Tödliches Lawinenunglück am Hochschober

Drei befreundete Alpinisten (55, 53 und 48 Jahre alt) aus den Bundesländern Salzburg, Steiermark und Wien stiegen am Morgen des 13. April von Kals/Lesach kommend über das sogenannte „Ralftal“ in Richtung Hochschober auf.

Gegen 14.00 Uhr errichteten sie auf ca 3.100m Seehöhe ein Schidepot. Während nach derzeitigem Erhebungsstand der Älteste beim Schidepot zurückblieb, stiegen die beiden anderen Alpinisten ohne Schier bis zum Gipfel des Hochschobers auf 3.240m auf.

Als sie gegen 15.00 Uhr wieder in Richtung Schidepot abstiegen, stellten sie angeblich fest, dass inzwischen eine Lawine abgegangen war, die offensichtlich ihren Kameraden mitgerissen hatte.Rucksack und Tourenschi lagen noch am Depotplatz, der von der Lawine nicht erfasst worden war.

Die beiden Männer schnallten ihre Skier an, fuhren über die Lawinenbahn bis zum Lawinenkegel ab, setzten um 15.15 Uhr einen Notruf ab und konnten ihren Kameraden rasch orten. Als das Notarztteam des ÖAMTC-Hubschraubers C7 am Unglücksort eintraf, wurde sofort mit Reanimationsmaßnahmen begonnen. Der Mann wurde in das BKH Lienz geflogen, wo er am Nachmittag des 13. April verstarb.

Die Erhebungen zum Lawinenunglück sind noch nicht abgeschlossen.