Die ersten Bilder und Statements zur Wahl

Unsere Reporter waren in Wahllokalen und Parteizentralen.

Wahltage sind gerade für kleine Medien eine große Herausforderung, weil zeitgleich an mehreren Orten gewählt bzw. dem Ergebnis entgegengefiebert wird. Wir hatten mit Hans Groder, Michael Egger, Bernd Lenzer und Tobias Tschurtschenthaler ein effizientes Team im Einsatz. Hier sind ihre Bilder und einige erste  Statements von Spitzenpolitikern aus dem Bezirk:

Martin Mayerl: Ich bin vom Wahlergebnis überwältigt – das war so nicht zu erwarten. Ich werde für eine bürgernahe, transparente Politik eintreten, unabhängig davon, ob jemand Bauer ist oder nicht. Wie es nun genau weitergeht, werden wir morgen Montag, 29. April, um 14 Uhr in Innsbruck beim Bauernbund analysieren. Wie die Zusammenarbeit mit Bezirksparteiobmann Erwin Schiffmann weitergeht, liegt an ihm.

Erwin Schiffmann: Ich bin vom Wahlergebnis überrascht. Mit der Abwahl von Andreas Köll hat die Osttiroler ÖVP keinen Arbeitnehmervertreter mehr, sondern nur noch Bauernvertreter. Ich für meinen Teil biete hiermit meinen Rücktritt an, da ich glaube, dass es in der Partei, trotz des starken Bezirksergebnisses, einen Umbruch mit jungen, dynamischen Kräften geben soll. Das Amt des Bezirksparteiobmannes soll Martin Mayerl übernehmen.

Elisabeth Blanik: Ich freue mich über das tolle Ergebnis in der Stadt Lienz, wo wir die ÖVP als stimmenstärkste Partei überholen konnten. Ebenfalls erfreulich ist, dass wir im gesamten Bezirk zulegen konnten und nah an unser Wahlziel von rund 17 % herangekommen sind. Für Andreas Köll tut es mir leid, weil durch das Vorzugsstimmenergebnis künftig ein wichtiger Arbeitnehmervertreter für den Bezirk fehlen wird.

Gerald Hauser: Wir haben das Wahlziel, stärker zu werden, verfehlt. Aber wir sind trotzdem positiv gestimmt, da wir unsere Mandate gehalten haben. Wir haben alles gegeben im Wahlkampf, aber auch die letzten 5 Jahre – speziell auch in Osttirol. Es scheint zu wenig gewesen zu sein, aber wir werden weiterarbeiten, auch in Osttirol. – Weiterarbeiten mit Gerald Hauser an der Spitze? – Das wird man in den nächsten Tagen intern diskutieren müssen, aber prinzipiell wenn man die vier Mandate halten kann, ist es kein schlechtes Ergebnis.

Sepp Schett: 
Dadurch dass Vorwärts Tirol die jüngste Partei war, ist dies ein sensationelles Ergebnis. Im Team wurde sehr gut gearbeitet. Wir Osttiroler Mandatare verstehen uns im Grunde auch parteiübergreifend sehr gut. Es wird jetzt auch wichtig sein, gemeinsam speziell für Osttirol zu arbeiten. – Was wird mit Ihrer Position im Tourismusverband? – Im Grunde haben wir die Tourismuswahl gewonnen, das Wahlgesetz verfälscht das Ergebnis. Gerade deshalb ist uns wichtig, dass wir meine Position optimal nachbesetzen können. Für mich ist der Tourismus in Osttirol jetzt natürlich Geschichte.

Andreas Köll: … haben wir leider nicht erreicht. Er ist nach der Stimmabgabe in Matrei – wo wir ihn mit seiner Frau Claudia und Tochter Sara getroffen haben – nach Innsbruck abgereist. Dort konnte ihn unser Reporter Michael Egger nicht mehr antreffen. Für morgen, Montag, ist eine Pressekonferenz des ÖVP-Parteivorstandes in Innsbruck angesetzt. Wir werden Kölls Statement zur Wahl natürlich nachreichen.

