Zur „Sommerfrische“ in die Galerie Pedit

Heiße Kunst in kühlen Räumen verspricht Galerist Gaudens Pedit in Lienz.

Ursula Buchart I Gunter Damisch I István Felsmann I Johann Garber I Michael Hedwig I Franz Kamlander I Alois Mosbacher I Hubert Scheibl I Eva Schlegel I Nóra Sóos I Hans Staudacher I Eva Wagner I Margret Wibmer I Karl Vondal I

© Eva Schlegel, Ohne Titel (004), 2002, Lambdaprint, 120 x 70 cm, Ed. I/II E.A.

In ihren kühlen Räumen lädt die Galerie Gaudens Pedit zum Besuch der neuen Ausstellung „Sommerfrische“ ein.

Einige der ausgestellten KünstlerInnen wie die ÖsterreicherInnen Hans Staudacher, Gunter Damisch, Eva Wagner, Alois Mosbacher und Hubert Scheibl sind bereits durch ihre Einzelausstellungen in der Galerie in Lienz bekannt, andere Namen wie jener der Osttiroler Künstlerin Margret Wibmer oder der von Eva Schlegel geben Hinweise zum weiteren Programm vor Ort und in Kitzbühel, wo Gaudens Pedit noch eine großzügigere Ausstellungsfläche führt.

Eva Schlegel verarbeitet unter anderem Bilder aus den 1960er Jahren, der Zeit der sexuellen Revolution. „Was sich in den Bildern manifestiert“, so Schlegel, „ist, dass die Frau immer dem Betrachter hingegeben ist und die Männer getarnt sind. Entweder sind sie abgedeckt oder sie haben Brillen oder Bärte. Sie sind immer unkenntlich gemacht.“ Auch der Traum vom Fliegen und die Angst vor dem Fallen sind Thema ihrer Arbeiten. Fotografien luftiger Wolken druckt Schlegel auf schwere Bleiplatten. Sie will das Flüchtige festhalten. Gegensätze führt die Tiroler Künstlerin in ihrem Werk zusammen. Die österreichische Künstlerin ist international sehr erfolgreich. Auf der Biennale in Venedig, New York, London, Zürich und Berlin waren ihre Arbeiten ausgestellt. Zehn Jahre lang war sie Professorin an der Akademie der bildenden Künste in Wien, 2011 Kommissarin des Österreich-Pavillons bei der Biennale in Venedig.

Margret Wibmer arbeitet systematisch im Grenzbereich von Kunst und Mode. In ihren Fotografien, Objekten, Installationen und Performances spielt von der Künstlerin selbst entworfene Kleidung stets eine zentrale Rolle. Diese wird jedoch nie einfach nur „getragen“, sondern ist ein Instrument der Reflexion. Die Analogie zwischen dem Zuschneiden und Nähen von Kleidung und dem Kombinieren ausgeschnittener Motive zu Bildcollagen ist ein Erbe des Surrealismus, das Margret Wibmer aktuell weiterentwickelt. In ihren Installationen experimentiert sie mit Materialien und Technologien und irritiert die Körper- und Raumerfahrung durch den Einsatz digitalen Mappings und Scannings. Das Vertraute erscheint fremd und rätselhaft, vor allem durch die ungewohnte Kombination von Körpern, Dingen und Stoffen.

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Galerie Gaudens Pedit, Brennerleweg 1, 9900 Lienz, Tel. +43 664 187 51 00
Die Ausstellung ist bis 31. August 2013, Freitag und Samstag, jeweils von 15 bis 19 Uhr und gerne auch nach Vereinbarung, geöffnet.
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Kleines Artikelbild vorne: © Eva Schlegel, Ohne Titel 187, 1/5 2010, Siebdruck auf Blei, 66 x 100 cm

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