Kuenz stellvertretender Klubobmann der Tiroler VP

In der konstituierenden Sitzung des ÖVP-Landtagsklubs wurde heute der Imster Abgeordnete und Bürgermeister von Umhausen, Jakob Wolf, einstimmig zum neuen Klubobmann der Tiroler Volkspartei gewählt. Wolf war bisher bereits stellvertretender Klubobmann und Wunschkandidat seines Vorgängers Josef Geisler, der bei der morgigen konstituierenden Landtagssitzung in die Landesregierung einziehen wird.

Zum Stellvertreter von Wolf wurde einstimmig der Dölsacher Landwirt Hermann Kuenz gewählt.

Kuenz war bereits in der Zeit von 1999 bis 2003 Abgeordneter des Tiroler Landtages. Sechs der 16 ÖVP Mandatare im Landesparlament sind übrigens Mitglieder des Bauernbundes und bilden im Landtag einen eigenen „Agrarklub“, dem Kuenz ebenfalls vorstehen wird.

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Osttiroler55 vor 4 Jahren

„Ich will Stellvertreter werden“, scheint eine Spezialität von Hermann Kuenz zu sein, wobei sich die Frage stellt, wie lange er sich darin wirklich wohl fühlen wird? Bei den Neuwahlen des Tourismusverbandes Osttirol hat der Obst- und Schnapsbauer Hermann Kuenz gemeinsam mit dem Schafbauern Josef Schett das Team Osttirol angeführt und mit diesem mitgeteilt, dass sie ihre Posten im TVB zurücklegen werden – so ganz nach dem Motto: „Politik raus aus dem Tourismusverband!“ - wenn sie in den Landtag kommen würden. Josef Schett sitzt im Vorstand, was ihm trotz Mehrheit der Bezirksliste von Franz Theurl und Werner Frömel freiwillig zugestanden worden ist. Das ist auch beim stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates Hermann Kuenz so, der in einer Kampfabstimmung Werner Frömel mit 8 : 6 Stimmen unterlegen war. Hätte die Bezirksliste auch hier ihre Mehrheit eingesetzt, wäre es auch mit diesem Stellvertreterposten nichts geworden. Man darf gespannt sein, ob jetzt auch der neue Landtagsabgeordnete Hermann Kuenz (Josef Schett hat dies bereits angekündigt) sein Wahlversprechen umsetzen wird.

Hermann Kuenz war laut Aussage seines langjährigen Weggefährten Josef Schett auch bereits fix auf der Bezirksliste von „Vorwärts Tirol“ platziert. Schett dazu in der Kleinen Zeitung: „Er hat lange überlegt und sich letztlich für die weniger mutige Variante entschieden…“ Wahrscheinlich war ihm hier die Stellvertretung des auf der Landesliste fix gesetzten Freundes Josef Schett zu wenig aussichtsreich, weshalb er in Direktverhandlungen mit Landeshauptmann Günther Platter eingetreten ist und sich schließlich auf Platz 8 der Landesliste vorverhandeln konnte. Dort hat er jetzt nach der Wahl von Patrizia Zoller-Frischauf in die Landesregierung durch den neuen Tiroler Landtag ein Nachrückemandat erhalten. Er ist also – wenn man so will – Stellvertreter der Wirtschaftslandesrätin und wird dieses Mandat so lange behalten, solange diese der Tiroler Landesregierung an gehört. Sollte es zu einer Regierungsumbildung kommen, und Frau Zoller-Frischauf ihr Landeslistenmandat wieder selbst annehmen, so ist Hermann Kuenz wieder – so wie auch Andreas Köll – Ersatzmitglied des Tiroler Landtages.

Noch ohne Landtagsabgeordneter zu sein, wurde er bereits vom ÖVP-Klub zum stellvertretenden Obmann gewählt, was eigentlich dem Osttiroler Wahlsieger Martin Mayerl zugestanden wäre, der mit seinem Vorzugsstimmenergebnis (Mayerl … zu Kuenz … Stimmen) auch den Agrar-Klubobmann verdient hätte.

Jetzt geht es um die Position des ÖVP-Bezirksparteiobmannes, für die wohl auch zuerst einmal Martin Mayerl in Frage kommen müsste. Schon in den ersten Wochen nach der Landtagwahl hat man aber den Eindruck, als ob dieser von Hermann Kuenz immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird, sodass man gespannt darauf sein kann, wer bei den nächsten Landtagswahlen Stellvertreter vom Stellvertreter sein wird.