Es malen sechs Mühlen am Dorferbach …

Kalser Mühlenfest  als Liebeserklärung an ein Stück ländliche Kulturgeschichte.

Wasserbetriebene Mühlen – nutzlose Relikte aus der Vergangenheit oder Romantik der modernen Zeit? „Eigentlich beides und zudem ein Stück Kulturgeschichte unserer Heimat“ meint Hans Groder, Obmann des Kalser Mühlenvereines, der alljährlich zum Mühlenfest einlädt.

Mehr als 500 Besucher kamen und genossen Mühlenromantik bei den sechs noch funktionierenden Stockmühlen am Dorferbach. Die Müller Paul Gratz vom Dorfkerer und Sepp Groder vom Pahlhof zeigten den Gästen die Kunst des Mahlens und die einfache Mühlentechnik, die vor mehreren Jahrhunderten aus Tibet übernommen wurde und bis heute unverändert funktioniert.

Eine besondere Attraktion war auch das eigens angefertigte Wasserrad mit  Bildern auf den Radschaufeln zur Mühlengeschichte im Kalsertal. Und sichtlich Spaß hatten die Kinder am Mühlbachl und den Kendeln mit den kleinen Wasserrädern. Emsig und ausdauernd bastelten sie aus Naturmaterialien interessante Gebilde.

Bereits am Vortag wurden am Backofen direkt bei den Mühlen Brotlaibe gebacken und die Bäuerinnen warteten mit Krapfen, Kiachlen und vielen Köstlichkeiten aus der Eigenproduktion auf. Für die musikalische Umrahmung des 13. Mühlenfestes sorgte der Jugendchor „Glocknerstimmen“, das Trio Simon und Robert mit Alexander und das Harmonikaduo Christian mit Michael.

Mit dem Erlös des Festes werden wiederum Erhaltungsarbeiten an den Mühlen finanziert. Derzeit arbeitet der Verein an der Sanierung der Jagglermühle in Arnig. Sie ist die letzte Radmühle in Kals.

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