Keine „Wahlzuckerln“ für Osttirols Pflegepersonal

Weil TILAK-Mitarbeiter vor kurzem eine außerhalb der Sozialpartnerschaft ausgehandelte Einmalzahlung von 400 Euro erhielten, fordert Martin Strasser, Betriebsratsvorsitzender der Wohn- und Pflegeheime Osttirols: „Eine solche Einmalzahlung muss auch unseren Bediensteten gewährt werden“. Man habe beim Wahlzuckerl-Verteilen auf die Hälfte der rund 20.000 öffentlich Bediensteten vergessen. Dabei fehle es den Beschäftigten in der Pflege, Erziehung und Betreuung ohnehin oft an Anerkennung. „Die Wertschätzung der Gesellschaft haben wir, jene der Politik, die für eine gerechtere Entlohnung sorgen könnte, erfahren wir aber leider nicht“, bedauert Strasser.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

1 Posting bisher
bluenote vor 5 Jahren

Interessant, dass den Angestellten des BKH Lienz bereits vor Monaten eine "Teuerungsausgleichsentschädigung " von €150.- in Gutscheinform ausbezahlt wurde. Nachdem am 16.04.2013 ein Artikel in der Kleinen Zeitung zu dieser Thematik erschienen war, mußte so kurz vor der Wahl offensichtlich noch schnell ein möglichst neutralisierndes Kommentar an potentielle Wähler gerichtet werden. "Schon Weihnachten 2012 haben wir unabhängig von der Landtagswahl eine Aktion für die Mitarbeiter gestartet",den Ausgleich auf den Nettobetrag von 400 Euro werde man im Sommer leisten. Das sei dem Personal mitgeteilt worden. "In welcher Form, müssen wir uns noch überlegen", so Köll.

Eigenartig erscheint das Detail mit der Verständigung der Personals. NACH(!) Erscheinen des Artikels in der Kleinen Zeitung trudelte ein Brieflein ein, in dem erklärt wird, dass abhängig von der finanziellen Lage ein weiterer Ausgleich im Sommer geplant ist.... Was immer das auch heißen mag, wenn die finanzielle Lage schlecht ist, gibts vielleicht gar nix?! Das im BKH extrem gespart wird ist weit und breit bekannt, sei es Personal etc. Dann bleibt wohl nur ein Hoffen, dass nach den Wahlen noch genügend Budget und Motivation für die Verhandlung eines fairen (bezogen auf unser Bundesland) Teuerungsausgleiches vorhanden ist. Geltend für alle Pflegenden im Bezirk. Nachdem der multifunktionale wirtschaftlich gefinkelte Gemeinderatsvorsitzende auch zufällig ÖVP Spitzkandidat für Osttirol ist, wird dieser hoffentlich eine gerechte! und nicht(!) die billigste Lösung parat haben.