Mautpflicht bei Kufstein als doppelter Nachteil

Osttirols WK-Obmann Aichner befürchtet durch die Autobahnmaut ein Fernbleiben der Gäste. 

WK-Obmann Michael Aichner hält die Pläne der Asfinag, wonach der Vignettenkorridor zwischen Kiefersfelden und Kufstein-Süd aufgehoben werden soll, für absolut unzumutbar für Osttirol.

Als „absolut unzumutbar für die Osttiroler Wirtschaft“ bezeichnet Wirtschaftskammer-Obmann Michael Aichner die Ankündigung der Asfinag, den Vignettenkorridor bei Kufstein-Süd mit Ende November aufzuheben. „Unsere Betriebe sind durch den Felssturz auf der Felbertauernstraße schon genug belastet. Jetzt braucht die Asfinag nicht noch eins draufsetzen“, ärgert sich Aichner.

Vor allem für die Tourismusbetriebe im Bezirk wäre das Ende des Vignettenkorridors ein großer Nachteil. „Zuerst müssten die Gäste für die kurze Strecke von Kiefersfelden bis Kufstein-Süd eine Vignette lösen, und dann noch am Felbertauern die Sondermaut zahlen“, kritisiert Aichner, der glaubt, dass es sich dadurch die Gäste besonders gut „überlegen, ob sie überhaupt noch zu uns kommen.“

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3 Postings bisher
hoidanoi vor 4 Jahren

Kriminell Unorganisiert?

Manch Unternehmer fragt sich, wozu denn all die Institutionen gut sein sollen, denen er nicht unbedingt freiwillig angehört, die über Umlagen und Pflichtbeiträge finanziert werden, die Strukturen aufbauen und im Ernstfall andere Vordenken lassen. Da poltert Jürgen Bodenseer, da poltern subaltern seine Kämmerer, ohne die Kraft des breiten Widerstand gegen Bures Schildbürgerstreich zu nutzen.

In vier politischen Bezirken länderübergreifend die Unternehmer per Unterschriftenliste zu mobilisieren, scheint den Kämmerern zu viel Aufwand? Mühe? Was denn? Wo käme man da hin, wenn das Mitglied plötzlich in den Fokus trete?

Nehmen sich die Kämmerer Frau Blanik zum Vorbild, die in wildem Aktionismus jeweils anderen die Lösung ureigenster Aufgaben aufbürdet? Da soll der LH von Tirol die Agenden der Bundesministerin für Verkehr, die Parteifreundin von Frau Blanik ist, übernehmen. Sachlich wie fachlich unmöglich offenbart sich so ein Trend zum Verantwortungs-Outsourcing.

Unverantwortlich sein und bleiben scheint die Devie zu lauten.

Am 4. Juli hat Michael Aichner die Gelegenheit zu zeigen, was die WK zu tun gedenkt, ob sie ihre Mitglieder mobilisiert, ob sie mit den Partnerorganisationen in den anderen Bezirken spricht, ob sie was tut. Vordenken, Nachdenken, Handeln - schließt sich alles gegenseitig nicht aus.

Weibsteufl vor 4 Jahren

Im Moment fahren alle durch das Pustertal und müssen froh sein nur € 3 für die italienische Autobahn und € 8 für ein "Stückerl" zahlen zu dürfen. Und was die Unternehmer angeht, haben die schon Mittel und Wege gefunden um die Maut am Felbertauern zu vermindern: plötzlich wohnt einer der LKW-Fahrer in Sillian, Assling, Lienz .... und hat somit ein "LZ"-Kennzeichen oder es wird gleich eine Postkastenfirma eingerichtet. Blöd nur, dass man das ganze jetzt nicht für den Brenner ummünzen kann.

Freue mich trotzdem, wenn der Felber wieder befahrbar ist und ich - Osttirolerin - gratis passieren darf, denn das hat einen Grund. Dafür zahle ich dann in Slowenien kommentarlos die Maut, kommentarlos auch in anderen Ländern, denn der Bau und die Instandhaltung kosten Geld. Gast zu sein, heißt auch Geld auszugeben und nicht Lebensmittel von Daheim mitnehmen und den Einheimischen dauernd erklären, dass zu Hause alles billiger und besser ist. Freue mich über Gäste, die Lebensfreude und etwas Kleingeld mitbringen und unsere Gegend genießen und die anderen dürfen ruhig wo anders hinfahren. :-)

hoidanoi vor 4 Jahren

Wirtschaftskämmerer aller Länder vereinigt Euch

Die Petition - die Bittstellung - ist mittlerweile ein allgegenwärtiges Instrument, mit dem Zugverbindungen aufrechterhalten, Hütten und Wege erhalten und Flüsse geschützt werden sollen. So hat doch selbst ein Abgeordneter aus dem Bezirk seinem Parteifreund und Landeshauptmann schon eine Petition mit 500 Unterschriften übergeben - ob sie was fruchtet, wird man sehen.

Wirtschaftskammern verfügen über Strukturen, die sie nutzen sollten, um den halbgaren Mautprovisoriums-Schildbürgerstreich zu beenden. So könnten die Kämmerer der Bezirke Kufstein, Kitzbühel, Lienz und des benachbarten Salzburger Bezirks Zell am See per e-mail ihre Mitglieder mobilisieren und zur Unterschrift auffordern. Das Gleiche gilt für die Tourismusverantwortlichen. Ohne parteipolitische Vereinnahmung, ohne Profilierungsanwandlungen, schlicht im Dienst an den Betroffenen. - Von Kooperation immer nur zu reden ist das eine - sie auch zu verwirklichen, Bezirksgrenzen überschreitend, mit geballter Kraft der Mitglieder das andere. Eine kurze Telefonkonferenz, eine klar formulierte Petition und unter Garantie werden die Medien der betroffenen Gebiete hilfreich die dementsprechenden Links zur Unterzeichnung weiterverbreiten. Soziale Medien wären diese dann, Abseits von facebook und twitter - wobei auch hier mächtig Wind gemacht werden kann und soll. - Erwachet Kämmerer, hört die Signale - vereinigt Euch. Es soll Euer Schaden nicht sein.