Speicherteich: 120.000 Euro plus 11.000 Pacht

Bergbahn-Eigentümer müssen für Beschneiung doch tief in die Tasche greifen.

Auf wenig Gegenliebe stieß bei Sigi Schatz (l.) und Bgm. Andreas Pfurner (m.) das von Klaus Hofstätter (r.) ausgehandelte Angebot der Alpgemeinschaft Zettersfeld an die Lienzer Bergbahnen. Daher stimmten auch beide bei der Aufsichtsratssitzung dagegen. Fotos: Expa/Groder

Am Mittwoch, 3. April, beschloss der Aufsichtsrat der Lienzer Bergbahnen, dass die Alpgemeinschaft Zettersfeld für die Nutzung des 5,8 Hektar großen Speicherteichgeländes eine Einmalzahlung von 120.000 Euro bekommen soll. Dazu kommt eine jährliche Pacht von 11.000 Euro – festgelegt auf eine Dauer von 20 Jahren. Vereinbart wurden auch weitere Vergünstigungen wie z.B. Skikarten für die Höfe im Gesamtwert von 16.200 Euro.

Für Bürgermeisterin Elisabeth Blanik sind diese Zahlungen völlig überzogen. „Hier hat man eindeutig den Maßstab aus den Augen verloren“, gibt sich Blanik fassungslos. Aus diesem Grund habe sie gemeinsam mit Siegfried Schatz und ihren Bürgermeisterkollegen Martina Klaunzer aus Gaimberg und Andreas Pfurner aus Nußdorf-Debant gegen diese Zahlungen gestimmt.

Klaunzer und Pfurner hätten die zu Lienz zählende Alpgemeinschaft Zettersfeld nachdrücklich gebeten, nicht solche Maßstäbe anzulegen, da die Grundbesitzer ihrer eigenen Gemeinden mit wesentlich günstigeren Konditionen einverstanden seien. Ein Appell, dem die Mehrheit des Aufsichtsrates jedoch nicht folgte. „Uns wurde stattdessen gesagt, dass bei den Lienzer Bergbahnen schon immer solche Maßstäbe gegolten hätten“, schüttelt Blanik den Kopf.

Speicherteich am Zettersfeld. Für die Nutzung des 5,8 Hektar großen Areals zahlen die Bergbahnen in den nächsten 20 Jahren insgesamt 340.000 Euro.

Dies könnte auch der Grund sein, weshalb die Alpgemeinschaft Zettersfeld ursprünglich mit einer Forderung von 400.000 Euro in die Verhandlungen ging. Eine Summe, die 10 % der derzeit projektierten Bausumme entspricht und bei früheren Projekten auch so ausgeschüttet wurde.

Dem gegenüber bot der Vorstand der Lienzer Bergbahnen, Geschäftsführer Klaus Hofstätter, eine Einmalzahlung von 85.000 Euro. Letztlich einigte man sich auf die beschlossene Summe. „Wobei das Verhandlungsklima zwar hart, aber auch immer gut war“, räumt Hofstätter ein.

Aufgrund der Forderungen der Alpgemeinschaft sieht Bürgermeisterin Blanik nun die Sanierung des Schwimmbades gefährdet. „Es wurde vereinbart, dass die Stadt die Sanierung des Schwimmbades ohne TVB-Gelder bestreitet, wenn im Gegenzug dazu der Tourismusverband Osttirol die Finanzierung des Speicherteiches übernimmt“, so Blanik. Beide Projekte könne man nicht stemmen.

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16 Postings bisher
PrinzessinL vor 5 Jahren

Hat es eigentlich je Überlegungen gegeben, einen Speichersee an einer anderen, billigeren Stelle zu errichten?

PrinzessinL vor 5 Jahren

Nur so als kleiner Gedanke...

Vielleicht könnte man einen Teil des Speicherteiches ja überdachen, denn ein bißchen Regenwasser brauchen wir ja zum Füllen desselben. Heizen braucht man ja nicht, denn wirklich warm ist es im Schwimmbad und am Tristachersee auch nicht.

Und dann schwimmen die Lienzer halt dort: im Freien, auf der Alm, bei jedem Wetter, falls die Gondel fährt. (es gibt immer einen Haken) Die Vermarktung müsste halt schon das halten, was sie verspricht. :-)

Wäre ja eigentlich eine tolle Erweiterung für den Sportpass, der immer teurer wird, ohne mehr dafür zu bieten. (Heuer sperren sie überhaupt schon zu wenn es mal viel Schnee hat).

