Osttiroler Alpine-Arbeiter werden übernommen

Künftig arbeiten die 180 Beschäftigten für Bodner-Bau und Swietelsky.

Firmenchef Thomas Bodner (l.) sagte Bereichsleiter Josef Mietschnig (r.) zu, dass die Arbeiter aus Osttirol alle übernommen werden.

Aufatmen können die rund 180 Mitarbeiter, die bislang in Lienz beim Baukonzern Alpine angestellt waren. Nach dem Konkurs der Firma übernimmt die Kufsteiner Bodner Bau die rund 110 Hochbau-Mitarbeiter, und die Kärntner Firma Swietelsky die 70 Arbeiter für den Bereich Tiefbau. Auch die 12 Lehrlinge und die acht Angestellten in der Verwaltung behalten ihre Jobs.

Die Gehälter für den Juni werden aus dem Insolvenz-Entgelt-Fonds ausbezahlt. Dadurch entstehen den Beschäftigten keine finanziellen Nachteile, auch nicht beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Dies wurde den Beteiligten am Mittwoch, 3. Juli, von Firmenchef Thomas Bodner, Bereichsleiter Josef Mietschnig und den Vertretern der Gewerkschaft mitgeteilt.

Dabei versprach Bodner, die Mitarbeiter zu den Konditionen der Alpine zu übernehmen. Allerdings stehe es jedem Arbeiter frei, sich anderweitig umzusehen. „Rund 90 Prozent der Arbeiter werden das Angebot annehmen“, so Mietschnig. Die meisten anderen gehen ab Herbst in Pension.

Landesgewerkschafter Christian Hauser (l.) freute sich, dass nach mehreren Verhandlungsrunden ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wurde.

Der Standort Lienz erwies sich nach dem Konkurs der Alpine für andere Baufirmen als „heiße Aktie“. „Neben Bodner und Swietelsky legten auch die Firmen Porr, Strabag und H-Bau Angebote vor“, erklärt der Tiroler Landesgeschäftsführer des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, Christian Hauser.

Letztlich entschieden sich der Masseverwalter und der Gläubigerausschuss für die Firma Bodner, die 1913 in Sillian gegründet wurde. Auch in der Standortfrage zeichnet sich eine Lösung ab. Bislang beanspruchen sowohl die Firma Bodner als auch Swietelsky den Standort in der Peggetz für sich. „Eine endgültige Entscheidung darüber, wer den Zuschlag bekommt, steht aber noch aus“, so Hauser.

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