Volldampf – Die Pustertalbahn 1869 bis 1918

Tiroler Fotoarchiv dokumentiert an drei Orten die Bahngeschichte.

Zwei der aufwändigsten Kulturinitiativen Osttirols traten am 28. Mai gemeinsam den Beweis an, wie befruchtend und sinnvoll die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf unterschiedlichen Ebenen sein kann. Im historischen Heizhaus der Eisenbahnfreunde, das um 600.000 Euro saniert und zu einem Eisenbahnmuseum ausgebaut wird, zeigt das Tirol Archiv für Photographie Historisches zum Thema Bahn. Unter dem Titel „Volldampf – Die Pustertalbahn 1869 – 1918“ ist dem geschichtsträchtigen Schienenstrang eine dreiteilige Fotoausstellung in Lienz, Toblach und Bruneck gewidmet. Vom Baubeginn 1869 bis zum Ende des 1. Weltkrieges wird in eindrucksvollen Bildern gezeigt, welch vitale Rolle die Pustertalbahn in Friedens- und Kriegszeiten einnahm.

Von außen geplant und umgesetzt, hat sie die Region von Lienz bis Bruneck verschmolzen, verändert und geprägt, durch einen Aufschwung im Fremden- und Güterverkehr, aber auch durch den massiven Zuzug von Bahnpersonal. Zur Eröffnung der fotografischen Hommage traf sich kulturelle, politische und wirtschaftliche Prominenz im alten Heizhaus an den Geleisen der ÖBB in Lienz.

Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik freute sich über den Andrang und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bruneck, die durch Stadrätin Brigitte Pezzei Valentin vertreten war. Durst-Verwaltungsrat Richard Piock, ein maßgeblicher Mentor und Sponsor des Fotoarchivs, erinnerte daran, dass die Bahn nicht nur Menschen nach Osttirol brachte, sondern dem kleinen Mann das Reisen erschloss, neue Berufe kreierte und den Tourismus in der heutigen Form erst ermöglichte.

Dann pumpten die Initiatoren mit vereinten Kräften Luft in das historische Signalhorn des Eisenbahnmuseums und eröffneten damit auch akustisch die Ausstellung. Dolomitenstadt-Fotograf Tobias Tschurtschenthaler war dabei.

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