Also falls sich das Schwimmbad jetzt wirklich wegen des Speichersees nicht mehr ausgeht, dann wäre das sicher eine denkbare Alternative, oder???

fb vor 5 Jahren

es ist fustrierend, da man sich ( zu Recht ) zwar über in etwa € 100.000 aufregt, welche als unübliche Forderung der Bauern stehen. Das gesamte Projekt kostet € 4.000.000.-- und darüber regt man sich kaum auf, vor allem wird hier nicht geprüft, ob es nicht einen Minimalvariante gibt.

osttiroler-in vor 5 Jahren

Kann mich "schlumpfi" nur anschließen. €120.000,-- plus €11.000.-- jährlich an Pacht plus Gratis-Saisonskarten sind doch nur der Anfang. Das Ganze muß ja erst noch gebaut und erhalten werde. Von welcher Summe reden wir denn da????? Unsere Kinder besuchen eine Schule, die ihre besten Jahre schon seeeeehr lange hinter sich hat, zum Schwimmen und Klettern fahren wir nach Kärnten oder Südtirol, ein Kulturraum ist auch nirgends, aber Hauptsache wir haben einen Speicherteich der eine Auslastung von 2 vielleicht auch 3 Monaten hat. Ich bin gerne Lienzer/in, aber es gibt Zeiten da bin ich frustriert.

schlumpfi vor 5 Jahren

Eine einmalige Zahlung von € 120.000,00 und dann noch jährlich € 11.000,00, UND DANN NOCH SCHIKARTEN G R A T I S dazu!! Was soll´s die LBB haben es ja!

Ich werde in Zukunft wieder mit meiner Familie in Südtirol / Italien zum Schifahren gehen! Dort baut man an der Gondelbahn / Vierschach ja einen Bahnhof und somit fahre ich mit der Vorteilskarte der ÖBB um € 15.- / € 7,- dorthin und fahre dann mit dem Einheimischenpreis in einem TOPSCHIGEBIET! Nun wo die beste Schilage herrscht sperren sie zu, weil keine Ferien mehr sind und wiel NUR MEHR der Einheimische zum Schifahren geht! Den Hochstein hat man gerade erst vollständig beschneit und schon wird er wieder für die armen "Lienzer Bauern" mit allen Mitteln rückgebaut! Die andauernde Streiterei um die beiden Schigebiete mit einer äusserst Familienunfreundlichen Preislage lass ich dann hinter mir!

Man baut einen Osttirodler unter dem Namen der ÖVP und der Tiefenbacher freut sich, nun einen Speicherteich auch mit einem bitterem ÖVP-Beigeschmack!

Leutl'n, die Landtagswahlen stehen vor der Türe! Öffnets eure Augen und Ohren, was hört man vom Mayerl und vom Köll ausser nicht´s?!?!? Hauptsache die Wahlplakate hängen an jedem Lichtmasten ganz oben!

Wartets bis keiner mehr will oder kann und der Schulz sich mit dem symbolischen 1€ die Bergbahnen unter den Nagel reist, was machen dann die ganzen ÖVP-Granden und der TVB? Weinend auf den Knien dahin rutschen werden sie zu ihm müssen!

Die Gräfin Margarete von Tirol-Görz (genannt: Maultasch) und da Andreas Hofer drehen sich zur 650 Jahrfeier im Grab um!

TIROL DU BISCH A ORMES LAND!