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4 Postings bisher
Bessawissa vor 5 Jahren

Wahl-Nachlese. So wie viele, nicht nur politisch Interressierte, steige ich oft auf Dolomitenstadt ein. Die sachlich und ohne Fouls geschriebenen Beiträge und Kommentare wirken wohltuend. Anderes findet man leider zu oft in den Beiträgen der Osttiroler Ausgabe einer kleinen Zeitung. So wurde am 1. Mai unter der Überschrift "Friedlicher Verlauf" von angeblichen Eskapaden im Wahlokal Lienz-Nord berichtet. Das mit einer (!) Eskapade stimmt! Weil sich der Redakteur des kleinen Blattes diesmal befleißigte, nicht, wie bei der Bgm.-Stichwahl am 6.2.11, die Wahlhandlung, nach der, der Wahlordnung entsprechenden Stimmabgabe der Frau Bürgermeisterin, durch laute, unangebrachte Äußerungen zu stören, musste der Wahlleiter diesmal nicht korrigierend eingreifen und dem (G-anz H-eißen) Störenfried das Verlassen des Wahllokals nahelegen, falls er weiterhin die Wahlhandlung stört. Von einer Behinderung der Stimmabgabe der Frau Bürgermeisterin durch den Wahlleiter oder einer Einschränkung der Berichterstattung der Medien, ist der unabhängig agierenden Wahlkommission, die bis dato ca. 25.000 WählerInnen ohne Probleme im Wahllokal begleitete, nichts bekannt. Kommentar von Frau Bezirkshauptfrau Dr. Reisinger zum vermeintlichen Eklat: "Sie haben alles richtig gemacht, Herr Wahlleiter". Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

hubert vor 5 Jahren

@Gerhard Pirkner: Ein großes Kompliment und Lob von mir! Ihr wart gestern die Ersten, die die Nachricht über den Ausgang des Vorzugsstimmenwahlkampfes zwischen Mayerl/Köll gebracht habt. Macht bitte so weiter und nehmt euch auch die ganz ‚heißen‘ Themen vor, ich hätte da einige Vorschläge.

Gerhard Pirkner vor 5 Jahren

Lieber Churchill, wir sind ein winziges Team, das praktisch rund um die Uhr arbeitet. Jemand muss ja auch Anzeigen gestalten und einbauen, Veranstaltungen und Verstorbene eintragen, Abos verwalten und Rechnungen schreiben. Das relativiert ein wenig die unerschöpflichen Möglichkeiten in der Gestaltung und Verlinkung :-). Manchmal fehlt uns einfach die Zeit.

Aber natürlich ist noch einiges zur Wahl geplant und auch bei anderen Themen bemühen wir uns, zumindest nach außen so zu tun, als ob wir mit den Milllionenverlagen von Moser/TT und Styria/Kleine Zeitung oder mit der ebenfalls in der Millionenliga spielenden Heimatzeitung auf Augenhöhe wären :-).

Alles was du in deinem Kommentar fragst, werde ich noch beantworten, versprochen :-).

Churchill vor 5 Jahren

Denkanstoß: Bei einer Website hat man ja die quasi unerschöpfliche Möglichkeiten in der Gestaltung. - was mir hier noch Fehl ist die Intertextualität, soll heißen eine Verlinkung zu diesem Artikel: https://www.dolomitenstadt.at/2013/04/28/alle-ergebnisse-der-landtagswahl-tirol/ oder direkt zu dieser Seite: http://wahlen.tirol.gv.at/landtagswahl_2013/bezirke/lienz.html

Vor allem wenn z.B. Blanik das Lienz-Ergeniss anspricht, sollte die Leserschaft sich (gerade bei einem Internet-Medium) die Googlesuche nach dem Wahlergebnis der Bezirkshauptstadt ersparen können.

Dinge, die ich (da ich nicht mehr in Lienz lebe) nach dem Lesen dieses Artikels erst noch in Erfahrung bringen musste: - Wer ist Martin Mayerl? - Abwahl von Köll, Details? Welches Amt? Wie viele Stimmen? - Wo ist der stronacher Stronach-Kanidat? - Kann man die Bilder auch so benennen, dass man Namen der abgebildeten Personen daran ablesen kann? Die Personen auf den Bildern 09, 11 und 15 z.B. sind mir gänlich Unbekannt, da ich wie gesagt nicht mehr in Lienz lebe.

An und für sich bin ich aber sehr mit Dolomitenstadt.at zufrieden. Großes Lob! Die Konkurrenzblätter sind, wie es der Herausgeber so schön sagte, tatsächlich "Wegwerfmedien".

und noch etwas Off-Topic: Warum zum Teufel lässt die ÖVP Frau Remler in die Öffentlichkeit? Will sie noch mehr Stimmen einbußen?