Jugendliche und Manager in einer Seilschaft

„MounTEENcoaching“ heißt ein Projekt des Alpin-Kompetenzzentrums.

Mit einem klaren Ziel vor Augen starteten die Jugendlichen in Richtung Großvenediger.

Es war eine ganz besondere Bergsteigergruppe, die am Samstag, 20. Juli, in Richtung Großvenediger aufbrach. Der Sportmediziner Günther Neumayr war dabei, Paul Hysek, Manager bei IDM, die Bergführer Martin Rainer vom Alpinkompetenzzentrum (AKZ) und Alois Mariacher, Nationalparkranger Emanuel Egger, HAK-Lehrer Martin Ragger und eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der HAK, die in besonderer Mission unterwegs waren.

Unterwegs gab's viel Wissenswertes zum Thema Berg und Gletscher.

„MounTEENcoaching“ heißt das Schulprojekt des AKZ, das in diesem Sommer Jugendliche und Manager bzw. Unternehmer aus Osttirol gemeinsam in die Berge bringen soll. Bei der ersten Tour war die Matreier Umwelttechnikfirma IDM Teil der Seilschaft, am kommenden Wochenende wird es Liebherr sein. „Ein Ziel der Aktion ist, dass Jugendliche Manager und Unternehmen aus der Region sehr entspannt beim gemeinsamen Bergsteigen kennenlernen und gleichzeitig Osttirols grandiose Natur- und Bergwelt erleben“, erklärt AKZ-Organisator Martin Rainer. Das Projekt ist auch als Bindung der Jugendlichen an den Bezirk gedacht und als Networking-Programm mit Chancen für beide Seiten.

Ein Traumtag im Hochgebirge für die bunt gemischte Gruppe.

Rainer: „Auch die Unternehmer können Erwartungen an zukünftige MitarbeiterInnen formulieren, zudem gibt es jede Menge Parallelen zwischen Bergsport und Management.“ So hatte etwa die Gruppe beim Start von der Johanneshütte bereits das Ziel vor Augen – den Großvenediger. Wie im Wirtschaftsleben ging es darum, sich Teilziele zu setzen und zu erreichen, konkret das Defregger Haus, wo die Gruppe übernachtete. Der Berg ist Metapher für vieles im Berufsleben, erklärt der Bergführer: „Klare Erwartungen formulieren und gemeinsam besprechen. Ökonomisch wandern, mit möglichst leichtem Gepäck und gleichmäßigem Rhythmus. Vor allem aber: sich etwas zutrauen.“

Und als Höhepunkt der Gipfelsieg. Fotos: William Tolsen.

Auch Konzentration ist beim Bergsteigen ein Thema. Und so lernen die Jugendlichen: Wenn ich gehe, gehe ich und mache keine Fotos, wenn ich sichere, sichere ich, und schreibe kein SMS, wenn ich klettere, klettere ich und denke nicht an Facebook. Es gilt die Qualität des nächsten Schritts. Am Ende standen die bunte Seilschaft zufrieden auf dem Gipfel und alle waren sich einig: „MounTEENcoaching“ ist eine feine Sache, die demnächst zur nächsten Tour aufbricht.

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2 Postings bisher
Felix vor 4 Jahren

Super Sache Martin! Immer wieder tolle Ideen von dir!!!

nanny vor 4 Jahren

Einfach eine tolle Sache. Wer jemals auf Bergtouren war weiß, wie sowas zusammenschweißen kann und "frei" macht. Kompliment den Initiatoren.