Matreier nach Schlangenbiss im Krankenhaus

Beim Himbeerpflücken dürfte eine Kreuzotter zugebissen haben.

Meist glimpflich verläuft der Biss einer Kreuzotter. Foto: Zdeněk Fric

Beim Himbeerenpflücken wurde am Sonntag, 14. Juli, ein 33-jähriger Matreier von einer Schlange, vermutlich einer Kreuzotter, gebissen. Der Mann wanderte mit seiner Familie vom Matreier Tauernhaus in Richtung Innergschlöss und pflückte dabei am Wegrand wachsende Himbeeren. Kurz vor der Innergschlöss Alm schreckte er offensichtlich die Schlange auf. Kreuzottern sind sehr scheu. Bei Gefahr flüchten sie normalerweise sofort und beißen nur, wenn sie sich massiv bedroht fühlen oder wenn man auf sie tritt. Sie haben ein starkes Gift, setzen aber nur geringe Mengen ein und sind deshalb in der Regel nur für Kinder und alte Menschen gefährlich.

Die Symptome eines Kreuzotternbisses beschreibt Wikipedia so: „Rund um die Bissstelle entsteht etwa eine Stunde später eine große Schwellung. Auf Grund von Nervengiften kann es zu Atemnot und Herzbeschwerden kommen. Der Biss einer Kreuzotter kann darüber hinaus auch zu Lähmungen führen. Wegen des blutzersetzenden Teils des Sekretes ist es möglich, dass die Zone nahe der Bissstelle bläulich aussieht. Normalerweise treten diese Symptome jedoch nicht auf und auch die Schmerzen des Bisses halten sich in Grenzen, so dass manche Leute überhaupt nichts davon merken, wenn sie gebissen werden.

Der Matreier Beerenpflücker wurde in den linken Mittelfinger gebissen und nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Lienz gebracht. Dort muss er eine Nacht zur weiteren Beobachtung verbringen.