senf vor 5 Jahren

Vergesslichkeit und Naivität - zwei bekannte Spielbälle vieler ÖVP-Funktionäre, deshalb zur Erinnerung: es ist fast nicht glaubhaft, dass sich die Bauern als Grundeigentümer des besagten Speicherareals und als Unternehmer mit dem Steinermandlrestaurant auf dem Zettersfeld nicht landauf- und landab über übliche Pachtpreise informiert haben. Diese liegen ja weit unter den von den LBB inzwischen beschlossenen Beträgen. . Logisch ist vielmehr, dass diese stark überhöhte Forderung der Einmalzahlung mit dem Pachtzinses innerhalb der noch ÖVP-"Granden" Pargger und Konsorten den Bauern gefälligkeitshalber bereits in die Zeit des alleinigen jounglierens des besagten Herrn in den Zimmern der Arbeiterkammer eingeredet wurde. Auch mit der Gewissheit im Hinterkopf, im Gemeiderat mit der ÖVP-Mehrheit ja ohnehin leichtes Spiel zu haben. Und der der TVB muß/wird ja Milch geben, denn er ist ja der Hauptforderer für den Ausbau des Speicherteichs und letztendlich sitzt man dann ja selber im AR der LBB, da kann dann bei der Abstimmung ja nichts mehr schieflaufen. Das sind halt so die Gefälligkeiten, die hinter den Kulissen für und mit Funktionären der ÖVP oft üblich sind. . Ich glaube auch, dass die seinerzeit kolpotierten € 200.000,-- an Jahrespacht aus den Räumlichkeiten der AK stammen, um vorerst abzuschrecken und letztendlich mit dem erreichten "Zwanzigstel" dieses Betrages wie ein Held dazustehen (und die "Kleine" ist darauf hereingefallen). Faktum ist, dass der beschlossene Pachtzins weit überhöht ist und das Geld letztlich über betriebswirtschaftliche Zwänge von Touristen, Schülern, und Familien abgezockt wird (müssen). . Faktum ist auch, dass sich hier einer wichtig gemacht hat, der dafür keine Kompetenz hatte. . Man hofft nun auf Förderungen des Landes. Dieses ist gut beraten, sich die Projektkosten genau anzuschauen und den Landesbeitrag nach wirtschaftlichen und sparsamen Prinzipien zu berechnen. Für parteiinterne Gefälligkeitsaktionen sind Steuermittel nicht da! Es bleibt zu hoffen, das die Funktionärswirtschaft hier vorher noch endet.

Auch wenn es im Beschlussergebnis des AR der LBB nichts bringt, Respekt den AR BM Klaunzer, BM Pfurner und BM Blanik! . Ein Danke auch der Dolomitenstadt.at für die unverblümte Berichterstattung und für die tolle Archivierung mit öffentlichem Zugriffsrecht.

fb vor 5 Jahren

Korrektur des Jahresfehlbetrages der LBB im Jahr 2010/2011 auf € 1.23 Mio

fb vor 5 Jahren

Es geht nicht um € 0,120 Mio + Pacht, es geht um € 4,-- Mio, ( 55 Mio ÖS )

Dass man den Speicherteich nicht gratis bekommen wird, hat man gewusst. Jetzt beschränkt sich die Debatte aber darauf, wieviel die bösen Bauern mehr bekommen, dabei geht es vielleicht um € 0,1 Mio. Man vergisst dabei, dass die LBB ein Projekt mit € 4,-- Mio plant. Wie oft hat es schon geheißen - mit einer „letzten“ Kapitalspritze kann die AG in die Selbstständigkeit entlassen werden. Dem scheint nicht so zu sein. Ein Aufruf an die GR der ÖVP - beschließt nur die Summe, welche auch eine Bank - ohne Garantie durch die Stadt - finanzieren würde. Alles andere ist fahrlässig, und es gibt ja jetzt einen Präzedenzfall, wo Gemeinderäte gerichtlich zur Zahlung verurteilt wurden.

Ausserdem - lasst euch nochmals eine Minimalvariante geben, nur Erweiterung des Speicherteichs ohne zusätzliche Beschneiung. Das einzige Argument, welches für mich schlüssig und nachvollziehbar erscheint ist die Schneesicherheit für Frühbucher, Alles andere sehe ich als Spielwünsche des Vorstandes an. In jedem Betrieb muss man sich nach der Decke strecken, das stünde auch der ÖVP gut zu, wo man sich doch immer rühmt, die besseren Wirtschafter zu sein. Lasst Euch nicht von Begehrlichkeiten von Touristikern und direkten Nutzniessern am Zettersfeld vor den Karren spannen. Fordert vom Vorstand: - den Beweis, dass Kosten gespart wurden, aus dem Bilanzvergleich 2010/11 gegenüber 2009/10 lässt sich das nicht schließen. - den Beweis, dass man marketingmässig reagiert hat, auch vom TVBO. Weil – nur für die Einheimischen Zettersfeldfans braucht man diese Erweiterung nicht. - lasst Euch eine Sparvariante vorlegen. Nicht zu vergessen - es ergibt sich immer noch der Zwang für die Eigentümer, Eigenkapital nachzuschiessen, da ja die AFA nicht verdient wird. Tritz guterm Zuwachs am Hochstein im Sommer weisen die LBB ein Minus von € 800T in der letzten veröffentlichten Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2010/2011 aus. Diesergibt jedes Jahr ein buchmäßigen Verlust – trotz positivem Cash Flow - somit wird dann das Stammkapital jedes Jahr vermindert und irgendwann müssen dann die Eigentümer wieder nachschießen, um eine Überschuldung zu vermeiden.

