Land soll Werbemittel für Osttirol aufstocken

Nach Felber-Unglück: Budget für Werbeoffensive soll um 600.000 Euro erhöht werden.

Nachdem sich Landeshauptmann Günther Platter selbst ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe am Felbertauern machte, sicherte er Osttirol spontan 100.000 Euro des Landes zu, mit denen die Ferienregion verstärkt im ostösterreichischen und italienischen Raum beworben werden sollte. Also in jenen Regionen, aus denen die Anreise nicht über den Felbertauern erfolgt. Der Tourismusverband Osttirol verdoppelte die Summe.

Seit Mitte Mai werden allein im Großraum Veneto und der Lombardei 192 TV-Spots geschaltet. Zudem wird in großformatigen Tageszeitungen wie dem „Corriere della Sera“ mit halbseitigen Inseraten für Osttirol geworben.

Tourismusobmann Franz Theurl möchte beim Land Tirol weitere Gelder für Werbemaßnahmen lukrieren, um den touristischen Schaden durch die Sperre der Felbertauernstraße abzufedern. Foto: Martin Lugger

Tourismusobmann Franz Theurl räumt ein, dass man dadurch die laufenden Ausfälle der Tourismustreibenden in der Iselregion zwar kurzfristig nicht kompensieren könne, da gerade in den Monaten Mai und Juni 85 % der Gäste aus Deutschland und Holland aus dem Norden anreisen, „aber wir erhoffen uns davon, dass die Gäste wenigstens im Spätsommer und Herbst verstärkt nach Osttirol kommen“, so Theurl.

Genährt wird diese Hoffnung davon, dass im Sommer die Anreiserouten aus dem Süden erfolgen. „Die meisten Gäste aus Österreich kommen über Kärnten nach Osttirol, während die Italiener über das Pustertal oder den Staller Sattel reisen“, berichtet Theurl.

Derzeit gebe es auch Gespräche mit den Verantwortlichen der Großglockner Hochalpenstraßen AG, die den Bezirk Lienz verstärkt als lohnendes Ausflugsziel anpreisen soll.

Damit die Ferien- und Bergregion Osttirol die touristischen Schäden durch die monatelange Sperre der Felbertauernstraße aber ein wenig abmildern könne, müsse weiterhin massiv geworben werden. „Aus diesem Grund habe ich beim Landeshauptmann einen Antrag auf weitere 300.000 Euro gestellt“, sagt Theurl. Sollte dieser die Zusage erteilen, verdoppelt der Tourismusverband die Summe, was weitere Werbeoffensiven ermöglichen würde.

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6 Postings bisher
mrich11 vor 4 Jahren

Tankgutschein gefällt mir besser als https://www.cupa.at/kugelschreiber.php?si=YLPlPiQ9Mn7nhI2ZZxBzINX7NNICkRIJ . Trotzdem, kann man auch damit probieren. ;) Giveaways sind aber im Großen und Ganzen gute Idee, man muss nur die passende finden. :)

