Andreas Köll übersiedelt in den Bundesrat

Der Ex-Abgeordnete und Matreier Bürgermeister hat wieder ein Mandat.

Nach Kampfabstimmung war ein Sessel für Andreas Köll frei: im politischen Alteisendepot Bundesrat. Foto: Martin Lugger

In den Abendstunden des 13. Mai segnete der Landesparteivorstand der ÖVP einstimmig den Koalitionspakt mit den Grünen ab. Außerdem wurde das schwarze Regierungsteam bestellt. Neben dem Landeshauptmann Günther Platter und den bisherigen Regierungsmitgliedern Beate Palfrader, Bernhard Tilg, Johannes Tratter und Patrizia Zoller-Frischauf wird Bauernbund-Obmann Josef Geisler als neuer Agrarlandesrat in die Regierung einziehen.

Wer sich neben Sonja Ledl-Rossman und Anneliese Junker in den Bundesrat setzt, musste laut Tiroler Tageszeitung in einer Kampfabstimmung entschieden werden. Dabei entschied sich das Gremium gegen den bisherigen Bundesrat Gregor Keuschnig und für den Matreier Bürgermeister Andreas Köll. Verglichen mit einem Nationalratsmandat gelten die Sitze im Bundesrat als klassische „Versorgungsposten“ ohne realpolitische Relevanz.

Nach der Listenlogik der ÖVP müsste mit dem Einzug von Platter, Tilg und Zoller-Frischauf der Osttiroler Apfelbauer Hermann Kuenz auf der Landesliste weit genug vorrücken, um einen Sitz im Landtag zu bekommen. Bestätigt wurde das bis zum Redaktionsschluss noch nicht.

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6 Postings bisher
DEMI vor 5 Jahren

@domici hast recht behalten hätt ich nicht gedacht, aber entgegen den Gesetzen der Schwerkraft fallen die Großkopferten anscheinend doch immer auf die Füße. Mit Georg Keuschnig als Bundesrat hat man das erste mal das Gefühl gehabt das der Bundesrat für etwas gut ist, schade um Keuschnig!!

Nun hat AK die Chance zu beweisen das er es noch besser kann!!

bergfex vor 5 Jahren

Wikipedia: Die Sinnhaftigkeit des Bundesrates ist umstritten. Verschiedene politische Stimmen (vor allem der Länder) wollen eine Aufwertung des Bundesrats, andere im Gegenteil seine Abschaffung. Kritiker meinen, der Bundesrat werde von den Parteien als politische Kaderschmiede missbraucht, um Jungpolitikern den ersten Kontakt mit der Bundespolitik zu ermöglichen. Des Weiteren diene er dazu, ungeliebte altgediente Nationalratsabgeordnete „wegzuloben“, wie z. B. den ehemaligen freiheitlichen Abgeordneten John Gudenus: Nachdem dieser die Existenz von Gaskammern in Frage gestellt hatte, musste er als Abgeordneter zum Nationalrat zurücktreten, um einige Monate später in den medienfernen Bundesrat einzuziehen.

Das sagt doch alles.

bergfex vor 5 Jahren

Haben das nicht einige Poster voaus gesagt.

Wie steht es nun um die Nebenjobs der Herrn K.A.

Als Bundesrat von Gnaden Platters ? Irgend eine "wichtige" Funktion muss man dem A.K. doch geben, sonst nagt er ja am Hungertuch.

MATREIER , werdet doch endlich munter.

defregger vor 5 Jahren

Verglichen mit einem Nationalratsmandat gelten die Sitze im Bundesrat als klassische “Versorgungsposten” ohne realpolitische Relevanz.

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...warum nur warum, bin ich kein Politiker geworden???

"Versorgungsposten", ....die ÖVP "stinkt" bis zum Mond und wieder zurück!!

domici vor 5 Jahren

Wusst ich's doch!

Leonhard vor 5 Jahren

Bei der Landtagswahl abgewählt und im Bundesrat ent(ver)sorgt:

Dörfler in Kärnten Köll und Ledl-Rossmann in Tirol

4.080 € Brutto im Monat (lt. Bundesbezügegesetz) für einen Bundesrat ist zwar etwas weniger als 6.528 € Brutto im Monat (lt. Bundesbezügegesetz) für einen Landtagsabgeordneten, aber fürs gemütliche Nichtstun allemal noch gut bezahlt.