Eine Justamentzustimmung mit der gegebenen Mehrheit sehe ich als endgültigen Todesstoß für die ÖVP-Lienz.

bergfex vor 5 Jahren

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Und das alles für ein paar dürre Grashalme. Im Geld ersticken sollen diese Abzocker. Lasst den Speicherteich und investiert das Geld am Land, vielleicht haben dort mehr etwas davon (nicht die Agrarier gemeint), sondern das "Volk".

osttiroler-in vor 5 Jahren

Meine Hauptfrage ist, wie das wieder alles finanziert wird. Was kostet der Sportpass für die nächste Saison? Vielleicht die dritte Preiserhöhung in 3 Jahren?? Wenn die Schipreise weiterhin so steigen, brauchen wir auch keinen Speicherteich mehr, da sich das Schifahren ohnehin keiner mehr leisten kann. Und wenn, wie heuer, Ostern vorbei ist und die besten Naturschneeverhältnisse sind wird trotzdem zugesperrt. Ein "Jahressportpass" der eigentlich nur ein halbes Jahr richtig ausgenutzt werden kann. Nochmal kaufen? Eine gründliche Überlegung wert.

Isnogood vor 5 Jahren

Absoluter Wahnsinn. Das Angebot von Herrn Hofstätter ist schon zu hoch (85 000 €) für einen Steinhaufen. Und jetzt das Vielfache. Aber wir leben halt in Tirol und da ist der Bauer gefragt, gemolken werden nicht nur die Kühe! Danke, danke, ......

hoidanoi vor 5 Jahren

Der langen Reihe an LBB-Absurditäten wird also eine weitere hinzugefügt. Eine Einmalzahlung, die höher als der marktübliche Kaufpreis ist - wobei möglicherweise die Besonderheit der Tiroler Grundverkehrsregelung einen Kauf durch die LBB verhindert - samt einem Pachtzins, der zusammen mit den Kartenvergünstigungen mehr als stattlich erscheint. Das derartige Maßstäbe immer schon gegolten haben, erklärt viel. Business as usual? Very unusual business, aber eh immer schon. - Dazu ein Aufsichtsrat, der die Beschneiung am Zettersfeld als alternativlos beschreibt und sich mit dem beobachteten Prozedere fast schon mutwillig in den Zwickel von Baubeginn und Landtagswahl begibt. Die Beschlussfassung mit Finanzierungsvorbehalt legt nahe, es geht weniger um den Baubeginn, als vielmehr um die Zusicherung von Landesgeldern. Wer weiß, ob noch Gelder fließen, wenn die Landtagswahl geschlagen ist. - Besonders eigenartig mutet das Gerücht an, das der TVB-Obmann vor Kurzem mittels Kleinformat streuen ließ. So, als befürchtete er, der Einfluss der bisher Tätigen endete, käme ein Investor. Der jetzt gefasst Beschluss, sollte er in die Tat umgesetzt werden, würde natürlich das Einstiegsszenario für einen Investor vordergründig unattraktiv machen. Da sich Stadt wie TVB ein weiteres Mal verschulden müssten, um die beachtliche Summe zu finanzieren, dürfte das die Kreditgeber freuen. Insofern könnte die Aktion als Anmeldung von Eigenbedarf verstanden werden. Kostenmaximierung als business as usual. - Was am Rande noch verwundert, ist die rechnerische Leistung, die von manchen erbracht wird. Wie aus kolportierten 200.000,-- Euro jährlich jetzt mittels Einmalzahlung und jährlichem Pachtzins so Daumen mal Pi das fast schon gleiche wird, überrascht. Ohne Frage, es ist zu viel, es für ein Unternehmen wie die LBB viel zu viel, es ist nicht klug, es ist nicht zwingend notwendig. Aber der Betrag ist ein anderer als 200.000,-- jährlich, wie bis vor Kurzem noch behauptet wurde. 200.000,-- jährlich bedeuten 2 Millionen Euro in 10 Jahren. Das ist nicht irgendwie das gleiche, das ist meilenweit entfernt. - Lienz leistet sich zwei investitionsintensive Skigebiete, die hauptsächlich von einheimischem Publikum frequentiert werden. Die Bergbahn wird mit öffentlichem Geld finanziert. Mehr und mehr werden Forderungen nach leistbaren Tickets erhoben während auf der anderen Seite betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten Preiserhöhungen erzwingen. Bergbahnen als Sozialleistung? Deshalb die Furcht vor einem wirtschaftlich denkenden Investor? Deshalb der Schulterschluss zwischen alter Nomenklatura und Kreditgebern, koste es was es wolle? - Sollte ein Investor Interesse an den LBB anmelden, so wäre als Kaufpreis der symbolische Euro, eine Neuverhandlung der Grundablösen, ein Schuldenschnitt und eine Bezuschussung durch die öffentliche Hand zu erwarten. Jetzt aber werden die Mitbewerber das öffentlich zugängliche Agieren im Talboden mit Wohlgefallen betrachten. Sie brauchen die LBB nicht zu fürchten, sie stellt keine Konkurrenz für sie dar. Wirtschaftsprofis in den Aufsichtsrat? Bitte schnell. - P.S.: Apropos Wirtschaftsprofis: Hat Meinhard Pargger mitgestimmt? Wann tritt er als AR zurück? Wer wird ihm nachfolgen? Hat der Verantwortlichenjäger der LBB, Reinhard Tiefenbacher, ebenfalls mitgestimmt? Bei einer früheren Abstimmung war im Aufsichtsrat doch auch ein Vertreter einer Gläubigerbank? Wo ist er hinentschwunden? Fragen über Fragen…