hoidanoi vor 4 Jahren

Die Zeichen stehen nicht gut für den Tourismus in Osttirol. Ein Felssturz begräbt neben einer Straße auch die Hoffnungen auf eine ausgeglichene Bilanz in einer Region, die sich mutig in Investitionen begeben hat. Abgeschnitten vom Gästezustrom, von den wichtigen Einnahmen durch den Zubringerverkehr und vor allem den Förderungsmitteln der OIG – die unter anderem auch die Skischaukel Kals-Matrei ermöglichten und über deren Ausfinanzierung in Zeiten wie diesen bis jetzt kein Wort verloren wurde – stehen den Unternehmern in der Tauernregion harte Zeiten bevor. - Im Vorfeld gab sich der Vorstand des TVB wie gewohnt. Da wurde eine Wintersaison als Rekord gefeiert, die um 50.000 Nächtigungen hinter dem Winter 2009 liegt - das bei Großinvestitionen, zu deren Finanzierung Winter wie der von 2009 dringend benötigt würden. Ein Giro del Trentino fand statt, der die versprochenen Bilder nicht lieferte, sodass dessen Werbeeffekt eine Schimäre darstellte. Der Vorstand des TVB verliert dazu kein Wort. Er schweigt beharrlich. Dafür engagiert er sich weiter in Sachen Radsport, lässt im Kreis fahren und übertreibt gerne einmal bei leicht überprüfbaren Faktenlagen, vielleicht auch, weil er es so gewohnt ist. - Eine dieser Übertreibungen ist in der vollmundigen Ankündigung, der TVB wolle die geforderten Landesgelder in der Höhe von € 300.000,- aus eigenen Mitteln verdoppeln. Wie er das tun will, verschweigt der Vorstand. Er verspricht einmal. Um das Wie scheint er sich nicht zu sorgen. Er versucht vielleicht auf diese Weise Zuversicht zu signalisieren. Er wird seine Gründe dafür haben. - Der Vorstand hofft: "dass die Gäste wenigstens im Spätsommer und Herbst verstärkt nach Osttirol kommen". Eine Aussage, die offenlegen könnte, wofür der TVB die Landesgelder braucht - zum Ausgleich der Mindereinnahmen, die über die Sommermonate zustande kommen und einen Normalbetrieb des Verbandes nicht zulassen. Für die betroffenen Betriebe bedeutet das weitaus schlimmeres, eine unter Umständen total versiebte Sommersaison, die selbst durch ein starkes Saisons-Finish nicht zu retten sein wird. - Gerade für die von dem Felssturz betroffene Region wäre es wichtig, wenn sich der Vorstand von alten Ritualen verabschiedete und sich auf zu neuen Ufern machte. Es geht auch für ihn um viel. Schon jetzt lassen viele Unternehmer den TVB links liegen, und nehmen dessen Aktivitäten nicht mehr ernst, auch weil der Vorstand oft mehr versprach, als er zu halten in der Lage war. - Dem Vorstand Hinterlist zu unterstellen ist dabei nicht hilfreich. Der Vorstand ist wahrscheinlich von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt. Eine Sichtweise, die nicht von allen geteilt wird. Es sollte ihm zu denken geben, wenn er von wichtigen Entscheidern nicht einbezogen wird, wenn es um die Neuausrichtung des Bezirks geht. Er gilt vielen nicht als verlässlicher Partner. Was kritisch für alle ist, denn gerade jetzt gelte es, die Kräfte zu bündeln. Etwas, das vielleicht am besten gelingen könnte, täte der Vorstand einen Schritt in eine Richtung, die für ihn bisher undenkbar war.

Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee vor 4 Jahren

Zur Meldung „Franz Theurl’s großen in der Kleinen Zeitung vom 08.06. 2013 Tourismus will mehr Geld

Zu allem Unglück durch den Felssturz am Felbertauern kommt noch der Versuch mit Verdrehungen und Falschdarstellungen der Fakten bzw. seinen Auswirkungen die Osttirolwerbung und den TVBO mit seinem Obmann ins Glanzlicht zu stellen. Herausnehmen möchte ich insbesonders die „Wichtig- Tüchtig-Macherei “ Franz Theurl‘s in seinen immerwährenden Forderungen um Geld, und der damit meist verbundene falsche Einsatz, muten wie ein Fass ohne Boden an. Der Tourismusverband Osttirol müsste durch sein großes Budget, mit etwas Weitsicht genügend Geld für Sonderwerbeeinsätze zur Verfügung haben. Dies allerdings aus eigenen Geldern. Hier versucht Franz Theurl offenbar wieder die Unfähigkeit des TVBO mithilfe der Situation am Felbertauern hinterlistig zu verquicken um das permanente und jahrelange Versagen des TVBO wieder anderen Leuten oder gar der Natur in die Schuhe zu schieben. Wie lange lässt sich die Osttiroler-Wirtschaft und vor allen Dingen die Tourismus-Wirtschaft um so viel Geld noch an der Nase herumführen?

„Es muss einfach eine grundlegende Nachdenkphase einsetzen. „

Übrigens: Die vom Land eventuell zu erwartenden Gelder wären für Eigenwerbung der Osttiroler-Hotellerie weit effizienter, als für Theurls fragwürdige Kollektivwerbung eingesetzt.

funtime vor 4 Jahren

Der Durchreiseverkehr fehlt und das betrifft alle Iseltaler Tourismusbetriebe, bis hin zum Campingplatz in Lienz, und die Wirtschaft. Wer bei der gestrigen WKO Veranstaltung zum Thema Felbertauernstrasse war konnte ganz klar feststellen, dass hauptsächlich Iseltaler Touristiker anwesend waren. Ich würde einen Fördertopf für geschädigte Tourismus-Betriebe im Iseltal einrichten und an einem Überbrückungsplan mit WKO und AMS arbeiten. In Kitzbühel schafft Bodenseer Soforthilfen und Ausfallshaftungen vom Land. Eine Werbekampagne gleicht meiner Meinung nach einem Ausflug ins Casino.

30055 vor 4 Jahren

Der Tourismus in Osttirol steht still. das selbe Foto wie am 11/02/2013. hmmm Theurl und Nussbaumer schauen nicht gut aus....

ando vor 4 Jahren

wie wärs mit einem tankgutschein pro anreisender familie ? könnte ja auch nach buchungsdauer bzw. in abstimmung mit den unterkünften gestaffelt werden ... Bei den großen Zuschüssen und mit Hilfe von diverser weiterer Stellen könnte man da sicher ein kleines Zuckerl anbieten ...