne eingeredet wird. und dass die zweistelligen nächtigungssteigerung unserer gäste aus italien durch radevents zustande kamen, ist realitätsfremd, das lässt sich an der gästestruktur nicht nachvollziehen. und wegen eines Radsportlers von einem lottosechser für das Image von Lienz zu reden, ist wohl maßlos übertrieben.

@ maier: mag sein, dass der ex-osttiroler in kärnten erfolgreich ist. seine zeit in osttirol hat er jedenfalls nicht fürs radfahren verschwendet. vielleicht hat er aber auch - im gegensatz zu seinen vorgesetzten - rechtzeitig erkannt, dass osttirol vom hochgebirge umgeben ist und radln bei den urlaubern kein besonderes thema ist.

@ anton: die kurzweiligen straßensperren würden mich nicht stören, wenn nur 0,2% von dem Erfolge eintreffen würde, den uns FT einredet, denn der angebliche und von FT bewertete millionenfache werbewert in den italienschen medien hat ja bis heute keine ernsthafte wirkung gezeigt, es ist eine reine selbstdarstellung, so mein eindruck. . der italiener sieht in süd- und osttirol einen "kühlschrank", weil er hier im august für kurze zeit ein angenehmes klima erleben kann. er will aber auf eigene gepflogenheiten nicht gerne verzichten und zieht daher südtirol vor.

anton2009 vor 5 Jahren

Dem Kommentar von Hans Mayer ist eigentlich nichts hinzuzufügen! Ich freue mich schon wieder auf die zahlreichen Straßensperren und Behinderungen die diese Events verursachen!

PS: Es wird immer schwieriger für den Veranstalter der Österreich-Rundfahrt Etappenziele zu finden; diese Rundfahrt will, außer Franz Theuerl, niemand mehr haben, da der Aufwand zu groß und die Werbewirkung zu klein ist!

Hans Mayer vor 5 Jahren

Dass die Zahl der italienischen Urlaubsgäste zugenommen hat oder zunimmt, weil übertrieben hohe Summen des Tourismusetats in den Giro d`Italia oder nun in den Giro del Trentino gesteckt werden, wage ich stark zu bezweifeln. Außer Negativschlagzeilen wegen Doping fällt wahrscheinlich den wenigsten potentiellen Urlaubsgästen etwas zu diesen ehemals glanzvollen Radevents ein. Dass die Werbung mit großteils gedopten Sportlern einen positiven Effekt auf die Urlaubsregion Osttirol haben soll, halte ich für einen mehr als kühnen Rechtfertigungsversuch. Mit den Summen, die für Unterkunft und Verköstigung der unzähligen Funktionäre und sonstiger Wichtiger dieser Radevents verbraten werden, könnte man einiges für die Radinfrastruktur Osttirols in die Wege leiten. Vielleicht sollten sich unsere Tourismusspezialisten ein Beispiel am exostiroler und jetzt Tourismusmanager am Klopeiner See, Helmuth Micheler nehmen, der nicht nur jährlich sechs Mountainbikerennen in der Region veranstaltet, sondern auch die Zeichen der Zeit erkannt hat und mit einem Flow Country Trail weitere Mountainbiker in seine Region zieht (siehe Interview in der aktuellen BIKE 04/13).