anton2009 vor 5 Jahren

Wenn dieser Betrag jetzt stimmt, dann ist er von den ursprünglich kolportierten € 220.000,00 gar nicht so meilenweit entfernt! Es ist eine Frechheit, für Ödland eine einmalige Zahlung von € 120.000,00 und dann noch jährlich € 11.000,00 zu verlangen. Vergesst den Speicherteich! Es ging bisher ganz gut ohne! Oder sind diese Investitionen bereits Vorleistungen für eine Übernahme der LBB? TVB und Stadt Lienz als Mehrheitseigentümer übernehmen die Kosten, da die LBB aus eigener Kraft das nicht schafft! Und der Aufsichtsrat stimmt diesem Wahnsinn zu!? Und dann noch die Gratiskarten für die armen Agrarier! Es stinkt zum Himmel!

c 716 vor 5 Jahren

Absoluter Wahnsinn wie hier agiert wird. Liebes Dolomitenstadt-Team recherchiert bitte einmal wie in St. Jakob oder Matrei das gehandhabt wurde (spezielle Geldeinsatz) und zB auch außerhalb der Osttiroler Berge - über deren Horizont wirtschaftlich die meisten Veranwortlichen nicht zu blicken scheinen. Die Kashofer-Besetzung nach dem Erbrecht-Motto (verstehen und können muss man zum Thema ja nichts) passt dazu noch sehr gut dazu. Wir werden Osttiroler mit dieser ÖVP-Freunderlwirtschaft noch weiter nach unten bringe, Kompetenz und Fähigkeiten zählen nicht - wichtig scheint ein Bedienen der Freunderl und Partei-Freunderl zu sein. Das schöne an dieser Wirtschaft: Es erledigt sich früher oder später von selbst und dann kommts übliche Gejammere nach Geld und Investoren.

Und grundsätzliche provokante Frage: Ist Lienz touristisch wirklich ein Wintersportort - stellt man sich so einen Winterurlaub vor (aus Gast-Sicht) ??? Gibts da Perspektiven und Ideen. Alleine zur Osttiroler Konkurenz wird auch nicht mehr aufschließen können.

fb vor 5 Jahren

Betriebswirtschaftlich fundiert: Es ist zu hoffen, dass die AR diesen Beschluß in Kenntnis hervorragender operativer Zahlen, sprich Betriebsergebnis der letzten Wintersaison gefasst hat. Weil, die LBB legen sich da die Latte selber hoch, sollten doch diese Investitionen verdient werden. Hoffentlich ist man nicht der Argumentation von Franz Theurl aufgesessen, der in Radio Osttirol erzählt, dass ohnen diesen Speicherteich keine Wintersaison mehr in Lienz möglich sei. Dies verwundert, da es bis dato immer Wintersaisonen gegeben hat, manchmal besser, manchmal schlechter. Dies wurde zumeist von der vorhergegangenen Bewerbung oder durch die Attraktivität von touristischen Winterpaketen entscheidend mit beinflusst.Und für diese zeichnet ja der TVBO zusammen mit der OW verantwortlich. Ein Beispiel hätte der heurige Winter sein sollen: Trotz guter Schneelage endet die Wintersaison viel früher als in anderen gebieten. Beschneit konnte lange nicht werden wegen zu hoher temperaturen, dies wird auch der Speicherteich nicht ändern. Also, nach Aussagen von Hoteliers des Lienzer Talbodens rasselte man ins Minus. So drastisch, dass es Eigeninitiative gibt, jetzt noch ein Paket für den nächsten Winter zu entwickeln, vorerst ohne TVBO und OW, da diese ja noch den Sommer bewerbe, oder eben noch nict den Sommer, sonder den Giro del Trentino! Es ist zu wünschen, und dringend notwendig, dass die LBB so geführt werden, Investitionen so geplant sind, dass sich diese selber verdienen. Diese Investition wieder ( als ein weiteres letztes Mal ) durch Kapitalzuschüsse zu ermöglichen, treibt die Spirale des Nichtaussteigenkönnens nur weiter. Entweder sind die LBB kreditwürdig, d.h. die Projekte so einzustufen, dass das Unternehmen diese Investition verdienen kann, oder man soll den Weg wählen, das Zettersfeld als liebenswertes Nahschigebiet von Lienz, Oberkärnten und als angenehmes Familienschigebiet für Familien mit Kindern zu entwickeln. Da könnte man 4 Mio € sehr gut verwenden, Attraktivität und Infrastruktur am Zettersfeld für gastronomische Belange, Skikindergarten, Betreuung von Kindern etc zu entwickeln und zu fördern. Vielleicht wäre es sogar sinnvoll, den Osttirodler dorthin zu verlegen.

fb vor 5 Jahren

Betriebswirtschaftlicher Sinn wird zumindest öffentlich nicht klargelegt. Wieweit die AR diesen hinterfragt haben weiß eben nur der Kreis der Auserwählten.

Argumentationen, wie sie Franz Theurl in Radio Osttirol kundgetan hat: "Wir brauchen den Speicherteich, weil man sich nicht vorstellen will wie Lienz ohne Wintersaison dasteht" lassen an einen verspäteten 1. April Scherz denken. Bis jetzt gab es Wintersaison, auch ohne die Erweiterung. Wieweit diese gut oder schlecht waren war zumeist auf die Bewerbung und Attraktivität von Angeboten, für die der TVBO und die OW zuständig sind, zurückzuführen, manchmal sicher auch auf Schneeknappheit Anfang Dezember. Ob diese aber mit dem Speicherteich behoben ist, sei bezweifelt. In den letzten Jahren waren vielfach die Temperaturen zu hoch.

Nachdem die Schlußfolgerung nicht zulässig ist - jetzt haben wir den Speicher und brauchen keine Werbung mehr - hat sich die LBB die betriebswirtschaftliche Latte selber höhergelegt: Finanzierungskosten und Abschreibung, höher Ausgaben durch Beschneiung. Oder - wird wieder von den Eigentümern Geld nachgepumpt? Das wäre der schlechteste Weg, weil irgendwann muss und darf ein Unternehmen nur so geführt werden, oder in ein Unternehmen nur so investiert werden, dass sich die Investition verdient. Einzig einen allenfalls irgendwann kommenden Investor würde diese Variante am besten bekommen, weil der €instiegpreis zumeist mit € 1,-- festgelegt ist. Und auch den Vorstand wird es freuen, weil während Investitionsphasen anderweitige Kosteneinsparungen eher in Vergessenheit geraten und so nicht zur täglichen Pein geraten.

Also - Hurra, Prinzip Hoffnung!!